MySQL Server 5.6: Neue Features, neue Default-Settings
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Der Release Candidate von MySQL Server 5.6 ist schon ein paar Tage im Umlauf. Und dank Veranstaltungen wie der MySQL Connect verbessert sich der Informationsstand um die neue Datenbank ständig. Einige

Der Release Candidate von MySQL Server 5.6 ist schon ein paar Tage im Umlauf. Und dank Veranstaltungen wie der MySQL Connect verbessert sich der Informationsstand um die neue Datenbank ständig. Einige Blogger berichten begeistert von neuen Features aus den Bereichen Partitionierung, Optimizer oder Replikation. Oracle veröffentlicht indes eine Tabelle mit den neuen Default-Einstellungen, die sich im Gegensatz zur bisherigen Version MySQL 5.5 verändern werden.

So schreibt der Oracle-Angestellte und Senior MySQL-Architekt Mikael Ronstrom in seinem Blog, dass im Laufe der Entwicklung von MySQL 5.6 200 Berichte angelegt wurden, die neue Features des Datenbank-Management-Systems beschreiben.

So ist es bei der Partitionierung bald sehr einfach möglich, Partitionen von oder nach Tabellen zu im- oder exportieren. Sofern keine weitere Operation dabei vorgenommen wird, werden diese Änderungen unverzüglich übernommen.
Durch „Änderungen in den Algorithmen“ wurde die Zahl der Locks beim Zugriff reduziert: Nur noch die Partitionen, auf die tatsächlich zugegriffen wird, werden gesperrt. Dafür lässt sich bereits in den Queries festlegen, auf welche Partition konkret zugegriffen werden soll – was die Partitionen vom Handling her den Tabellen angleicht. (SELECT * FROM my_table PARTITION (p7))

Die Replikation wird stark vereinfacht. So sollen Master-Log, Reley-Log, Read Master-Log wegfallen, wie Shlomi Noach ergänzt. Stattdessen gibt es einen einzigen Identifier pro Transaktion im Binary-Log. Slaves können sich auf diese Art viel einfacher mit dem Master verbinden oder andere Server replizieren.
Slaves werden in MySQL 5.6 überdies skalierbar gesteuert, da jedes Schema einen eigenen Thread zugewiesen bekommt.
Binlogs werden über Prüfsummen verifiziert. Damit wird sichergestellt, dass sie auf Master und Slave identisch sind.

Weitere Änderungen betreffen InnoDB, den Query Execution Plan und viele weitere Features. Gerüchte sagen, die Feature-Liste sei länger als alle bisherigen Innovationen zwischen MySQL 5.0 und 5.5 kombiniert. Oracle scheint ordentlich Druck zu machen bei der Entwicklung der kostenlosen Datenbank.

Einen weiteren Blick wert sind die neuen Default Settings für MySQL Server 5.6. Es fällt auf, dass Cache-Größen und Nebenläufigkeits-Raten vergrößert wurden. Query Cache und Sort Buffer hingegen wurden auf 0 beziehungsweise 256 KByte geschrumpft. Orientiert hat man sich dabei an größeren Rechenzentren, jedoch habe man die Zielgruppe der kleinen Server nicht außer Acht gelassen, heißt es in der folgenden Beschreibung.

Der MySQL 5.6.7 Release Candidate ist schon jetzt in der Developer Zone von MySQL.com erhältlich.

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