Ein Rückblick

Das war die Build 2014 – Fazit eines Teilnehmers
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Microsofts Entwickler-Konferenz Build 2014 ist zu Ende und es gibt zahlreiche spannende Neuerungen und Entwicklungen im .NET- und Windows-Universum.

Die wohl spannendste Innovation aus Sicht der .NET-Entwickler ist gewiss die  Compiler-Plattform „Roslyn“ sowie die Entscheidung, die neuen C#- und VB-Compiler von nun an als Open-Source-Projekte weiterzuführen. Im Verlauf der Keynote des zweiten Konferenztages war es Anders Hejlsberg selbst, der live den entscheidenden Mausklick durchführte und Projekt „Roslyn“ auf Codeplex veröffentlichte, was ihm tosenden Applaus aus dem Publikum einbrachte. „Roslyn“ stellt aber hier nur die Spitze einer ganzen Reihe von .NET-Technologien dar, die Microsoft zusammen mit der Entwicklergemeinde von nun an unter Open-Source-Lizenzen weitertreiben wird. Im Rahmen der .NET Foundation arbeitet Microsoft von nun an zusammen mit Unternehmen wie Xamarin und GitHub an verschiedensten .NET-Kerntechnologien.

Doch damit war es mit den großen Ankündigungen durch Anders Hejlsberg noch nicht vorbei und in seiner TypeScript-Session erfolgte das offizielle Release der Version 1.0 dieser neuen Programmiersprache. Damit ist TypeScript ab sofort fixer Bestandteil von Visual Studio und somit formal Sprachen wie C# und Visual Basic gleichgestellt.

Eine weitere wichtige Ankündigung, die bereits während der dreistündigen Keynote des ersten Konferenztages erfolgte, betrifft die Konvergenz von Windows Phone und Windows Store Apps. Mit dem Konzept der „Universal Windows Apps“ gibt es nun einen effizienten und eleganten Weg, möglichst viel Code – inklusive XAML Markup – wiederzuverwenden, wenn dieselbe App für beide Plattformen entwickelt werden soll. Was bisher nur durch Umwege und viel Geschick möglich war, wird nun durch einen eingebauten Projekt-Typ von Visual Studio direkt unterstützt. Darüber hinaus wird in naher Zukunft auch die Xbox One eine unterstützte Plattform dieser „Universal Windows Apps“ sein und damit für App-Entwickler völlig neue Märkte und Zielgruppen eröffnen. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich diese Maßnahme als Ganzes auf das Windows-App-Store-Ökosystem auswirkt.

Ein weiteres Highlight stellten zweifellos Visual Studio Online und das Projekt „Monaco“ dar. Hierbei handelt es sich zwar noch um Preview-Versionen, doch Demos dieser neuen Cloud-IDE zeigten bereits beindruckende Einsatzmöglichkeiten.

Wer nach einem Fazit oder einer Tendenz in all diesen Ankündigungen sucht, wird dieses wohl am ehesten im Prinzip der Offenheit finden, das Microsoft in den letzten Jahren immer mehr verinnerlicht hat. Die Zeit, in der hinter verschlossenen Türen an neuen Features und Technologien gefeilt wurde, ist vorbei und die Community wird frühzeitig in Form von Previews und Open-Source-Projekten in Innovationen eingebunden. Diese Offenheit hat im Laufe der Build 2014 ihren vorzeitigen Höhepunkt in der .NET Foundation gefunden und wir können im Moment nur ahnen, wohin uns diese Reise in Zukunft führen wird.

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