Das Empire schlägt zurück: Microsoft vs. Mozilla
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Das ging schnell: Nachdem Paul Rouget gestern ziemlich scharf gegen Microsofts Internet Explorer 9 geschossen hatte, bezogen die Redmonder nun Stellung dazu. Die Quintessenz: Mozilla weiß nicht, wovon

Das ging schnell: Nachdem Paul Rouget gestern ziemlich scharf gegen Microsofts Internet Explorer 9 geschossen hatte, bezogen die Redmonder nun Stellung dazu. Die Quintessenz: Mozilla weiß nicht, wovon Webentwickler und Anwender träumen.

While they grudgingly concede that IE9 is „a step in the right direction“, they seem to be operating under a very narrow definition of what „modern“ means, that I don’t think matches the dreams that web developers and end-users actually have.Tim Sneath, 2011

Microsoft weiß also, was der Markt sich wünscht. Zumindest, was sein Markt sich wünscht. Und wie lautet also die Definition für einen modernen Browser?

Geht es nach den Redmondern, so sind moderne Browser schnell. Sie nutzen alle Möglichkeiten der Plattform, auf die sie laufen, um Grafiken mit der GPU zu rendern und JavaScript über die verschiedenen Kerne der CPUs ausführen zu lassen. Denn das erklärte Ziel von modernen Browsern sei es, Webapplikationen mit annähernd der gleichen Geschwindigkeit laufen zu lassen wie native Applikationen. Darüber hinaus, so Sneath, müssten dem User mit modernen Browsern ein Erlebnis geboten werden, das bisher nur mit Plug-ins ermöglicht werden konnte. Alles in einem Paket; keine Plug-ins, die das System schwerfällig machen würden.

Und was ist mit HTML5 und Co? Der Sache, die für Mozilla der Grund war, den IE 9 vom modernen Browser als Schritt in die Richtige Richtung „abzuwerten“?

Sneath gesteht zwar ein, dass man Standards in einer frühen Phase einbinden sollte um Entwicklern die Möglichkeit zu geben, damit zu experimentieren – aber von unstable prototypes sollte man Abstand nehmen. Dabei wird HTML5, wenn es nach dem W3C geht, im Jahr 2014 bereits Standard sein. Gleichzeitig sagt er jedoch, dass man Features implementiert, wenn sie fertig sind; nicht dann, wenn noch die Möglichkeit bestünde, dass sie in Kürze wieder über den Haufen geworfen würden.

Nun, Microsoft nimmt es sportlich: To our friends at Mozilla, we admire your passion for the open web, and we look forward to continued competition. Hört man da etwa das Klingeln von Fehdehandschuhen, die sich zwei Konkurrenten um die Ohren schlagen?

Wie dem auch sei – das dürfte jedenfalls noch spannend werden. Die Präferenzen bei uns in der Redaktion sind sehr unterschiedlich und klar abgesteckt – aber wie sieht es bei Ihnen aus? Oder bin ich etwa der Einzige, der auf keines der beiden Pferde setzt?

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