Shopping-Paradies

Teil 3: Das sind die neuen Funktionen von Magento 1.7
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Die Möglichkeit zur Definition von Gutscheincodes gibt es natürlich schon länger. Endlich aber lässt sich eine beliebige Anzahl einmaliger Gutscheincodes vollautomatisch generieren. Das ist praktisch, schließlich ist so garantiert, dass jeder Gutschein tatsächlich nur einmal verwendet werden kann.

Bislang gab es eine solche Möglichkeit in Magento nicht bzw. musste diese über Extensions nachgerüstet werden. Um Gutscheincodes zu generieren, wird eine Preisregel für den Warenkorb angelegt. Sobald innerhalb der Regelinformationen die Option Rabatt auf Nur mit angegebenen Rabattcode gestellt wird, muss das Kontrollkästchen If you select and save the rule you will be able to generate multiple coupon codes. aktiviert werden. Nach dem Abspeichern der Preisregel gibt es innerhalb der Regeldefinition den neuen Menüpunkt Manage Coupon Codes. Über den lassen sich die Gutscheincodes konfigurieren. Dabei bestimmt man, wie viele Codes erstellt werden und wie lang diese jeweils sein sollen. Außerdem lassen sich deren Format, Präfix und Suffix bestimmen. Wer möchte, kann zudem die Anzahl Zeichen angeben, nach denen jeweils ein Bindestrich (xxx-xxx-xxx) eingefügt wird. Abschließend lassen sich die Coupon-Codes über ERSTELLEN generieren (Abb. 2). Die Codeliste kann man anschließend als CSV oder so genanntes Excel XML exportieren.

Abb. 2: Die Coupon-Codes wurden generiert

Abb. 2: Die Coupon-Codes wurden generiert

Apps erstellen

Wer seinen Shop auch als App verfügbar machen will, muss nicht unbedingt Programmierkenntnisse besitzen. Per Mausklick lassen sich in Magento aus einem bestehenden Shop Apps für iPhone, iPad und Android generieren. (Windows Phone wird momentan nicht unterstützt.) Bei der App handelt es sich (auf Wunsch) um eine vollwertige Umsetzung des Shops. Alternativ dazu lässt sich auch ein reiner Produktkatalog für Präsentationen aufbauen. Dort fehlen dann Funktionen wie der Warenkorb und die Bezahloptionen. Wichtige Out-of-the-Box-Funktionen der App sind:

  • Skalierung der Grafiken
  • Einfacher Wechsel zwischen Produktbildern
  • Drag and Drop der Produkte in den Warenkorb
  • Zoom-Funktion

Anlegen lassen sich die Apps über MOBILE | APP VERWALTEN | APP HINZUFÜGEN. Mittels GERÄT wird die Zielplattform eingestellt. Der App müssen ein Name und der passende Store View zugewiesen werden. Entscheidende Bedeutung kommt der Option Reine Katalog-Präsentation zu. Lässt man Nein eingestellt, handelt es sich bei der App um einen richtigen Shop, in dem auch tatsächlich eingekauft werden kann. Wählt man hingegen Ja, erhält man lediglich eine Anzeige der Produkte. Weiter geht es mit dem Punkt GESTALTUNG. Dieser ist im Fall der App entscheidend, da sich ohne dessen Konfiguration die App nicht erstellen lässt. Benötigt werden in jedem Fall zwei Grafiken. Ein ca. 35 x 35 Pixel großes Bild wird zur Anzeige im Header der App verwendet. Ebenso muss eine Grafik angegeben werden, die ca. 320 x 258 Pixel groß ist. Auf diese wird für die Darstellung des Banner-Home-Bildschirms zurückgegriffen. Über den Bereich FARBVORLAGEN lassen sich die Farben der App anpassen. Das betrifft u. a. Schrift, Kategorien und App-Hintergrund. Im TABS-Bereich bestimmt man die Schaltflächen/Tabs, die in der App zu sehen sein sollen. Die Reihenfolge der unteren Tabs lässt sich über die Pfeiltasten verändern. Damit sind die Einstellungen auf dieser Seite vollständig. Über den Menüpunkt INHALT lassen sich Seiten hinzufügen, die im CMS angelegt wurden, wie beispielsweise die AGBs oder das Impressum. In das Feld Bezeichnung wird der Titel der Seite eingetragen. Über das Auswahlfeld kann man die Seite auswählen. Dort sind sämtliche unter CMS | SEITEN VERWALTEN verfügbaren CMS-Seiten hinterlegt. Mit SEITE HINZUFÜGEN lassen sich die gewünschten Seiten mit in die Liste aufnehmen. Welche Bezahloptionen im Shop nutzbar sind, definiert man unter ZAHLARTEN. Interessant ist darüber hinaus der Bereich SOCIAL NETWORKING, über den Twitter, Facebook und/oder LinkedIn verfügbar gemacht werden können. Bei Bedarf werden die gewünschten Dienste auf Ja gestellt. Eine ausführliche Beschreibung zur Konfiguration dieser drei Dienste gibt es auf der Webseite von Magento. Nachdem die Einstellungen gespeichert wurden, muss der bei Magento gekaufte Aktivierungscode angegeben werden. Erwartet werden außerdem Titel, Beschreibung, E-Mail-Adresse und diverse Icons. Mit APP ÜBERMITTELN werden die Einstellungen letztendlich gespeichert. Außerdem müssen ein iOS-Entwicklerkonto oder/und eines für Android eröffnet werden. Nachdem die App übermittelt wurde, kümmert sich Magento um alle weiteren Schritte. Nach kurzer Bearbeitungszeit bekommt man eine Nachricht, wenn die App öffentlich verfügbar ist (Abb. 3).

Abb. 3: So sieht der Shop als App aus

Abb. 3: So sieht der Shop als App aus

Dieser Service wird von Magento natürlich nicht uneigennützig angeboten. Vielmehr muss man dafür tatsächlich etwas bezahlen. Pro Monat werden je Zielplattform 69 US-Dollar fällig. Alternativ dazu zahlt man jährlich 699 US-Dollar für jede Plattform. Diese Investition lohnt sich erst, wenn der Shop tatsächlich das Potenzial hat, auch als App ausreichend Umsatz zu generieren. Wer seinen Shop lediglich auch auf Smartphones und Co. optimal darstellen will, muss nicht zwingend zur App greifen. Hier genügt normalerweise ein so genanntes Mobile Theme.

Weiter mit: Teil 4

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