Viele gute Gründe, sich von MySQL zu verabschieden
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In den letzten Monaten hat die etablierte Datenbank MySQL einige Kritik einstecken müssen. Besonders sein neuer Vermarkter Oracle wird dafür kritisiert, die Entwicklung teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortzusetzen. MySQL-Urvater Monty Widenius antwortete schon vor Jahren mit seinem Fork und Drop-in Replacement MariaDB; einer offenen Alternative.

Parallel häufen sich Expertenmeinungen, die von MySQL abraten. So hat Rikki Endsley im SmartBear-Blog fünf Gründe aufgezählt, die besonders aus marktwirtschaftlicher Sicht gegen MySQL sprechen sollen. Alles ist gefärbt von dem Zwielicht, dass Oracle sich damals mit dem Erwerb der Rechte an der Datenbank den größten Konkurrenten zum eigenen Produkt Oracle DB ins eigenen Haus geholt hat. Endsleys Punkte waren die folgenden:

  1. MySQL ist technisch rückständig, wenn man seine Features mit denen der Konkurrenz vergleicht
  2. MySQL ist eingeschränkt Open Source, da proprietäre Module existieren
  3. MySQL skaliert schlechter als Konkurrenten (laut einer Messung von MariaDB)
  4. MySQL wird ohne öffentliches Mitbestimmungsrecht weiterentwickelt, und es gibt keine öffentliche Roadmap
  5. MySQL verliert öffentlichen Rückhalt (Red Hat Enterprise Linux, Fedora 19, Slackware sowie die Wikimedia Foundation setzen auf Alternativen)

Ein halbes Jahr zuvor hatte Owen Jacobson unter etwas technischerem Licht die MySQL-Situation betrachtet. Er erklärte anhand einiger Praxisbeispiele, warum er denkt, dass MySQL…

  1. schlechter Storage ist
  2. schlecht Daten verarbeitet
  3. schlecht designt ist
  4. keine guten Argumente mehr bietet

Bei seinem Rant hat sich Jacobson orientiert am Hasspamphlet PHP: A Fractal of Bad Design, das Yelp-Entwickler Alex Munroe 2012 vorgestellt hatte und damit große Wellen in der Webcommunity schlug.

Generell macht die Open Source Community schlechte Stimmung gegen MySQL, während die relationale Datenbank im Web-Alltag noch einige Zeit das Sagen behalten wird, wenn man Oracles eigenen Angaben glaubt.

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Bild: Metallic data base icon von Shutterstock / Urheberrecht: Mishchenko Mikhail

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