Buchtipp: SQL Server Source Control Basics

Quellcodeverwaltung bei Datenbankprojekten
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Quellcodeverwaltung ist für die meisten Softwareentwickler nichts Neues. Sie ist ein unerlässlicher Arbeitsprozess, der für jedes halbwegs professionelle Projekt zum Einsatz kommen sollte. Daher gibt es vielen zu denken, dass sie bei der Datenbankentwicklung bisher kaum zur Anwendung kam.

Es fehlte bisher meistens an Unterstützungswerkzeugen, um überhaupt Quellcodeverwaltung bei Datenbankprojekten anzuwenden oder besser gesagt, es fehlte an Werkzeugen, die tatsächlich unterstützten, anstatt die Entwicklung zu verkomplizieren. Einige Anbieter haben in den letzten Jahren Fortschritte gemacht, um diese Lücke zu schließen. Insbesondere in den letzten 12 bis 18 Monaten sind im Bereich Verwaltung sowie Integration einige sehr große Verbesserungen erzielt worden.

Um diese Verbesserungen zu verstehen und sie nahtlos in der heutigen Datenbankentwicklung zu integrieren, haben sich Robert Sheldon und Rob Richardson mit Tony Davis zusammengetan. In acht Kapiteln erklären sie in einer leicht verständlichen, aber dennoch technisch-präzisen Art und Weise, wie man von der Grundidee der Quellcodeverwaltung hin zu automatischen Deployments kommen kann.SQL Server Source Control Basics Red Gate Books, 2014

Die ersten zwei Kapitel befassen sich mit den Konzepten der Quellcodeverwaltung an sich: Was ist Quellcodeverwaltung? Wie funktioniert Versionierung? Wie arbeiten Teams zusammen? Hier werden unterschiedliche Verwaltungsumgebungen vorgestellt und anhand von Beispielen und Bildern klar verständlich dargestellt. Kapitel 3 erklärt, wie man die Quellcodeverwaltung in ein Datenbankentwicklungsprojekt integrieren kann. Hier wird eine der größten technischen Lücken in der Datenbankentwicklung geschlossen und der Weg zu einer vereinfachten Entwicklung aufgezeigt. Der Leser wird mittels eines Beispielprojekts, das in den darauffolgenden Kapiteln immer weiter ausgebaut wird, durch die Grundlagen der Quellcodeverwaltung geleitet.

Kapitel 4, 5 und 6 vertiefen die Details der Versionierung. Es werden die Tücken und Vorteile der Fähigkeiten eines modernen Quellcodeverwaltungssystems vorgestellt. Das in Kapitel 3 vorgestellte Beispielprojekt wird nun genutzt, um die Themen zu erläutern und somit die Theorie etwas näher an die Praxis heranzutragen.
Das Buch wird mit den letzten zwei Kapiteln, die sich um Deployments kümmern, abgerundet. Kapitel 7 befasst sich mit manuellen Deployments und wie man diese sinnvoll und wiederholbar aufbauen kann. Kapital 8 zeigt anhand eines Beispiels, welche Vorteile erzielt werden können, wenn man automatisierte Deployments verwendet.
SQL Server Source Control Basics ist ein gelungenes Buch, um einen Einstieg in die ziemlich neue Welt der Quellcodeverwaltung in SQL-Server-Projekten zu schaffen. Es eignet sich sowohl für Einsteiger, die sich noch nicht mit der Materie auskennen, als auch für erfahrene Entwickler, die bisher aber keine bzw. sehr vereinfachte Quellcodeverwaltung bei SQL-Server-Projekten eingesetzt haben.durkin

 

 

 

 

Aufmacherbild: Glowing blue matrix falling in data center von Shutterstock / Urheberrecht: wavebreakmedia

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