Bürgerrechtler fordern mehr Sicherheit für Skype
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Hat Skype ein Sicherheitsproblem? Bürgerrechtlern, Aktivisten und Journalisten zufolge schon. In einem offenen Brief fordern sie Microsoft nun dazu auf, die AGB der VoIP-Software eindeutiger zu verfassen.

Hat Skype ein Sicherheitsproblem? Bürgerrechtlern, Aktivisten und Journalisten zufolge schon. In einem offenen Brief fordern sie Microsoft nun dazu auf, die AGB der VoIP-Software eindeutiger zu verfassen. Die Verantwortlichen des Unternehmens, die bisher auf Fragen zur Verschlüsselung und Speicherung von Daten ausweichend reagiert haben, sollen nun für Klarheit und mehr Transparenz sorgen und durch eindeutigere AGBs darüber aufklären, ob und inwiefern vertrauliche Informationen an Regierungen weitergeleitet werden.

Mit über 600 Millionen Nutzern weltweit ist Skype inzwischen eines der größten VoIP-Angebote weltweit. Auch Journalisten und Aktivisten, die auf eine sichere Datenverbindung angewiesen sind, nutzen die Software. Insbesondere Auslandskorrespondenten und Reporter ohne Grenzen, die vertrauliche Informationen aus Ländern mit diktatorischen oder autoritären Regimen ins Ausland tragen, sind auf den Daten- und Personenschutz angewiesen, da unter Umständen ihr Leben davon abhängt. In letzter Zeit kam es jedoch zu vermehrten Spionageversuchen von Skype-Nachrichten.

Das Unternehmen sei hier in der Pflicht, die User zu schützen und die Bestimmungen zur Vertraulichkeit der übermittelten Informationen zu präzisieren, damit Regierungen und andere Organisationen nicht via gespeicherter Chat-Protokolle an vertrauliche Daten gelangen können. Besonders betroffen sind User in China, die den Skype-Partner Tom nutzen. Zwar ist nicht klar, in welchem Ausmaß dieser Dienst überwacht wird, doch bereits das ähnliche Design birgt Verwechslungsgefahren. So erkennen viele User möglicherweise nicht, dass sie TOM und nicht das möglicherweise sicherere Skype nutzen.

Die Unterzeichner des Briefes hoffen nun, dass der öffentliche Druck Microsoft dazu bringt, die AGB zu ändern. Auch die wachsende Konkurrenz könnte für ein schnelles Handeln seitens des Unternehmens sorgen. So hat Facebook erst kürzlich einen Voice Messenger gelauncht und auch Google bietet einen ähnlichen Dienst an.

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