MySQL ist nicht mehr wirklich Open Source und Oracle ist schuld
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Aus Oracles geheimtuerischer Politik zu Bugs und Sicherheitslücken in MySQL schließt Giuseppe Maxia, dass der Konzern die Entwicklung des DBMS immer mehr unter Verschluss bringen möchte. Zwar wird der

Aus Oracles geheimtuerischer Politik zu Bugs und Sicherheitslücken in MySQL schließt Giuseppe Maxia, dass der Konzern die Entwicklung des DBMS immer mehr unter Verschluss bringen möchte. Zwar wird der Quellcode in größer werdenden Abständen online gestellt, doch liegt er in einer schwer wartbaren Form vor.

Auch wenn MySQL-Forks wie MariaDB noch regelmäßig Oracle-Entwicklungen aus MySQL in ihre Projekte mergen, und Oracle sich den Commits der Community ab und zu in MySQL annimmt, könne von echtem Open Source nicht mehr die Rede sein, kommentiert Maxia weiter.

Oracle hält die konkreten Sicherheitslücken unter Verschluss, um bestehende Kunden und Anwender zu schützen. Doch damit konzentriere sich der Konzern mehr auf die Bestandskunden und vergisst potenzielle Kunden, die an offenen Lösungen interessiert sind. Der Mehrwert einer Open Source Lösung geht für neue Entwickler verloren, doch dies wolle Oracle nicht erkennen, sagt das MySQL-Gildenmitglied Maxia.

Die Verschleierung von MySQL seitens Oracle hat schon erste Opfer gefordert. Open Source Tools, die von sicheren MySQL-Releases abhängig sind, leiden unter den verzögerten Releases. Erst vergangene Woche berichteten wir von Pinba, einem Performance-Monitor, der eine Zeit lang nicht in Apt verfügbar war, weil Oracle das nötige MySQL-Update noch nicht fertiggestellt hatte, jedoch eine undefinierte Sicherheitslücke in 5.1 meldete.

Was sind Eure Erfahrungen mit MySQL als Oracle-Produkt? Profitiert die Datenbank von professioneller Entwicklung, oder wird dieser Mehrwert durch die Nachteile für die Open Source Community aufgewogen?

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