CoreOS launcht Rocket – den Docker-Killer
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Die Macher des Linux-Betriebssystems CoreOS haben mit Rocket einen Prototyp veröffentlicht, der es mit Docker aufnehmen soll.

Dabei handelt es sich um eine alternative Docker-Runtime auf Basis der App Container Specification. Der Grund für die Neuentwicklung seien grundlegende Fehler aus Sicherheits- und Architektursicht des Docker-Prozessmodells.

Rocket 0.1.0

Bei Rocket, das gestern Abend als Prototyp mit der Versionsnummer 0.1.0 auf GitHub veröffentlicht wurde, handelt es sich um eine kommandozeilenbasierte App-Container-Runtime, die vor allem auf Servern mit strengsten Sicherheits- und Produktionsanforderungen ausgerichtet ist. Eigens dafür wurde eine App-Container-Spezifikation geschrieben, die alle Einzelheiten der Container, wie sie von CoreOS definiert werden, beschreibt.

Das Problem sei vor allem, dass Docker sich von der ursprünglichen Aufgabe, nämlich dem Entwicklern einer soliden und stabilen Container-Technologie, entfernt habe. Viel mehr gehe es dem Unternehmen mittlerweile um ein Tool-Ökosystem – das eigentliche Ziel wurde dabei aus den Augen verloren.

Doch das ist nicht alles – weitere Hintergründe werden im FAQ der offiziellen Ankündigung klar und ziemlich provokant auf den Punkt gebracht:

We cannot in good faith continue to support Docker’s broken security model without addressing these issues. Additionally, in the past few weeks Docker has demonstrated that it is on a path to include many facilities beyond basic container management, turning it into a complex platform. Our primary users have existing platforms that they want to integrate containers with. We need to fill the gap for companies that just want a way to securely and portably run a container.

Detailliertere Hintergründe bietet ein öffentlicher Hangout, der heute Abend um 20:00 Uhr deutscher Zeit stattfinden soll.

App-Container-Spezifikation

Die App-Container-Spezifikation beschreibt verschiedene Bereiche eines App Containers. Die Ziele der Spezifikation sind es unter anderem, einen schnellen Download und Start von Container zu gewährleisten, unabhängige Implementierungen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass App-Container-Images verifizierbar bleiben. Die vollständige, von CoreOS initiierte Spezifikation findet man auf GitHub.

CoreOS solle allerdings auch in Zukunft mit Docker ausgeliefert werden. Durch die detaillierte Spezifikation sei es Docker allerdings ebenfalls möglich, App Container zu implementieren.

So viel zunächst zum Release von Rocket 0.1.0. Im Laufe des Tages werden wir euch mit weiteren Hintergründen versorgen.

BTW: Wenn Sie mehr über Docker wissen möchten, empfehlen wir Ihnen das Docker-Spezial unserer Kollegen vom Entwickler Magazin zum leichten Einstieg in die Container-Virtualisierung:

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