6 Trends, die den Einsatz agiler Methoden rechtfertigen
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Der Einsatz von agilen Methoden kann bei der Entwicklung von Software-Projekten viele Vorteile bringen. Dass das nicht einfach nur eine aus der Luft gegriffene Annahme ist, lässt sich mithilfe von Untersuchungen

Der Einsatz von agilen Methoden kann bei der Entwicklung von Software-Projekten viele Vorteile bringen. Dass das nicht einfach nur eine aus der Luft gegriffene Annahme ist, lässt sich mithilfe von Untersuchungen und Statistiken belegen – etwa im Report „Quantitative Analysis of Agile Methods“, der von Reifer Consultants LLC zusammengetragen wurde. Die Studie untersuchte die Produktivität, Kosten und Qualitätsperformance von Software-Entwicklungs-Projekten, die mithilfe agiler Methoden durchgeführt wurden im Vergleich zu Projekten, die auf traditionelle oder plangesteuerte Zugänge setzen – mit eindeutigem Ergebnis.

Sechs Trends und Take Aways agiler Methoden

Immer mehr Software-Entwickler setzen auf agile Methoden, um ihre Produktentwicklung voranzutreiben und zu verbessern. Für die von Reifer Consultants LCC durchgeführte Studie wurden die Daten zu 1.500 Projekte über eine Zeitspanne von zehn Jahren zu Grunde gelegt. Daraus lassen sich sechs Trends ableiten:

  1. Immer mehr Software-Entwickler übernehmen agile Methoden Der Einsatz agiler Methoden findet immer häufiger den Weg in die Arbeit der Software-Entwickler. Knapp 65 Prozent der aktuell durchgeführten Projekte werden bereits agil durchgeführt. Allerdings, so bemängelt die Studie, gebe es einen Mangel an Single-Agile-Engineering-Prozessen, wodurch die Effektivität des Ansatzes und dessen Vorteile eingeschränkt werden
  2. Agile Produktivität Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass agile Produktivität zwischen 10 und 25 Prozent größer ist, als etwa bei traditionellen oder plangesteuerten Software-Projekten. Gleichzeitig nimmt die Produktivität jährlich durchschnittlich um 13 Prozent zu.
  3. Agile Kosten Agile Methoden tragen auch dazu bei, dass die Kosten für Software-Projekte im Vergleich zu Projekten mit traditionellem Ansatz um circa neun Prozent verringert werden können. Zudem zeigt die Studie, dass über einen Zeitraum von zehn Jahren die Kosten um 10 bis 20 Prozent verringert werden konnte, wenn agile Methoden genutzt wurden.
  4. Agile Time-to-Market Agile Time-to-Market wird als die Zeit zwischen Projektbeginn und Software-Veröffentlichung gemessen. Viele traditionelle Software-Projekte setzen dabei auf einen „Alles oder Nichts“-Ansatz, wodurch sich häufig Verzögerungen bei den Releases ergeben. Projekte, die mit agilen Methoden bearbeitet werden, veröffentlichen vor allem Software-Produkte, die Features beinhalten, die User wichtig finden, sodass die Zeit zwischen Projektbeginn und Release bei agilen Projekten zwischen 10 und 50 Prozent kürzer sein kann, als bei traditionellen oder plangesteuerten Projekten.
  5. Agile Qualität Die Qualität bei agilen Projekten wird in der Fehlerdichte nach dem Release gemessen. Im Vergleich zu plangesteuerten Projekten schneiden sie um sechs Prozent besser ab.
  6. Agile Bedeutung Agile Methoden legen den Fokus besonders darauf, ihren Konsumenten Software-Projekte so früh und kontinuierlich wie möglich zur Verfügung zu stellen – und vor allem Software, die für die Nutzer wertvoll ist.

Was heißt das für Software-Entwickler?

Eigentlich sind die Ergebnisse der Studie wenig überraschend. Agile ist der Weg, der sich für viele Software-Projekte anbietet, allerdings darf dabei nicht aus den Augen verloren werden, dass es mit der Einführung der agilen Methoden nicht getan ist. Stattdessen müssen die Vorteile der agilen Methoden weiter ausgebaut und das Momentum beibehalten werden.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die umfangreiche Studie von Reifer, die alle hier genannten Trends und Take-Aways detailliert erläutert und mit hilfreichen Tipps aufwartet, wie die Vorteile der agilen Methoden auf für die eigenen Software-Projekte übernommen werden können und worauf dabei geachtet werden sollte.

Aufmacherbild: Learn Practice Improve Concept von Shutterstock / Urheberrecht: Krasimira Nevenova

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