Cortana: Schnellere und bessere UX in Apps

Cortana in Apps integrieren
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Cortana ist vielen bereits vom Windows Phone bekannt. Seit der Markteinführung von Windows 10 steht der Sprachassistent von Microsoft auf allen Devices, die das Betriebssystem nutzen, zur Verfügung. Da Cortana über natürliche Sprache steuerbar ist, bietet der Assistent einen schnellen und direkten Zugriff auf die zugrundeliegende App. Cortana kann Entwicklern dabei helfen, ihre App-Experience zu erweitern und zu verbessern.

Das Sprachassistent-System Cortana kann Entwickler unter anderem dabei unterstützen, nutzerfreundlichere Apps zu entwerfen und relevante Unterhaltungen mit ihren Kunden zu führen. Da Windows 10 Mobile bald veröffentlicht wird und Windows 10 mittlerweile auf über 75 Millionen Devices läuft, liegt es natürlich im Interesse Microsofts, dass Cortana aich in Universal Apps eingesetzt wird. Was alles mit Cortana möglich ist, stellt Clint Rutkas im Microsoft-Blog vor: Es wird gezeigt, was nötig ist, um Cortana in Apps zu integrieren und welche Möglichkeiten es gibt, wie eine App mit dem Endkunden interagieren kann. Als Codebasis dient dabei das AdventureWorks-Sample, das auf GitHub zum Download bereit steht.

Hey Cortana, lass uns plaudern

Da die Interaktion mit Cortana sprachbasiert ist, sollte sich auch die User Experience so gestalten, als würde man eine tatsächliche Unterhaltung führen. Um erfolgreiche Interaktionen zu erhalten, stellt Microsoft vier Prinzipien heraus:

  • Efficient: Less is more. Be concise and use as few words as possible without losing meaning
  • Relevant: Keep the topic on track. If I request my favorite ABBA song be added to my playlist, don’t tell me my battery is low as well. Instead, confirm to me I’ll be rocking out to ABBA shortly
  • Clear: Write the conversation for your audience. Be sure the dialogue uses everyday language instead of jargon that few people may know.
  • Trustworthy: Responses should accurately represent what is happening and respect user preferences. If your app hasn’t completed a task, don’t say it has. And don’t return dialog that someone may not want to hear out loud

Auch sollten Entwickler darauf achten, dass die Kommunikation mit Cortana lokalisiert ist, vor allem wenn das bereits auf den Rest der App zutrifft. Zur Zeit ist der Sprachassistent in den USA, Großbritannien, China, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland verfügbar.

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Cortana beibringen, auf welche Kommandos zu reagieren ist

Um Sprach-Interaktionen zu definieren, nutzt Cortana Voice Command Definition (VCD). Diese Datei kann XML-basiert oder via Code generiert sein. Läuft eine App zum ersten Mal, werden automatisch die Command-Sets in VCD installiert. Ist die App aktiviert, sollte InstallCommandSetsFromStorageFileAsync im OnLaunched-App-Event abgerufen werden, um die Befehle, auf die Cortana hören soll, zu registrieren. Wichtig ist, dass die Voice Command Daten nicht gesichert sind, falls ein Backup wiederhergestellt und die App neuinstalliert wird. Aus diesem Grund sollten Entwickler die VCD-Datei jedes Mal initialisieren, wenn die App startet bzw. aktiviert wird.

Wie sollte die App mit Cortana interagieren?

Es existieren unzählige Wege, auf denen eine App mit Cortana interagieren kann. Die drei häufigsten Arten sind folgende:

  1. Have Cortana launch your app. Along with launching your app to the foreground, you can specify a deep link for an action or command to execute within the app.
  2. Within Cortana, allow simple user interaction for your app to store or return data in the background.
  3. Within Cortana, let your app and user interact with each other.

Cortana eignet sich auch, um komplexe Applikationen für den Nutzer verständlicher zu machen. Denn einige Aufgaben lassen sich mittels Sprachsteuerung schneller und genauer erledigen. Außerdem kann Cortana Daten zurück zum User liefern oder diese speichern. Wie das genau funktioniert, ist im Windows Dev Center beschrieben. Auch für umfangreichere Interaktionen zwischen App und Nutzer ist Cortana hilfreich. So lassen sich verschiedene Arten von Bildschirmen festlegen, um folgende Funktionsweisen zu unterstützen: Successful completion, Hand-off, Progress, Confirmation, Disambiguation, Error.

Cortana – hilfreiche Unterstützung für Entwickler

Die in diesem Artikel vorgestellten Einsatzmöglichkeiten sind nur Beispiele. Cortana bietet Entwicklern vielfältige Optionen, um ihre Apps einfacher und benutzerfreundlicher zu gestalten. Zudem kann Microsofts Sprachassistent bei der Nutzerbindung helfen. Ausführliche Informationen und Codepassagen finden sich im Windows-Blog. Entwickler sind dazu aufgerufen, sich am „Adding Cortana to your app“-DVLUP-Wettbewerb zu beteiligen: Entwickler, die ihre Apps im Windows Store einreichen, haben die Chance auf Gutscheine oder Developer Tools.

Aufmacherbild: 3D. Communication, Connection, Listening. von Shutterstock / Urheberrecht: www.BillionPhotos.com

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