SaaS-Entwickler aufgepasst

Elastic Database Pools: neue Funktionen für Azure SQL Datenbanken
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Scott Guthrie, Executive Vice President der Microsoft Cloud and Enterprise Group, hat auf seinem Blog die Verfügbarkeit neuer Azure-SQL-Datenbank-Funktionen angekündigt. Die sogenannten Elastic Database Pools sollen Entwicklern mehr Optionen bei der Erstellung von Cloud-Anwendungen an die Hand geben.

SaaS-Entwickler, die regelmäßig hunderte oder sogar tausende unterschiedlicher Datenbanken für ihre Kunden betreiben, erhalten im Rahmen der Azure SQL Database ein Toolset, das die Pflege unterschiedlicher Kundendatenbanken vereinfachen und Kosten überschaubarer machen soll. Mithilfe der sogenannten Elastic Database Pools lassen sich mehrere isolierte und unabhängige Datenbanken auf einem privaten Ressourcenpool ausführen. Darüber hinaus werden neue High-End-Skalierungs-Optionen für Azure-SQL-Datenbanken eingeführt, die die Ausführung größerer Datenbanken mit Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen ermöglichen.

Elastic Database Pools

Gerade wenn eine große Zahl von Datenbanken betrieben wird, sollen die Elastic Database Pools das Erstellen und Pflegen der Datenbank sowie das Performance-Management drastisch erleichtern. Denn da in herkömmlichen kundenspezifischen Datenbanken die Kundendaten separat gemanagt und damit auch separat verschlüsselt und gebackupt werden, ist der Ressourcenverbrauch oft schwer zu berechnen und vorauszusagen.

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Mit den Elastic Database Pools lässt sich laut Guthrie ein Datenbank-Ressourcenpool anlegen (CPU/IO/Speicher), den man je nach Bedarf zuweisen kann, und zwar indem mehrere isolierte Datenbanken darin erstellt und ausgeführt werden. Dank APIs soll das gemeinsame Scripting und Management der Datenbanken einfach von der Hand gehen. Auch die Durchführung zentralisierter Queries und die Ausführung von Reporting Tools quer über alle Datenbanken hinweg soll der Ansatz erleichtern.

Kostenersparnis

Fügt man mehrere Datenbanken dem Pool hinzu, ist man ferner in der Lage durchschnittliche Nutzlasten zu bestimmen, um so insgesamt deutlich weniger Datenbankressourcen zu verbrauchen – und Kosten zu sparen. Dahinter steckt die Überlegung, dass die Ressourcenvorhersage für jede einzelne Datenbank schwieriger ist als eine Aussage über die benötigte Gesamtmenge zu treffen.

Auch preislich hat Microsoft neues zu vermelden. Zu dem bisher verfügbaren Preismodell „Standard Tier“ gesellen sich jetzt noch die „Basic“ und „Premium Elastic Database Pools“. Dabei soll die Migration zwischen den verschiedenen Tiers bequem vonstatten gehen, um es SaaS-Entwicklern zu ermöglichen, flexibel auf Kundenwünsche und –anforderungen zu reagieren.

Aufmacher: Concept of Software as a Service in Cloud Computing technology via Shutterstock / Urheberrecht: TechnoVectors

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