Interview mit Two-Kings-Chef Bob den Otter

Bolt.cm: Warum wir ein CMS am Reißbrett entwerfen
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Diese Woche haben Two Kings die Beta-Version ihres Silex-basierten CMS Bolt veröffentlicht. PHP Magazin hat mit dem Chef gesprochen und gefragt, was der Anlass war, ein komplett neues CMS zu entwerfen und warum die Wahl so oft auf Symfony-Komponenten fiel.

Bob den Otter: Chef von Two Kings und Entwickler von Bolt.cm

PHP Magazin: Wer seid Ihr? Erzähl uns ein wenig über Dich und Deine Firma?

Bob den Otter: Two Kings ist eine kleine Webdesign-Firma in den Niederlanden. Wird sind zu acht, und anders als viele annehmen, gibt es keine „Zwei Könige“. Es ist bloß ein Name, den ich für meine Firma ausgesucht habe, und es blieb eben dabei, obwohl es nun acht von uns gibt.

Im Grunde machen wir alles in Sachen „Webentwicklung“: Wir visualisieren die Ideen der Kunden in Wireframes oder funktionalen Designs, machen visuelle oder interaktive Designs, entwickeln das Frontend und das Backend, implementieren das CMS und kümmern uns um die Wartung.

PHP Magazin: Warum habt Ihr mit Bolt.cm ein CMS am Reißbrett neu entworfen, anstatt ein bestehendes zu verwenden oder zu verbessern?

Otter: Wir benutzen oft verschiedene Werkzeuge wie Drupal, oder wir bauen ein komplett neuartiges Projekt in einem Framework wie Symfony. Dennoch entscheiden wir für jedes Projekt neu, welches Basis-Tool wir verwenden. Es gibt einfach nicht das eine Tool, das für jedes Projekt oder jeden Kunden das richtige wäre. Was unserem Werkzeugkasten aber fehlte, war ein Tool, mit dem sich Websites unserem Workflow entsprechend erstellen lassen. Und noch wichtiger: Es soll den Kunden gefallen.

Drupal kann so etwas nicht, wegen seiner Art, HTML in die Website zu zwängen, sodass unsere Frontend-Entwickler sich jedes Mal aufgeregt haben. WordPress oder Joomla! benötigen eine Batzillion Extensions/Module, um so zu funktionieren, wie wir oder unsere Kunden es wünschen. Und dies führt zu einem verstopften Interface im Backend.

Für solche Jobs haben wir PivotX verwendet, das wir zum Teil mitentwickelt haben. Es macht einen guten Job, aber es zeigt langsam Altersschwäche. Es war an der Zeit, neu anzufangen und ein modernes Framework und neue Bibliotheken zu verwenden, anstatt den Homebrew-Code aus PivotX weiter zu verwenden.

PHP Magazin: Warum habt Ihr Euch für Symfony-Komponenten entschieden? Was macht sie besser als andere?

Otter: Wenn überhaupt, dann, weil sie schön und entkoppelt sind. Sie funktionieren gut mit Silex und sie sind gut dokumentiert. Und wir haben auch vorher schon Symfony verwendet, sodass wir die Komponenten bereits kennen.

PHP Magazin: Was erwartet uns mit Bolt.cm in der Zukunft?

Otter: Wie schon gesagt, wollen wir Bolt für einen bestimmten Aufgabentypen verwenden. Es soll keine endgültige Lösung für alle Jobs sein; eher ein flexibles, angenehmes Tool für kleinere Websites. Es soll schon vom Design her auf Einfachheit abzielen, und dabei wollen wir es auch belassen. Wir arbeiten auf die 1.0-Verison hin und der Fokus liegt nicht auf mehr Features, sondern darauf, dass die bisherigen Features besser und reibungsfreier laufen.

PHP Magazin: Vielen Dank!

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