Google beteiligt sich an der Weiterentwicklung von MariaDB
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Wie The Register berichtet, hat Google einen Entwickler damit beauftragt, sich am MySQL-Fork MariaDB zu beteiligen. Denn im Gegensatz zur kommerziell gewordenen Oracle-Datenbank MySQL wird Maria noch komplett

Wie The Register berichtet, hat Google einen Entwickler damit beauftragt, sich am MySQL-Fork MariaDB zu beteiligen. Denn im Gegensatz zur kommerziell gewordenen Oracle-Datenbank MySQL wird Maria noch komplett quelloffen bearbeitet und unter GPL verbreitet, womit sämtliche von Nutzern gemachte Änderungen dem Kernprojekt zurückgegeben werden. Außerdem darf jeder mitbestimmen, wie es mit Maria weitergehen soll. Und da will Google offenbar gerne ein Wörtchen mitreden.

Immerhin ist MariaDB zu „99,99 Prozent binärkompatibel“ mit MySQL, wie sein Gründer Monty Widenius sagt. Damit kann es als Drop-in Replacement benutzt werden, um Oracles MySQL in einem System abzuschaffen. Viele Linux-Distributionen haben angekündigt, genau das zu tun. Bei Fedora 19 wurde das bereits umgesetzt. Auch Wikipedia stellt um auf MariaDB. Da kann man Googles Ansinnen verstehen, in der Entwicklung dieser relationalen Datenbank vorne dabei zu sein.

Auf Register mutmaßt man, dass Google eventuell mit seinem eigenen MySQL-Fork Cloud SQL vorankommen wolle. Und hier hilft es sicherlich, sich an einem deckungsgleichen Projekt zu beteiligen und von der großen Community dahinter zu profitieren. Es heißt weiter, dass noch mehr Firmen angekündigt haben, bei MariaDB mitzumachen.

Eines der größten Hinkebeine bei der Weiterentwicklung von MySQL ist nämlich, dass Oracle seine Test Cases nicht herausrückt. Ohne sie lassen sich MySQL-Forks und darin gemachte Änderungen nur schwierig testen. Derartig gehandicapt können externe Entwickler ein Vorankommen der Datenbank nicht bewerkstelligen.

Widenius und der CEO seiner Beraterfirma SkySQL Patrik Sallner erklären in dem Gespräch, dass sie sich von der Entscheidung Googles erhoffen, dass damit die Relevanz des Projekts Entwicklern stärker gewahr wird, sodass mehr Datenbanken migriert werden und man irgendwann die bisher strikt eingehaltene Kompatibilität zu MySQL aufgibt, um den Spielraum für eigene Entwicklungen zu erweitern.

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