Einführung in die Applikationsentwicklung mit CouchDB

App auf die Couch mit erica
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Der Wunsch, eine Webapplikation, die nur ein Backend benötigt, auf einfachste Art und Weise zu entwickeln, wird mit CouchDB und CouchApp erfüllt. Denn CouchDB ist Datenbank, Webserver und Applikationsserver in einem. Das aus dieser Kombination entstehende Stück Software ist auch bekannt als CouchApp.

Das Formular ist sehr einfach aufgebaut und bedarf keiner großartigen Erklärung. Die Navigation ist ebenfalls sehr einfach, wobei die Click-Events in der Methode register_event_handler() abgefangen werden und dann die entsprechende Ansicht generiert wird. Hier werden auch die Methoden zum Speichern und Löschen von Einträgen getriggert. Diese Arbeitsweise ist für kleine Applikationen absolut legitim, da die Arbeit komplett im Client passiert. Solch eine Art Applikation nennt man auch One-Page-App. Natürlich können diese Methoden auch durch Show– und List-Funktionen (siehe meine vorhergehenden Artikel zum Thema CouchDB) realisiert werden. Um mit der CouchDB zu kommunizieren, wird hier auf das mitgelieferte API aus /_utils/script/jquery.couch.js zurückgegriffen. Dieses API ist zwar schon etwas in die Tage gekommen, erfüllt aber den Zweck. Jedes Mal, wenn Sie Anpassungen an der App vornehmen, müssen Sie sie in die CouchDB pushen. Dazu rufen Sie am einfachsten das Webinterface von erica auf. Alternativ können sie natürlich auch das CLI nutzen. Das Ergebnis ist identisch.

Überblick

Wir haben bis hier ziemlich wenige Schritte ausgeführt, um zu einer einfachen CouchApp zu gelangen. Allerdings ist das Ergebnis doch ganz beachtlich. Sie könnten aus dieser Vorlage und mit ein paar Erweiterungen sehr einfach ein richtig nettes Event-Board bauen. Eine gute Sache wäre ja zum Beispiel eine Registrierung für Benutzer, damit diese eigene Boards erstellen können. Letztendlich haben wir nur die Dateien app.js, index.html, map.js und main.css angepasst, um zum Ergebnis zu kommen.

Fazit

CouchDB ist cool. Und CouchApp ist es auch. Und weil alle guten Dinge drei sind, erica ist auch cool. Sie haben in diesem Artikel gesehen, wie einfach es ist, eine CouchApp zu bauen. Natürlich gibt es wie immer ein paar Voraussetzungen, zum Beispiel das relativ neue Erlang R14. Aber diese Hürde sollte auf allen Systemen zu nehmen sein. Die hier gezeigte Einfachheit bei der Entwicklung von dynamischen und datenbankgestützten Applikationen legt nahe, dass die prototypische Entwicklung von Projekten damit sehr gut realisierbar ist. Versuchen Sie das doch einmal in einem Ihrer nächsten Probleme. Aber immer relaxt!

 

Andy Wenk ist Software Developer bei SinnerSchrader in Hamburg, hat dort viel Spaß mit JavaScript und Ruby on Rails und findet CouchDB cool. Zusammen mit Till Klampaeckel (@klimpong) aus Berlin hat er gerade eins der ersten deutschsprachigen CouchDB-Bücher beim Galileo Computing Verlag fertig gestellt. Sie erreichen ihn unter andy@nms.de und @awenkhh.
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