MemSQL verbindet HipHop-Technologie mit SQL
Kommentare

Zwei Ex-Facebook-Entwickler haben mit MemSQL einen neuen Ansatz gefunden, MySQL-Datenbanken zu beschleunigen. Statt dem in Facebook üblichen Memcached-Ansatz, wo teile der Datenbank im schnellen RAM verweilen,

Zwei Ex-Facebook-Entwickler haben mit MemSQL einen neuen Ansatz gefunden, MySQL-Datenbanken zu beschleunigen. Statt dem in Facebook üblichen Memcached-Ansatz, wo teile der Datenbank im schnellen RAM verweilen, transpiliert MemSQL SQL in C++ – ähnlich wie HipHop, das PHP in C++ bzw. danach in Bytecode überführt.

Im Mittel soll sich durch diesen Kniff ein Tempozuwachs um den Faktor 30 ergeben. Die Köpfe hinter MemSQL sind Eric Frenkiel und Nikita Shamgunov, die bei Facebook und Microsoft Berufserfahrung gesammelt haben. Mit ihrem neuen Datenbank-Ansatz haben sie Startkapital von First Round Capital, IA Ventures, NEA, SV Angel, Y Combinator, Paul Buchheit, Ashton Kutcher, Max Levchin und Aaron Levie einstreichen können.

Im Gespräch mit Giga OM sagte Frenkiel, dass MemSQL für Entwickler besonders angenehm ist, da sie nichts Neues dazulernen müssen. Es arbeitet mit der herkömmlichen MySQL-API und es verzichtet auf Memcached. Stattdessen fungiert MemSQL als In-Memory-Ebene, das jüngste Datenbank-Einträge im Arbeitsspeicher ablegt und weniger Performance-kritische Einträge auf den Festplatten in der MySQL-Datenbank ablegt. Wer seine Sharding-Strategie nach diesem Modell bereits ausgelegt hat, muss sie noch nicht einmal neu anpassen.

Der Markt um verbesserte MySQL-Lösungen ist hart umkämpft, und die kleinen Ableger wie VoltDB, NuoDB, ScaleBase, Tokutek, JustOneDB und Clustrix unterbieten sich gegenseitig im Preiskampf gegen OracleDB.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -