Debatte um Windows 8 Fragmentierung oder Optionen-Vielfalt
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Nathan Campos, Mobile-Entwickler und bekennender Apple-Liebhaber, wirft dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 in seinem Blog vor, bereits jetzt zu fragmentiert zu sein, als dass es Zuspruch von

Nathan Campos, Mobile-Entwickler und bekennender Apple-Liebhaber, wirft dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 in seinem Blog vor, bereits jetzt zu fragmentiert zu sein, als dass es Zuspruch von Seiten der Nutzer bekommen könnte. Die Fragmentierung sei sogar stärker als bei Android, dessen vermeintlich hoher Fragmentierungsgrad bekanntlich immer wieder Gegenstand von Kritik ist.

Das „fragmentierte“ Windows 8

Woran macht Campos seine Behauptung fest? Windows 8 habe kein einheitliches Interface, sondern wechsele zwischen zwei verschiedenen Varianten hin und her, sagt Campos. Hintergrund ist wohl, dass in das neue Metro UI Elemente von Windows Phone übernommen wurden. Es wurde entworfen für das Tablet und ist auch hier am besten zu nutzen – für den Gebrauch mit einer Maus ist es eher weniger geeignet. Ganz im Gegensatz zum klassischen, schon aus Windows Vista und Windows 7 bekannten Aero UI, das ideal für die Steuerung per Maus ist.

Laut Campos sei es für weniger versierte Computernutzer eine Herausforderung, das ständige Hin- und Herwechseln zwischen den verschiedenen Interfaces zu meistern. Die fehlende Konsistenz von Windows 8 und seine mangelnden Fähigkeiten, innerhalb eines einzigen Interfaces zu verweilen, deuten Campos Meinung nach auf einen eher bescheidenen Erfolg des neuen Betriebssystems hin.

Dazu komme mit Windows 8 für ARM-Chips noch eine weitere Schicht der Fragmentierung hinzu. Immerhin werden die wenigsten Anwendungen für x86 auf ARM-Geräten laufen und umgekehrt – für Campos ein weiterer Hinderungsgrund für die weitreichende Verbreitung von Windows 8.

Windows 8: Fragmentierung oder Optionen-Vielfalt?

In den Kommentaren zu Campos´ Artikel kam jedoch die Frage auf, ob Campos als erklärter Apple-Liebhaber tatsächlich objektiv über ein Windows-Betriebssystem urteilen könne. Ein Leser argumentierte, dass die von Campos als „Fragmentierung“ bezeichnete Situation eher einen Zugewinn an Optionen bedeute und von daher nicht als etwas prinzipiell Negatives betrachtet werden sollte. Und müssen sich Interfaces nicht im Hinblick auf die Zukunft regelmäßig verändern und weiterentwickeln? Könnte nicht Veränderung, wenn auch anfangs umständlich, letztendlich doch Vorteile bringen?

Was denken Sie? Könnte Windows 8 zu fragmentiert sein, um Erfolg zu haben?

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