Service Fabric allgemein verfügbar, neue Azure IoT Starter Kits und APIs für Office Graph

Build 2016: Neuerungen rund um Azure und für Office-Entwickler
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Auf der Build Konferenz 2016 gab es zahlreiche Neuigkeiten rund um Microsoft Azure sowie für Office-Entwickler. Unter anderem ist Azure Service Fabric jetzt allgemein in Azure verfügbar, daneben gibt es neue IoT Starter Kits und APIs für Office Graph. Darüber hinaus steht ab sofort das Azure SDK für .NET in der Version 2.9 bereit.

Wie erwartet stand Tag 2 der Microsoft Build Konferenz 2016 ganz unter dem Zeichen von Azure. So warteten die zahlreichen Sprecher um Scott Guthrie mit jeder Menge Neuigkeiten rund um die Cloud-Computing-Plattform auf. Aber auch für Office-Entwickler gab es einige spannende Ankündigungen.

Service Fabric jetzt allgemein verfügbar

Azure Service Fabric ist ab sofort allgemein in Azure verfügbar. Service Fabric ist eine Plattform für verteilte Systeme, über die skalierbare und zuverlässige Microservices gepackt, bereitgestellt und verwaltet werden können. Zukünftig soll es auch eine Preview von Azure Service Fabric für Windows Server geben, das kündigte jetzt Mark Fussell, Principal Program Manager/Hyper-scale Compute via Blogpost an. Damit sollen die Funktionalitäten der Plattform für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum (On-Premises) sowie in hybriden und Public-Cloud-Umgebungen verfügbar sein.

Daneben hat Microsoft die Azure Service Fabric Tools für Visual Studio 2015 und die Microsoft Azure Service Fabric Tools für Visual-Studio-“15”-Preview veröffentlicht. Details hierzu finden sich im Microsoft-Azure-Service-Fabric-Tools-Blog.

Allgemeine Informationen zu Azure Service Fabric gibt es zudem im Microsoft-Azure-Blog sowie im nachfolgenden Video.

Visual Studio Azure Tools und SDK 2

Darüber hinaus steht ab sofort das Azure SDK für .NET in der Version 2.9 bereit, das unter den nachfolgenden Downloadlinks heruntergeladen werden kann:

Das Release beinhaltet einige grundlegende Verbesserungen für zahlreiche Komponenten der Visual Studio Tools für Azure, darunter die Visual-Studio-„15“-Preview, Event Hub für Azure Diagnostics, KeyVault-Support für ARM-Templates u.v.m. Ein Überblick über alle Änderungen bietet der Microsoft-Azure-Blog.

Virtual Machine Scale Sets und Preview von Azure Functions

Auch „Azure Virtual Machine Scale Sets“ ist ab sofort allgemein verfügbar. Dabei handelt es sich um einen neuen Compute-Service, der es erleichtern soll, eine hohe Anzahl an identisch konfigurierten Virtual Machines gemeinsam zu deployen und mit Azure Autoscale und Azure Load Balancer zu integrieren. VM Scale Sets stehen in allen Regionen bereit, in denen VMs verfügbar sind, für die Nutzung des Diensts fallen keine zusätzlichen Kosten an. Mehr Infos finden sich auf der Produktseite.

Ab sofort kann außerdem die Preview von Azure Functions getestet werden, eine Open-Source-Bibliothek für das plattformunabhängige Entwickeln von Anwendungen. Azure Functions lässt sich mit Visual Studio, GitHub, Slack und anderen Azure- Plattform-Diensten integrieren, etwa App Service, Storage und Event Hubs.

Neue Azure IoT Starter Kits und Power BI Embedded Preview

Zudem stehen jetzt neue Azure IoT Starter Kits bereit. Die Kits ermöglichen die Entwicklung von IoT-Prototypen zu Stückpreisen zwischen 50 und 150 US-Dollar. Zusätzlich lässt sich das Azure IoT Gateway SDK in die Entwicklung von Prototypen einbinden. Das soll die Anbindung von älteren Geräten und Sensoren in IoT-Szenarien vereinfachen und damit die Nutzung vorhandener Infrastrukturen und das Geräte-Management im Azure IoT Hub.

Weiter wurde die Power-BI-Embedded-Preview veröffentlicht. Das Tool ist eine Variante des Power-BI-Business-Intelligence-Service und kann für die Integration von interaktiven Berichten sowie Datenvisualisierungen in beliebigen Anwendungen und Geräte eingesetzt werden.

Neuerungen für Office-Entwickler

Einige neue Tools und Funktionen gibt es darüber hinaus für Office-Entwickler. So hat Microsoft sechs neue APIs für Office Graph in der Preview veröffentlicht. Office Graph stellt die Beziehungen zwischen Personen und ihren Dokumenten über alle Office 365-Dienste hinweg dar, gewichtet sie und stellt diese Informationen für verschiedene Office 365-Anwendungen zur Verfügung. Mit den APIs können Entwickler Daten aus Office 365 nun auch in Anwendungen von Drittanbietern nutzen.

Zudem haben Entwickler künftig die Möglichkeit, eigene Anwendungen direkt in das Menüband („Ribbon“) von Word, Excel und PowerPoint zu integrieren. Daneben öffnet Microsoft ab sofort Office 365 Connectors. Entwickler können darüber eigene Konnektoren schreiben und veröffentlichen. Konnektoren liefern Inhalte aus Anwendungen und Services, zum Beispiel Finanzdaten oder Helpdesk-Logs, direkt in Office 365-Gruppenkonversationen aus.

Außerdem gibt es verschiedene neue Add-ins. So zum Beispiel das OneNote Add-in, das das gleiche JavaScript API nutzt, wie auch andere Add-ins für Office. Entwickler haben damit die Möglichkeit, Add-ins von Anwendungen wie Ward in OneNote zu implementieren. Mit den Sideload Add-ins für Office Online haben Entwickler jetzt zudem Zugang zu Sideloading Add-ins für Word, Excel und PowerPoint Online. Auf diese Weise soll das Deploymnt und Testing von Add-ins für Office-Online-Clients vereinfacht werden. Für einen ausführlichen Überblick über alle weiteren Neuerungen empfiehlt sich ein Blick in das Office Dev Center.

Das waren die Highlights rund um Microsoft Azure und Office 365 auf der Build 2016. Was es sonst noch Neues gab auf Microsofts Entwicklerkonferenz, haben wir in diesem Beitrag für euch zusammengefasst. Für alle weiteren Details inklusive Videos empfiehlt sich ein Blick auf Channel 9.

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