Mehr Flexibilität für Anwender: Ab sofort sind Windows- und Linux-Cluster verfügbar

Azure HDInsight unter Linux offiziell verfügbar
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Azure HDInsight unter Linux ist ab sofort offiziell verfügbar. Hadoop-Cluster lassen sich damit jetzt unter beiden Betriebssystemen – Windows Server und Ubuntu Linux – verteilen. Welche neuen Möglichkeiten mit dem Release außerdem zusammen hängen, hat Scott Guthrie, Chef der Microsoft-Cloud-Sparte, zusammengefasst.

Bei Azure HDInsight handelt es sich um eine cloudgestützte Hadoop-Verteilung auf Basis der Hortonworks-Data-Platform-(HDP)-Hadoop-Distribution. Der Dienst stellt ein Software-Framework für die Verwaltung, Analyse und Berichtserstellung großer Datenmengen (Big Data) bereit. Als zugrundeliegendes Betriebssystem wird entweder Windows oder Linux genutzt, wobei HDInsight unter Linux bisher nur in einer Preview bereitstand. Ab sofort ist die Variante aber offiziell verfügbar, das gab Microsoft jetzt via Blogpost bekannt.

HDInsight unter Linux: Neue Möglichkeiten

Mit HDInsight unter Linux lassen sich Hadoop-Cluster fortan auch unter Ubuntu verteilen. Diese Option sollte man laut Microsoft dann verwenden, wenn man mit Linux oder Unix und der Migration von einer vorhandenen Linux-basierten Hadoop-Lösung vertraut ist oder sich eine einfache Integration mit Komponenten des Hadoop-Systems wünscht, die für Linux konzipiert sind.

Auch das Hadoop-Ökosystem wird dank des neuen Releases erweitert: bisher eingeschlossen waren Implementierungen von Sturm, HBase, Pig, Hive, Sqoop, Oozie, Ambari uvm. Jetzt soll es einen noch breiteren Support und damit eine größere Auswahl an bevorzugten Tools und Applikationen geben, auf denen sich Hadoop-Workloads ausführen lassen.

HDInsight unter Linux bringt außerdem neue Funktionen wie Cluster-Scaling, Virtual Network Integration und einen Script-Action-Support mit. Als Alternative zum Hadoop-Cluster-Type lassen sich nun zudem HBase- und Storm-Cluster unter Linux erstellen. Das kann zum Beispiel bei der Entwicklung von IoT-Anwendungen hilfreich sein.

Cluster erstellen

Das Erstellen von Clustern soll ab sofort ebenfalls unkomplizierter sein: HDInsight Cluster unter Linux lassen sich zukünftig im Azure-Management-Portal im Data-+-Analytics-Bereich erstellen. Scott Guthrie, Chef der Microsoft Cloud and Enterprise Group, erklärt hierzu:

Simply select Ubuntu from the cluster operating system drop-down, as well as optionally choose the cluster type you wish to create (we support base Hadoop as well as clusters pre-configured for workloads like Storm, Spark, HBase, etc).

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Konfigurationseinstellungen mit Ambari, Quelle: Microsoft

Die Verwaltung der HDInsight-Linux-Cluster übernimmt jetzt außerdem Apache Ambari. Mit Ambari lassen sich beispielsweise Konfigurationseinstellungen der Hadoop-Cluster anpassen während man gleichzeitig einen Einblick in die Performance des Clusters erhält.

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Workloads mit Hue verwenden, Quelle: Microsoft

Darüber hinaus lassen sich Linux Cluster nun anpassen, indem man ergänzende Applikationen und Hadoop-Komponenten installiert, die nicht standardmäßig zum HDInsight-Deployment gehören. Eine ähnliche Option für HDInsight-Windows -Cluster gibt es bereits. Hierfür lassen sich Bash-Scripts mithilfe der Script-Action-Funktion nutzen. So ist es etwa möglich, Hue auf einem HDInsight-Linux-Cluster zu installieren und es mit den Workloads zu verwenden.

Alle weiteren Infos rund um HDInsight unter Linux gibt´s im SQL-Server-Blog und im Blog von Scott Guthrie.

Aufmacherbild: Flying Elephant von Shutterstock / Urheberrecht: Aaron Amat

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