10 Vorteile von Multi-Model-Datenbanken
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Moderne Applikationen stellen immer höhere Anforderungen an die verwendeten Datenbanken. Um den Bedürfnissen solcher Applikationen gerecht zu werden, haben sich in der letzten Zeit mehr und mehr NoSQL-Datenbanken am Markt etabliert – doch es lassen sich längst nicht alle Daten in ein solches NoSQL-Modell pressen. Trotz der vielen verschiedenen Datenbank-Optionen stehen Unternehmen oft vor dem Problem einer überfüllten Datenbank innerhalb ihrer Infrastruktur.

Es stellt sich also die Frage: was tun? Die Lösung des Problems könnte eine Multi-Model-Datenbank sein, die nicht nur ein einziges Backend zur Verfügung stellt, das mehrere Applikationen und Produkte unterstützt, sondern auch das Fragmentierungs-Problem beseitigt. Nikhil Palekar hat zehn der wichtigsten Vorteile der Multi-Model-Datenbanken vorgestellt.

Mehr Performance und Flexibilität bei Multi-Model-Datenbanken

Ein Problem vieler Datenbank-Engines ist, dass sie die Verwaltung verschiedener Systeme, Software-Lizenzen, Entwickler und Administratoren erfordern und so für eine unnötig hohe Fragmentierung sorgen. Multi-Model-Datenbanken hingegen stellen ein einziges Backend zur Verfügung, mit dem mehrere Applikationen und Datenmodelle unterstützt werden. Damit bieten sie Unternehmen zahlreiche Vorteile gegenüber der bisherigen Lösung. Dazu zählen laut Nikhil Palekar zum Beispiel:

Zusammenlegung von Datentypen Ein besonders großer Vorteil von Multi-Model-Datenbanken ist vor allem, dass sie unterschiedlichen Datentypen für verschiedene Use Cases unterstützen und in einer Plattform zusammenlegen. So ist man nicht nur deutlich flexibler beim Umgang mit einzelnen Datentypen, sondern profitiert auch von einer gemeinsamen Storage-Engine-Technologie.

Performance-Skalierung Mit steigender Nutzung einer Applikation steigt auch die Anforderung an die Datenbank-Performance – und die kann sich mit der Zeit verändern. Multi-Model-Datenbanken ermöglichen daher das individuelle Skalieren verschiedener Komponenten. So können zum Beispiel Teile des Backendsystems horizontal statt vertikal skaliert werden, etwa wenn die Speicheranforderungen steigen.

Komplexität und Flexibilität der Anwendungen Ein besonders großes Problem der Fragmentierung durch mehrere Datenbanken ist die größere Komplexität der Anwendung und der Entwicklung der Datenbank. Dazu kommt, dass man bei einem einzigen Datenmodel nur wenig flexibel ist. Multi-Model-Datenbanken hingegen bieten die Möglichkeit, mehrere Datenmodelle auf einer einzigen zugrunde liegenden Storage-Engine auszuführen, wodurch man einerseits flexibler im Umgang mit den Datenmodellen ist, andererseits aber für weniger komplexe Anwendungen sorgt.

Zuverlässigkeit Datenbank-Downtimes sorgen oft nicht nur für hohe Kosten sondern auch für eine schlechte User Experience. Multi-Modell-Datenbank sollen darum für zuverlässigere Datenverwaltung sorgen, weil das Risiko, dass eine Datenbank nicht funktioniert und so auch das gesamte System und Applikation außer Gefecht setzt, minimiert wird.

Multi-Model-Datenbanken sorgen für niedrigere Kosten

Neben der Performance und der Flexibilität bieten Multi-Modell-Datenbanken aber auch viele weitere Vorteile, etwa, was die Kosten und Fehlertoleranz der Datenbank angeht.

Datenkonsistenz Die meisten Datenbanksysteme ermöglichen die Datenbewegung zwischen verschiedenen Datenbanksystemen nur schwerlich. Es gibt also kaum einen einfachen Weg, die Konsistenz der Daten in den einzelnen Systemen sicherzustellen. Mit einem einzigen Backend soll jedoch genau das vereinfacht werden.

Fehlertoleranz Dafür zu sorgen, dass ein System mit mehreren Komponenten fehlertolerant funktioniert, ist keine leichte Aufgabe – gerade, wenn es um die Integration mehrerer Systeme geht. Dazu kommt der Zeit- und Kostenaufwand, und selbst dann gilt, wie Nikhil Palekar erklärt:

the fault tolerance of your whole system then depend on the weakest subsystem in the backend.

Da es bei Multi-Model-Datenbank keine verschiedenen Systeme gibt, auf die Rücksicht genommen werden muss, lassen sie sich leichter fehlertoleranter gestalten.

Kosten Je mehr Datenbanksysteme man nutzt, desto höher sind die Kosten – und zwar, was die Hardware, Software und Anwendungskosten jedes einzelnen Systems angeht. Dazu kommt der Zeit- und Kostenaufwand für das Maintainen mit dem Einspielen von Updates, Bug-Fixes und Software-Modifizierungen. Bei Multi-Modell-Datenbanken sind durch die geringere Anzahl an Komponenten die Kosten darum deutlich niedriger.

Transaktionen Das zur Verfügung stellen von Transaktionen über mehrere Datenbanken hinweg ist ebenfalls eine große Herausforderung. Multi-Model-Datenbanken benötigen Transaktionen, um sicherzustellen, dass die Daten gleichmäßig in der Datenbank gespeichert werden, wodurch sie Teil eines flexibel skalierbaren Systems sind, das Unternehmen den Umgang mit seiner Datenbankinfrastruktur deutlich erleichtert.

Bessere Applikationen Applikationen, die mit einer Multi-Model-Datenbank ausgeführt werden, sind nicht nur leichter skalierbar, sondern bieten auch eine bessere Performance. Dadurch können Entwickler sich zum Beispiel auf das Erstellen besserer Applikationen konzentrieren, anstatt sich auf die Handhabung verschiedener Datenbanksysteme fokussieren zu müssen.

Im Gegensatz zu anderen Datenbank-Lösungen bieten Multi-Model-Datenbanken also viele Vorteile und dürften, so erklärt Nikhil Palekar, damit die Zukunft des Datenbankmarkts bedeuten, um den stetig steigenden Anforderungen der Applikationen gerecht zu werden.

Aufmacherbild: The table with numbers on paper von Shutterstock / Urheberrecht: Hemerocallis

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