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Außerdem: Feature-Projekt für die Bootstrap-Komponente in WordPress

Fast Forward: CakePHP 3.4.2 & Firefox mit Puls und Snooze-Funktion
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Heute im Fast Forward: CakePHP 3.4.2 steht mit einigen Bug-Fixes zur Verfügung und Firefox erhält im Test Pilot Program neue Puls- und Snooze-Funktionen. Außerdem ruft das WordPress-Team ein Feature-Projekt für die Bootstrap-Komponente im WordPress-Core ins Leben, tf.Transform hilft beim Preprocessing für Machine Learning und edges2cat wandelt Bilderkonturen in fertige Bilder um.

edges2cats – Machine-Learning-Tool zur Umwandlung von Bild zu Bild

Katzen und das Web – das passt einfach. Man denke nur an die Unmengen an Katzen-Gifs und Katzen-Videos, die sich auf YouTube & Co. tummeln. Aktuell macht das von Christopher Hesse entwickelte Machine-Learning-Tool edges2cats die Runde, das die gezeichneten Konturen von Katzen in „ausgemalte“ Katzenbilder verwandelt.

Das webbasierte Tool nutzt Googles TensorFlow, um ein Bild in ein anderes umzuwandeln. Zum Einsatz kommt dabei ein auf über 2.000 Katzen-Stockfotos basierendes Datenset „to identify edges and fill in simple line art with what it estimates would be the best approximation of a cat“. Je nach künstlerischer Fähigkeit des Users ist das Ergebnis allerdings oft, sagen wir mal, abenteuerlich, wie auch Darrell Etherington weiß (siehe Screenshot).

So gibt selbst der edges2cat-Entwickler Hesse zu, dass viele Bilder „creepy“ seien, weil insbesondere die Augen der Katzen nicht richtig erkannt werden und genau das dem unbedarften Betrachter am ehesten auffällt. Übrigens ist das nicht das einzige Machine-Learning-Tool aus Hesses Feder, eine Übersicht und weitere Informationen dazu bietet seine Projektseite.

Preprocessing für Machine Learning mit tf.Transform

Mit tf.Transform hat Google eine neue TensorFlow-Bibliothek vorgestellt, die es ermöglicht, die Aufbereitung von Daten für Machine Learning anzupassen. Die dafür zuständigen Preprocessing-Pipelines können durch modulare Python-Funktionen definiert werden, die tf.Transform dann mit Apache Beam ausführt. Apache-Beam-Pipelines laufen auf Google Cloud Dataflow; Support für andere Frameworks ist ebenfalls geplant. Zusätzlich zum Anpassen der Preprocessing-Pipelines erlaubt tf.Transform Entwicklern auch, zusammenfassende Statistiken für ihre Datasets zu erstellen und diese so besser zu verstehen. Weitere Details zu tf.Transform stehen auf Googles Research Blog bereit.

Feature-Projekt für die Bootstrap-Komponente in WordPress

Eigentlich ist der Bootstrapping-Prozess des WordPress-Cores – alternativ auch als Bootstrap/Load-Komponente bekannt – ein wichtiger Bestandteil des Systems. So muss diese nicht nur performant und zuverlässig, sondern gleichzeitig flexibel für Entwickler und Administratoren anpassbar sein. Problem an der Sache: die Dokumentation der Komponente ist nicht ausreichend und nur wenige WordPress-Entwickler kennen den tatsächlichen Workflow. Das soll sich dank eines neuen Feature-Projekts nun ändern. Im WordPress-Entwicklerblog hat Alain Schlesser das Proposal für die „Nextgen Bootstrap/Load“-Komponente vorgestellt – inklusive der Ziele und geplanten Projektphasen. Bei der Community stieß das Proposal übrigens bereits auf einige Zustimmung, wie die Kommentare zu dem Blogpost zeigen. Wer sich an dem Projekt beteiligen will, findet alle Informationen dazu im oben genannten Post.

CakePHP 3.4.2 steht zur Verfügung

Es geht zügig mit der Entwicklung von CakePHP weiter, aktuell steht mit CakePHP 3.4.2 bereits das zweite Maintenance-Release für die aktuelle Framework-Version bereit. Im Fokus stehen erneut verschiedene Bug-Fixes, darunter die Verbesserung der API-Dokumentation sowie ein Fix für ein Memory-Leak im ORM EagerLoader. Außerdem behebt das Update einige Kompatibilitätsprobleme mit PHPUnit 5.7 und 6.0. Darüber hinaus bringt CakePHP 3.4.2 auch einige weitere Bug-Fixes mit; alle Änderungen sind im zugehörigen Blogpost im CakePHP-Blog sowie dem Changelog zusammengefasst. Die neue Framework-Version steht auf GitHub zum Download zur Verfügung.

Firefox mit Puls und Snooze-Funktion

Bei Mozilla hatte man damals, im Mai 2016, das Test Pilot Program aufgesetzt – dort wollte man allerhand neue Funktionalitäten und Features auf ihre Marktreife und Sinnhaftigkeit testen. Aktuell gibt es wieder zwei Neuerungen zu bestaunen, die zumindest in der Redaktion auf sehr unterschiedliches Echo stoßen.

Zum einen wäre da das Pulse-Icon in der Adresszeile. Ein Klick darauf gibt Nutzern die Möglichkeit, die User Experience der mit dem Firefox besuchten Seite zu bewerten und die Entwickler des Browsers auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen. So weit zu den sinnigen Neuerungen.

Kurioser ist da schon die Funktion „SnoozeTab“. Damit lassen sich beliebige Tabs schließen – der Clou daran ist jedoch, dass sie nach einer vom Nutzer zu wählenden Zeit wieder aufpoppen. Alles in allem also eine Art „Wiedervorlage“ für Browser-Tabs. Klingt vom Prinzip her zwar durchaus brauchbar, aber welcher Nutzer weiß schon, wann er für den Medium-Post über die (Un)Tiefen des Rendering-Vorgangs in Browser-Engines die erforderliche Zeit aufbringen kann? Und was, wenn zeitgleich auf einmal 20 Tabs aufploppen (mal ehrlich – das dürfte bei den meisten von uns nicht selten der Fall sein …)? Das dürfte den ohnehin schon speicherhungrigen Fuchs noch einmal ordentlich von den Reserven naschen lassen …

Na ja, am Ende wird man sehen, ob sich eines der Features durchsetzt. Weitere Hintergründe und Screenshots findet man in der offiziellen Ankündigung.

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