Wohin geht die Reise als nächstes?

Kubernetes geht weit über Container hinaus
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Kubernetes ist mit der Zeit über die reine Orchestirerung von Containern hinausgewachsen. Mittlerweile bewegt sich K8 sogar in die Richtung, dass es ein Betriebssystem für die Cloud werden könnte. Wir schauen uns an, wohin es als nächstes geht.

Kubernetes lässt sich nicht mehr nur auf Container begrenzen. Es wird zu einem Betriebssystem für die Private und Public Cloud werden. Die Technologie begann als Orchestrator für containerisierte Apps, wodurch Deployment-Zeiten beschleunigt und die Portabilität von Apps erhöht wurden. Wir schauen uns an, wohin es als nächstes geht.

Als Apple 2001 seinen ersten iPod veröffentlichte, wurde durch dieses Wunderwerk der Ingenieurskunst der Markt für tragbare Musik-Player grundlegend verändert, aber es war auch der Beginn von etwas viel Größerem. Das iPhone baute auf den Fortschritten des iPods auf und fügte eine erstaunliche Antenne, ein Touch-Display und schließlich den App Store hinzu. Plötzlich war Musik nur eine App unter vielen und Handys hatten sich für immer verändert.

Hier steckt eine Parallele zu Kubernetes, das sich schnell über seine eigentliche Rolle als Container-Management hinaus entwickelte. Die Technologie begann als ein Orchestrator für containerisierte Apps, wodurch Deployment-Zeiten beschleunigt und die Portabilität von Apps erhöht wurden. Das wird sich auch nicht wieder ändern – den Effekt, den Kubernetes auf Software Agility und Automation hat, ist so tiefgehend wie der des iPods auf Musik.

Aber genauso wie der iPod zum iPhone und schließlich zum App Store führte, hat sich ebenfalls Kubernetes schnell weiterentwickelt und wird nun als herstellerneutrale Steuerungsebene für die breitere IT-Infrastruktur eingesetzt. Erweiterungen wie CSI, CNI und OCI erlauben es Kubernetes, Speicher-, Netzwerk- und Rechenressourcen – also die Heilige Dreifaltigkeit der Infrastruktur – sowie die Apps selbst zu managen und zu orchestrieren.
Plötzlich lässt sich die Infrastruktur dank Kubernetes ganz einfach entsprechend der spezifischen Anwendungsanforderungen bereitstellen und von einem App-Administrator über eine automatisierte, selbstverwaltete Schnittstelle steuern. Das bedeutet, dass man nicht mehr auf IT-Anfragen warten muss – oder auf die Fehlkommunikation und menschlichen Fehler, die diese mit sich bringen können. App-Teams können sich so schnell bewegen, wie sie es wollen, ungebremst von der IT.
Aber Kubernetes ist da noch lange nicht fertig, wie die vielen Innovationen auf der KubeCon/Cloud NativeCon im November gezeigt haben. Wenn Kubernetes heute in der späten Pubertät steckt, wohin wird es gehen, wenn es weiter reift? Hier sehe ich, wohin sich Kubernetes als nächstes hin entwickeln wird:

Nicht containerisierte Apps

Kubernetes wird die Steuerungsebene für alle Apps werden, die auf VMs laufen, egal, ob sie containerisiert sind oder nicht. Kubevirt kann hier als Beweispunkt dienen und macht sich daran, sich im Mainstream zu etablieren, indem es Kubernetes erlaubt, VMs aufzustellen und zu orchestrieren. Wenn das passiert, werden Unternehmen in der Lage sein, ihre virtualisierten Workloads zu verwalten, ohne die VMware-Suite zu benötigen, was einen starken finanziellen Anreiz darstellt. Anthos von Google geht in die gleiche Richtung und wird schon bald VM Workloads in einer hybriden Umgebung ohne VMware laufen lassen können.

Infrastrukturverwaltung

Herkömmliche Speicher-, Netzwerk- und Rechenressourcen werden alle von einem Kubernetes-Admin in einem Self-Service-Modell genutzt und verwaltet, statt wie bisher für jeden Bereich einen eigenen Admin zu benötigen. Dadurch wird die Infrastrukturverwaltung sehr vereinfacht und beschleunigt und Unternehmen werden weniger auf proprietäre Verwaltungs-Tools von großen Equipment-Anbietern angewiesen sein. Weiterhin wird es einen großen Einfluss auf IT-Skills haben. Kluge Admins sollten sich möglichst schnell für Kubernetes zertifizieren lassen.
Im Endeffekt wird Kubernetes ein Betriebssystem für die Private und Public Cloud werden. Bisher mussten Unternehmen mit einem Sammelsurium an verschiedenen Lösungen von der Hardware über die Software bis hin zu Cloud-Anbietern umgehen, um ihre Infrastruktur und ihre Apps zu verwalten. Das ist sowohl kostenintensiv als auch ineffizient. Deshalb verschmilzt die Branche mit Kubernetes als übergreifende, standardbasierte Lösung für das App- und Infrastrukturmanagement. Ich glaube, dass Kubernetes innerhalb von 5 Jahren jede dieser verschiedenen Lösungen ersetzen wird und die universelle Verwaltungslösung für On-Prem und Cloud wird. Und zwar eine die offen, preiswert und wirklich Multi-Cloud ist.

 

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