Gedankenlandkarten

Business Mapping in SharePoint mit Mindjet Connect SP
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Gedanken sichtbar machen und das in SharePoint. Mit Mindjet Connect für SharePoint gelang es Mindjet, eine gängige Methode zur Digitalisierung von Gedanken mit dem Bedienkomfort einer Excel- oder Word-Web-App unterzubringen. Mit dem Sprung in die Cloud können auch SharePoint Information Worker sozusagen unter ihrem eigenen Dach Gedankenlandkarten erfassen und strukturieren.

SharePoint Magazin

Der Artikel „Business Mapping in SharePoint mit Mindjet Connect SP “ von Dirk Grasekamp ist erstmalig erschienen im SharePoint Magazin 2.2012.

Die einen mögen es, die anderen nicht: Meist wird das Mind Mapping von kreativen Menschen eingesetzt. Es heißt sogar, dass viele der heute als Genies bekannten Größen sich Mind Mapping zu eigen machen oder gemacht haben. Wie dem auch sei, Mind Maps können in zahlreichen Bereichen, ob geschäftlich oder nicht, eingesetzt werden. Einsatzgebiete sind hauptsächlich das Brainstorming und die Planung. Aber auch das Anlegen von Ideensammlungen, das Visualisieren von Strukturen oder das Protokollieren mit Mind Maps erweisen sich als extrem vorteilhaft, da sich selbst komplexe Sachverhalte in einer Ansicht beziehungsweise auf einer Seite übersichtlich darstellen lassen. Die Methode ist somit ein ideales Werkzeug für Teams, die darüber eben diese Ideen, Strukturen, Entwürfe oder Pläne entwickeln, präsentieren und kommunizieren können und dabei von der assoziativ-kognitiven Darstellung unterstützt werden. Mind Mapping wird gerne in Teamsitzungen eingesetzt – heutzutage auch in virtuellen Sitzungsräumen. Insofern liegt klar auf der Hand, dass gerade die Zusammenarbeitsplattform SharePoint als Aufbewahrungsort für Ergebnisse solcher Sitzungen mit allen dort zur Verfügung stehenden Mitteln für Dokumentbibliotheken optimal ist. Mit der Lösung Connect SP ist darüber hinaus die Neuanlage und Bearbeitung im SharePoint möglich, ohne auf eine Clientanwendung zurückgreifen zu müssen. In eine Map können zudem SharePoint-Inhalte aufgenommen werden.

Mind Mapping

Die Arbeits- und Darstellungsmethode Mind Mapping entstammt wissenschaftlichen Erkenntnissen der Gehirnforschung und wurde ca. in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts von Tony Buzan (Inventor of Mind Mapping) [1] entwickelt. Um ein zentrales Thema oder Stichwort herum werden nahezu kreisförmig Gedanken angeordnet, die auf irgendeine Weise mit dem zentralen Begriff zusammenhängen. Das Ergebnis ist die Mind Map.

Im Deutschen auch Gedankenkarte oder Gedankenlandkarte genannt, gleich sie dem Querschnitt durch einen Baum und dessen Wurzelwerk. Wurden vor der Digitalisierung durch Software Mind Maps von Hand gezeichnet, wird bei der computerisierten Fassung idealerweise darauf geachtet, dass ein möglichst organisches Bild entsteht, was menschlich-kognitive Fähigkeiten intensiver anspricht. Abstrahiert erläutert, verjüngen sich „Gedankenzweige“ ähnlich den Zweigen eines Baums. Je feiner die Zweige werden, desto feiner sind Gedanken ausgesponnen. Die einzelnen Gedanken können mit Skizzen oder Symbolen illustriert und mit Verbindungslinien über ganze Äste hinweg zueinander in Beziehung gesetzt werden. Damit lassen sich komplexere Sachverhalte platzsparend und extrem schnell erfassbar auf einer Seite darstellen. Rechte an verschiedenen Schreibweisen haben neue Namen für die Methode auf den Plan gerufen, wie zum Beispiel den Begriff Business Mapping. Wird mit dem Begriff Business Mapping auf der einen Seite die definitive Tauglichkeit der Mind-Mapping-Methode im Geschäftsleben unterstrichen, kann man auf der anderen Seite darunter ebenso das Erstellen von geografischen Themenkarten mit entsprechenden Geomapping-Anwendungen verstehen.

Der Sprung auf den SharePoint-Zug

Die Desktopanwendung „MindManager“ gibt es bereits seit 1994, damals noch unter dem Namen „MindMan“. Über die Jahre wurde das Produkt für verschiedene Plattformen bereitgestellt, wie beispielsweise für PocketPCs oder 2006 für Mac OS. Mindjet Connect [3] ist seit 2008 das erste Cloud-Produkt für Online-Sharing auf der Basis von Adobe Flash, das unter bestimmten Bedingungen als kostenloser Dienst bereitgestellt wird. Daneben gab es die clientunabhängige Lösung „MindManager Web“ nebst „MindManager Player“ als Ergänzung zu Connect. Dem Produkt zugetane SharePoint-Power-User nutzten diese Varianten per iframe. 2010 gab es endlich „MindManager 8 for SharePoint“ – immer noch als Desktopapplikation, jedoch mit Schnittstellen zu SharePoint-Inhalten. Die heutige Windows-Version „MindManager 2012 Professional“ [4] ist out of the Box mit SharePoint-Funktionalitäten ausgestattet. Für konnektierte SharePoint-Sites können mit MindManager in den Modi ANSICHT und BEARBEITUNG gefilterte Inhalte aus SharePoint, wie zum Beispiel Dokumente, Bilder, Listenelemente, Kalendereinträge, Aufgaben und Probleme in Business Maps visualisiert werden. Ebenso ist das Anlegen neuer SharePoint-Elemente oder das Mappen von Site-Strukturen möglich.

Die üppig ausgestattete Desktopvariante, unter anderem mit Microsoft-Office-Anbindung, oder deren Ableger für iPad und Co. sind nicht Thema dieses Artikels. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass sich die Evaluierung dieser Produkte lohnt, da deren Map-Dateien inhaltlich den Weg in SharePoint schaffen und andere, beziehungsweise weitere Features, Funktionalitäten und Add-ins bieten, die durchaus nützlich für den Austausch von Informationen über verschiedene Kanäle sind.

Das für SharePoint 2007 und 2010 verfügbare Mindjet Connect SP bietet die Möglichkeit, MindManager-Dateien in SharePoint anzuzeigen, ohne dazu über eine lokale Installation der Software verfügen zu müssen. Entsprechend serverseitig konfiguriert, können Benutzer diese Dateien in SharePoint erstellen und bearbeiten, mit SharePoint-Aufgaben verknüpfen sowie mittels Map Web Parts in Seiten einbetten. Abbildung 1 zeigt die Bearbeitung einer Business Map in SharePoint.

Abb. 1: Bearbeiten einer Business Map in SharePoint
Abb. 1: Bearbeiten einer Business Map in SharePoint

Das Erwartet Sie auf den kommenden Seiten:

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  • Business Mappen – allein und im Team
  • Gedankenlandkarten sind zum Zeigen da
  • Automatische Lizenzierung
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