Always Encrypted, Polybase, Stretch Database und Co.

SQL Server 2016 kommt am 1. Juni 2016
Kommentare

Die finale Version des SQL Server 2016 wird ab dem ersten Juni 2016 bereitstehen. Das gab Microsoft jetzt in einem Blog-Betrag bekannt. Damit einher gehen eine Reihe von neuen Funktionen, darunter Always Encrypted, Polybase und Stretch Database.

Eine erste Preview des SQL Server 2016 ging im Mai 2015 an den Start. Zu diesem Zeitpunkt hieß es von Microsoft, die finale Version werde im Frühjahr 2016 erscheinen. Daraus wurde augenscheinlich nichts, doch jetzt steht der Rollout kurz bevor. Ab dem 1. Juni wird der SQL Server in vier Editionen erhältlich sein: Express, Standard, Enterprise und Developer.

SQL Server 2016: Die Funktionen im Überblick

Die neue Version des Datenbanksystems bringt eine Reihe von Neuerungen u.a. im Bereich Performance, Sicherheit und High Availability mit. Weitere spannende Punkte sind die native Unterstützung von JSON und die Verbesserungen im Reportingbereich (Clients für Android und iOS). Aber auch das Thema Big Data und Polybase wird in SQL Server 2016 eine große Rolle spielen. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die neuen Funktionen:

  • Always Encrypted: eine neue Funktion, die von Microsoft Research entwickelt wurde. Die Funktion soll „Daten im Ruhezustand und in Bewegung schützen“. Zudem kann SQL Server mit Always Encrypted Berechnungen mit verschlüsselten Daten durchführen.
  • Stretch Database: eine neue Technologie, die den Zugriff auf historische Daten erlaubt, indem sie warme und kalte Transaktionsdaten dynamisch auf Microsoft Azure ausdehnt
  • Neue In-Database-Analysen mit R-Integration
  • Polybase: Eine Datenverarbeitungs-Engine, die bisher als Teil der SQL Server Parallel Data Warehouse Appliance zum Einsatz kam. Die Engine soll die Verwaltung von relationalen und nicht-relationalen Daten vereinfachen.
  • Neue In-Memory-Techniken
  • Die Sicherheitsfunktion Row-Level-Security
  • Dynamic Data Masking: Verschleierung von Daten in Echtzeit, um unautorisierten Zugriff zu verhindern
  • Temporal-Database-Support: Möglichkeit, Änderungen an Daten zeitlich zu tracken
  • Verbessertes Servermanagement für Master Data Services
  • Verbesserte Backup- und Wiederherstellungsoptionen für SQL Server auf Azure

Alles in allem dürfte also für jeden Entwickler etwas spannendes dabei sein. Laut Microsoft-Expertin Mary Jo Foley (ZDNet) testet Microsoft zudem eine Linux-Version des SQL Server. Die finale Version soll Mitte 2017 zur Verfügung stehen. Alle weiteren Informationen gibt es im Microsoft-SQL-Server-Blog.

Übrigens: Wie die Migration auf die neue Version des Datenbanksystems gelingt, zeigt dieses kurze Channel-9-Video:

Aufmacherild: Glowing blue big data von Shutetrstock / Urheberrecht: sakkmesterke

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -