Amazon macht die MySQL-kompatible High-End-Datenbank öffentlich zugänglich

Amazon Aurora – es werde Licht!
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Über neun Monate lang war Amazons MySQL-kompatible High-End-Alternative zu bestehenden relationalen Datenbanken in der Preview-Phase. Jetzt ist das Kraftpaket Amazon Aurora für jeden erhältlich.

Im November letzten Jahres war es nichts weniger als ein kleiner Paukenschlag, als auf Amazons Hausmesse AWS re:Invent die MySQL-Alternative Amazon Aurora vorgestellt wurde. Der Shopping-Riese zeigte damit eindrucksvoll, was geschieht, wenn man ein motiviertes Team mit vielen Ressourcen ausstattet und ihm freie Hand gibt: bei einem zu MySQL 5.6 identischen Featureset soll eine bis zu fünfmal bessere Performance im Vergleich zu anderen MySQL-Implementierungen erreicht werden. Außerdem war die Rede von bis zu sechs Millionen Inserts oder 30 Millionen Selects pro Minute für bis zu 64 TB an Daten – eine stattliche Ansage.

Amazon Aurora – Now Available

Während die Veröffentlichung nun schon einige Zeit in der Vergangenheit liegt und Amazon Aurora bisher nur in der Preview-Version zur Verfügung stand, gibt es nun eine gute Nachricht für alle, die schon händeringend auf den Public Release gewartet haben:

Today I am happy to announce that Amazon Aurora is now available for use by all AWS customers, in three AWS regions. During the testing period we added some important features that will simplify your migration to Amazon Aurora.

Neben den neuen Features hat das Team auch an anderen Baustellen gearbeitet, wie Jeff Barr in der offiziellen Ankündigung verrät. So sei das Feedback der Preview-Kunden in das finale Release geflossen, womit man Aurora ordentlich habe feintunen können.

Designed for the Cloud

Über die Zero-Downtime Migration sei es für Amazon-RDS-for-MySQL-Kunden nun möglich, bestehende Datenbank-Instanzen im Zuge einer Kaffeepause zu Amazon Aurora zu migrieren.

Für die Überwachung der Aurora-Instanzen kommt Amazon CloudWatch zum Einsatz, das einen umfassenden Überblick über die Datenbank-Connections, die CPU-Auslastung, fehlgeschlagene SQL-Statements und vieles mehr bietet.

Als besonderes Feature hebt Barr noch die Storage-Architektur hervor, mit der der Replication-Lag zwischen 10 und 20 Millisekunden gehalten werden kann. Übrigens können zu jeder Aurora-Instanz mit wenigen Klicks bis zu 15 Replikationen erstellt werden, die jeweils die Anzahl der gleichzeitigen Selects noch einmal nach oben treiben.

Weitere Informationen findet man auf der offiziellen Amazon Auroa Website sowie in der Dokumentation. Darüber hinaus findet am Mittwoch, den 19. August, um 18:00 Uhr ein Webinar statt, das einen ausführlichen Einstieg in Amazon Aurora bietet – die Anmeldung dafür ist ab sofort möglich.

 

 

Aufmacherbild: Aurora Borealis, Northern Lights von Shutterstock / Urheberrecht: SurangaSL

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