Desktop? Mobile? Unify!
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Die oft beschworene Vielseitigkeit von Webtechnologien beginnt nun langsam aber sicher, sich durchzusetzen. Mit HTML, CSS und JavaScript können wir nicht mehr nur Websiten gestalten, sondern vollwertige

Die oft beschworene Vielseitigkeit von Webtechnologien beginnt nun langsam aber sicher, sich durchzusetzen. Mit HTML, CSS und JavaScript können wir nicht mehr nur Websiten gestalten, sondern vollwertige Applikationen für Desktop und Mobilgeräte entwickeln. Ein Framework dazu konnten wir uns heute auf der MobileTech Conference genauer ansehen: Unify.

Was ist Unify?

Unify ist ein klassenbasiertes JavaScript-Framework, das – wie so viele andere – Webentwickler dabei unterstützen möchte, mit ihrem Know-how für verschiedene Devices entwickeln zu können. Das Spannende daran: die Deutsche Telekom vereinigt darin seit seiner Entstehung 2010 verschiedene Frameworks, wie beispielsweise Core und Lowland, um eine möglichst hohe Kompatibilität zu gewährleisten. Und natürlich wird auch das volle Buzzword-Bingo unterstützt; alles ist reines HTML5 und CSS3.

Die Darstellung erfolgt durch Widgets und Views – Layouts steuern dabei die Anordnung der Widgets in Views. Durch die eingebundenen Frameworks wird garantiert, dass das Erscheinungsbild auf allen Devices und in allen Ausrichtungen identisch angezeigt wird. Obwohl die Entwicklung generell etwas an die mit Titanium erinnert, ist bei Unify kein eigenes SDK nötig. Dafür muss man seine erstellte Applikation mit PhoneGap aufbereiten, wenn man in den App Stores dieser Welt vertreten sein möchte.

Dass das auch wirklich funktioniert, hat die Telekom selbst bereits mit zwei Apps unter Beweis gestellt: mit PagePace, dem E-Book Store der Telekom, sowie Mail for iPad, dessen Aufmachung doch sehr an den nativen Mail-Client und die ebenfalls mit Webtechnologien umgesetzte Google-Mail-App erinnert.

Flickr-Client im Live Coding

Im Live Coding stellte Sebastian Fastner in der Session „Desktop? Mobile?Unify!“ die Power des Frameworks vor. Nach dem Download des Pakets zeigte er, wie schnell sich Permutationen für die verschiedenen Browser-Engines erstellen lassen. Damit wird gewährleistet, dass die Applikation in allen Browsern problemlos funktioniert – und es zeigt, dass man sich in diesen Bereichen von den Vorstellungen der klassischen Gestaltung von Websites verabschieden muss.

Momentan ist die dritte Beta des Unify-Frameworks verfügbar; in ein paar Wochen soll das erste Release mit einer vollständigen Dokumentation veröffentlicht werden. Dann werden natürlich auch wir dabei sein und euch Unify ausführlicher vorstellen.

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