Britische Regierung auf der Suche nach Office-Alternativen
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Alle 12 Jahre wieder: Nachdem die britische Regierung schon 2002 versucht hatte, einen Wechsel von Microsoft Office hin zu Open-Source-Alternativen zu forcieren, werden nun wieder Stimmen laut, die sich

Alle 12 Jahre wieder: Nachdem die britische Regierung schon 2002 versucht hatte, einen Wechsel von Microsoft Office hin zu Open-Source-Alternativen zu forcieren, werden nun wieder Stimmen laut, die sich für einen Software-Wechsel stark machen. Der Grund ist dabei wie so oft das liebe Geld. So soll nach Berichten der Press Association die britische Regierung alleine seit 2010 um die 200 Millionen Pfund (ca. 240 Mio. €) für Microsoft-Produkte ausgegeben haben und das ist nach Francis Maude, seines Zeichen Cabinet Office Minister, eindeutig zuviel: „Die von der Regierung genutzte Software wird von einigen, wenigen, sehr großen und einflussreichen Firmen geliefert. Wir wollen dieses Oligopol beenden und die Tür für andere Software-Anbieter öffnen.“ Der Plan solle den einzelnen Instituten und Ministerien zu Gute kommen und ihnen dabei helfen, auf möglichst einfache Weise Dinge zu vollbringen.

Ob diese Idee letztendlich wirklich durchgeführt werden wird, darf angezweifelt werden. Schon 2002 suchte die Regierung nach Alternativen zu Microsoft und kündigte im Zuge dessen einen Strategie-Wechsel an. „Open Source Software: Use within Government“ nannte sich seinerzeit die Kampagne, die für Kostenreduzierungen sorgen sollte. Dass sich ein Wechsel von Microsoft Office zu Open-Source-Alternativen schwieriger gestaltet als von manchen Regierungsministern angenommen, kann aus Berichten der Regierung selbst entnommen werden. So wurden 2012 Libre Office und OpenOffice als Alternativen zu Microsoft Office getestet und für ungenügend befunden, während Firefox und Chrome als Internet-Explorer-Ersatz in Erwägung gezogen wurden.

Aufmacherbild: London, the UK. Big Ben, the Palace of Westminster at sunset von Shutterstock / Urheberrecht: PHOTOCREO Michal Bednarek

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