Debugging leicht gemacht: IntelliTrace in Visual Studio Ultimate 2015 mit Änderungen der Kernfunktionalität
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Die Fehlerbereinigung gehört zu den Routinearbeiten eines Entwicklers; eine Arbeit, die extrem umständlich und zeitaufwendig sein kann. Oftmals gehört auch ein gerüttelt Maß an Raterei dazu, um beispielsweise den ersten Haltepunkt zu finden – der nicht zwangsläufig der richtige ist.

IntelliTrace hilft dabei, die somit verschwendete Zeit beim Debugging zu minimieren. Seit Visual Studio 2010 ist die IntelliTrace-Funktion in Visual Studio enthalten. Zwar wurden stetig neue Features hinzugefügt, die Kernfunktionalität blieb bislang jedoch unverändert.

Dies ändert sich nun: In Visual Studio 2015 wurde IntelliTrace in das neue Diagnostic-Tools-Fenster integriert, das Informationen und Daten zu Debugger Events (mit IntelliTrace) sowie zum Memory-Usage- und CPU-Usage-Tool anzeigt. Das Fenster wird nach Beginn des Debugging automatisch geöffnet, „dockt“ neben dem Code an und bietet drei IntelliTrace-spezifische visuelle Komponenten an.

1. Debugger Events Details

Bei dieser Komponente handelt es sich um eine tabellarische Ansicht aller Daten, die während der Ausführung der Anwendung gesammelt wurden. Die Auflistung gliedert sich dabei in die Kategorien Event (Kurzbeschreibung des Events), Time (s) (zeigt an, wie viele Sekunden die Anwendung lief, bis das Event gesammelt wurde), Duration (ms) (zeigt die Dauer des Events in Millisekunden an) und Thread (Name bzw. ID des Threads, der für das Event verantwortlich ist).

Der Nutzer kann sich nun beispielsweise mit einem einfachen Klick die Debug-History einzelner Events anzeigen lassen, Details eines ausgewählten Events ins Clipboard kopieren oder Events nach Threads filtern.

2. Debugger Events Timeline

Hierbei handelt es sich um eine Visualisierung der Anwendungsausführung als Zeitleiste. Diese umfasst die Tracks Break Events (zeigt die Events, die für den Stopp der Anwendungsausführung verantwortlich sind), Output Events (zeigt die Events des Output-Fensters) und IntelliTrace Events (alle weiteren Events). Je nach Relevanz werden die Events dabei farblich markiert.

Um Details nur für bestimmte Events angezeigt zu bekommen, kann der User per Drag & Drop einen bestimmten Zeitraum auf der Timeline markieren. Weitere durchführbare Aktionen umfassen die gleichzeitige Auswahl von Events in der Tabelle und der Timeline, sowie die Möglichkeit, die Zeit automatisch am Beginn des Haltepunkts starten und an seinem Ende stoppen zu lassen

3. Diagnostic Tools Toolbar

Die letzte Komponente im Bunde erlaubt das Hinzufügen bzw. Entfernen der CPU Usage- und Memory Usage-Tools aus dem Diagnostic Tools-Fenster, das Hinein- bzw. Herauszoomen aus der Timeline, ein Zurücksetzen der Zoom-Ansicht auf die Standardeinstellung sowie das automatische Scrollen der Timeline.

Vorabversion verfügbar

Der Funktionsumfang der neuen IntelliTrace-Version kann im Rahmen der Community Technology Preview (CTP) 5 bereits jetzt ausprobiert werden. Um eine erste Orientierung zu bieten hat Microsoft eine beispielhafte Schritt-für-Schritt-Lösung veröffentlicht.

Aufmacherbild: Code bug. Software bug hidden inside a binary code von Shutterstock.com / Urheberrecht: Mircea Maties

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