Microsoft Connect(); bringt Neues für Azure

Azure Bot Service, Azure N-Series & Azure Functions vorgestellt
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Im Zuge der gerade stattfindenden Konferenz Connect(); hat Microsoft gleich drei Neuerungen für seine Cloud-Computing-Plattform Azure vorgestellt. Dazu zählen der Azure Bot Service, die Azure N-Series Virtual Machines und die Azure Functions. Einen Überblick über alle drei Tools gibt’s hier.

Es gibt Neues aus dem Azure-Universum – und das gleich dreifach: Microsoft hat im Zuge der derzeit stattfindenden Konferenz Connect(); drei neue Dienste für seine Cloud-Computing-Plattform vorgestellt. Wir wollen im Folgenden einen Blick auf alle drei Neuerungen werfen und sie im Einzelnen vorstellen.

Azure Bot Service

Microsoft hat die Verfügbarkeit von Azure Bot Service, dem ersten Cloud-Bot-as-a-Service, bekanntgegeben. Mithilfe des Dienstes können Developer die Entwicklung von Bots mit dem Microsoft Bot Framework beschleunigen und diese einfach auf Azure deployen und verwalten. Da die Bots auf Azure Functions laufen, einer serverlosen Umgebung, skalieren sie je nach Bedarf. Auf diese Weise zahlen Entwickler nur für die Ressourcen, die ihre Bots auch tatsächlich verbrauchen.

Tiefer in die Materie einsteigen? Das geht auf der BASTA! in der Session „Grüß’ Bot: Das Microsoft Bot Framework“ von Roman Schacherl.

Zu den wichtigsten Merkmalen von Azure Bot Services zählen eine beschleunigte Entwicklung durch die Arbeit in einer integrierten Entwicklungsumgebung. Dank Out-of-the-box-Templates, wie dem Basic Bot, dem Language Understanding Intelligent Service Bot, dem Form Bot und dem Proactive Bot, lässt sich in kürzester Zeit loslegen. Des Weiteren ist eine Continuous Delivery möglich, da sich die eigene Tool-Chain nutzen lässt und so Code zu Quellcodesystemen hinzugefügt und dann automatisch in Azure veröffentlicht wird.

Ebenfalls ist die Zuhilfenahme von Microsoft Cognitive Services möglich, um Bots mit menschenähnlichen Eigenschaften auszustatten. Zudem enthält Azure Bot Service eingebaute konfigurierbare Channels, um Kundeninteraktionen zu verbessern und die eigene Reichweite zu erhöhen. Bots lassen sich so erstellen, dass sie aus Apps oder Websites heraus funktionieren, genauso über bekannte Kanäle wie Slack, Facebook Messenger oder Skype.

Ausführliche Informationen zu Azure Bot Service finden sich im zugehörigen Blogpost.

Software Architecture Summit 2017

The Core of Domain-Driven Design

mit Carola Lilienthal (Workplace Solutions)

Distributed Systems

mit Kyle Kingsbury (Independent Consultant)

Azure Functions allgemein verfügbar

Bereits seit März kann die Preview von Azure Functions getestet werden, einer Open-Source-Bibliothek für das plattformunabhängige Entwickeln von Anwendungen. Azure Functions lässt sich in Visual Studio, GitHub, Slack und anderen Azure-Plattform-Diensten integrieren, etwa App Service, Storage und Event Hubs. Jetzt hat Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit der Azure Functions bekanntgegeben.

Azure Functions unterstützen die Entwicklung von ereignisgetriebenen Lösungen auf einer serverlosen Architektur. Dabei ermöglichen sie ein Skalieren nach Bedarf, sodass auch hier nur für das gezahlt wird, was man wirklich benötigt. Stand heute unterstützen Azure Functions C# und JavaScript, F#, PowerShell, PHP, Python und Bash befinden sich noch im Preview-Status. Zudem bietet die Bibliothek integrierten Tooling-Support, direkten Zugriff auf Service-Bindings von Azure und Drittanbietern sowie Continuous Deployment.

Alle weiteren Informationen zu Azure Functions bieten der Eintrag im Azure-Blog oder die Session „Die serverlose Backend-Diät – mit Azure Functions!“ von Manuela Rink auf der BASTA! 2017.

Azure N-Series ab 1. Dezember verfügbar

Aller guten Dinge sind drei: Wie Corey Sanders, Director of Compute bei Azure, via Blogpost bekanntgibt, sollen die Azure N-Series Virtual Machines ab dem 1. Dezember 2016 allgemein verfügbar sein. Die Azure N-Series werden in zwei Gruppen unterteilt: Die Azure-NC-Virtual-Machines nutzen Tesla-K80-GPUs und die CUDA-Plattform (Compute Unified Device Architecture). Um Jobs über mehrere Instanzen auszuführen, können Kunden zusätzlich RDMA via InfiniBand verwenden. So lassen sich eng gekoppelte Jobs über Frameworks wie das Microsoft Cognitive Toolkit, Caffe oder TensorFlow übertragen.

Die Azure-NV-Virtual-Machines werden durch Tesla-M60-GPUs angetrieben und bieten bei Bedarf NVIDIA-GRID-Einsatzmöglichkeiten. Ingenieure, Wissenschaftler und Designer sollen damit grafikintensive Anwendungen über Azure virtualisieren können. Diese Instanzen unterstützen Applikationen, die entweder DirectX oder OpenGL nutzen.

Beide Typen der Azure-Virtual-Machines liegen in vier Stufen von einer bis zu vier GPUs mit einem Speichervermögen zwischen 56 und 224 GB vor.Die N-Series eignen sich aufgrund ihrer hohen Rechenleistung besonders für aufwändige Anwendungen im Bereich Deep Learning, für Simulationen sowie für neuronale Netzwerke. Detaillierte Informationen zur Funktionsweise und Bepreisung finden sich im zugehörigen Blogeintrag. Einen ersten Eindruck liefert nachfolgendes Video:

Darüber hinaus hat Microsoft eine neue Partnerschaft mit OpenAI bekanntgegeben: Die Non-Profit-Organisation beschäftigt sich mit der Erforschung künstlicher Intelligenz und nutzt zukünftig Microsoft Azure als bevorzugte Cloud-Plattform. OpenAI zählt damit zu den ersten Organisationen, die die ab Dezember 2016 verfügbaren Azure N-Series Virtual Machines nutzen. 

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