VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Developer Preview von Carmel, EditorVR offiziell verfügbar & Bridge – ein neues Headset fürs iPhone
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Diese Woche dabei sind unter anderem die Verfügbarkeit einer ersten Developer Preview des WebVR-Browsers Carmel, das Erscheinen von Unitys Toolset EditorVR und die Vorstellung von Bridge – einem neuen VR-Headset fürs iPhone.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen. Das stammt diese Woche von der BBC, gehört genau genommen in den Bereich „Entertainment“ und nimmt sich eindrücklich einem aktuellen Krisenthema an.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Bridge: Mobile Headset mit Inside-Out-Tracking fürs iPhone

Inside-Out-Tracking für Mobile-VR-Headsets: Daran arbeiten derzeit eine ganze Reihe Unternehmen. Die in San Francisco ansässige Firma Occipital wählt dafür allerdings einen etwas ungewöhnlichen Weg. Statt bestehende Headsets mit zusätzlichen Kameras zu modifizieren, bringt deren neues Mobile Headset „Bridge“ eine anpassbare Linse mit, die das Field of View des damit genutzten iPhones auf 120 Grad erweitert.

Darüber hinaus kommt das Device, das exklusiv auf die Nutzung mit einem iPhone 6, 6s oder 7 ausgelegt ist, mit einem eigenen Structure-Sensor. Damit soll sowohl die Mobile-VR-Experience um Positionstracking erweitert als auch neue Mixed-Reality-Experiences ermöglicht werden. Ebenso kommt das Bridge-DevKit – die sogenannte Explorer Edition – mit einem Unity-Plugin und einer eigenen Bridge Engine.

Das folgende Video bietet einen ersten Eindruck von Occipitals neuem Headset:

Die Bridge Explorer Edition kostet 499 US-Dollar; die Standard-Edition des Headsets soll ab März 2017 für 399 US-Dollar verfügbar sein. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Jamie Feltham sowie die Produktwebsite.

AR-/VR-Headsets: 61 Millionen Lieferungen bis 2020

Aktuell beschäftigt man sich mal wieder mit den möglichen Verkaufszahlen von Virtual-Reality-Headsets. Nachdem die von Superdata veröffentlichten Daten zu den Verkaufszahlen von PSVR, HTC Vive, Oculus Rift und Co erst kürzlich deutlich nach unten korrigiert wurden, untersucht nun ein neuer AR/VR-Tracker der International Data Corporation (IDC) den Headset-Markt. Laut der Prognose des IDCs soll die jährliche Wachstumsrate von AR-/VR-Headsets (Compound Annual Growth Rate, CAGR) rund 108 Prozent betragen. Für 2016 werden etwa 10,1 Millionen Lieferungen von VR-Headsets erwartet, für das Jahr 2020 werden 61 Millionen VR-Headset-Lieferungen vorhergesagt. Im Gegensatz dazu nimmt Augmented Reality aktuell nur einen Bruchteil der Auslieferungen von Headsets ein. Das soll sich aber bis 2020 ändern: das IDC sagt AR eine CAGR von 196,4 Prozent vorher (siehe Tabelle).

Prognose VR-Headsets

Prognose des IDCs zur Wachstumsrate von VR-Headsets 2016 vs. 2020

Mehr Informationen dazu bietet die Pressemitteilung des IDC.

API Conference 2018

API Management – was braucht man um erfolgreich zu sein?

mit Andre Karalus und Carsten Sensler (ArtOfArc)

Web APIs mit Node.js entwickeln

mit Sebastian Springer (MaibornWolff GmbH)

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Developer Preview des WebVR-Browsers Carmel verfügbar

Im Oktober hatte Oculus seinen WebVR-Browser „Carmel“ erstmals vorgestellt. Nun steht Carmel als Developer Preview für die Gear VR zum Testen zur Verfügung. Wie der Name bereits sagt, richtet sich diese Testversion, die sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet, an Entwickler von VR-Experiences, die mithilfe des WebVR-APIs im Browser betrachtet werden sollen. Sie bringt dafür verschiedene Beispiele sowie eine umfangreiche Dokumentation mit, die Entwicklern bei ihren ersten Schritten mit Carmel behilflich sein sollen. Aktuell steht die Carmel Developer Preview nur für die Gear VR zur Verfügung; Support für die Oculus Rift soll jedoch bald folgen. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Jamie Feltham sowie der zugehörige Blogpost im Oculus-Entwicklerblog.

WebVR-Support in neuer Chrome for Android Beta

Wie schon Anfang November angekündigt, bringt die neuste Beta-Version von Chrome for Android experimentellen WebVR-Support mit. Webentwickler, die das API in Chrome 56 Beta für Android nutzen wollen, können sich auf GitHub für den „Original Trial“ anmelden; anschließend stehen ihnen das WebVR-API und die GamePad API Extensions zur Nutzung zur Verfügung. Mehr Informationen dazu finden sich im zugehörigen Blogpost von Brandon Jones im Chromium-Blog.

Unity 5.6 Beta bringt nativen Google-Daydream-Support

Erst vor kurzem brachte Unity in Version 5.5 Support für Windows Holographic und die HoloLens. Nun steht in der aktuell zum Testen verfügbaren Beta von Unity 5.6 auch nativer Support für Googles Daydream View und Cardboard zur Verfügung. Im Gegensatz zu dem auf der diesjährigen I/O-Konferenz veröffentlichten Google VR SDK for Unity bringt Unity 5.6 laut Ankündigungspost einen flüssigeren Workflow, deutliche Optimierungen und eine verringerte Latenz. Daneben soll die neue Version der Spiele-Entwicklungsengine auch viele weitere Features erhalten, die in den kommenden Monaten implementiert werden. Dazu gehört zum Beispiel Support für das neue Grafik-API Vulkan, verschiedene grafische Verbesserungen oder ein neuer Video-Player mit 4K-Playback und 360-Grad-Support. Alle Neuerungen lassen sich dem oben genannten Blogpost entnehmen; die Veröffentlichung von Unity 5.6 ist für März 2017 geplant.

EditorVR steht offiziell zur Verfügung

Bleiben wir doch noch einen Moment bei Unity. Im November hatte das Entwicklerteam im Rahmen der Unite 2016 EditorVR angekündigt – allerdings ohne ein genaues Release-Datum zu nennen. Nun steht das Toolkit offiziell für die HTC Vive und die Oculus Rift zur Verfügung und soll Entwicklern beim Erstellen von Content direkt in VR helfen, ohne dass dafür das VR-Headset abgesetzt werden muss. Dafür greift das Toolkit auf die Vive Wands und Oculus-Touch-Controller für eine genaue, intuitive Kontrolle auf verschiedene Settings wie 3D-Fenster oder Objektplatzierungen zu.

EditorVR kann sowohl für die Entwicklung von 2D-Content als auch für die Entwicklung von Virtual-Reality-Experiences genutzt werden. In Virtual Reality wird das bekannte Unity-Interface in Workspaces präsentiert, die jeweils individuell in Platzierung und Größe angepasst werden können. Darüber hinaus bringt das Toolset, so sagt Ben Lang, verschiedene VR-spezifische Extensions mit, die auf Open APIs basieren und das Erstellen neuer oder die Erweiterung bestehender Tools ermöglichen.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Xbox One Streaming auf die Oculus Rift offiziell verfügbar

Wie vor einigen Wochen angekündigt, steht seit kurzem die Xbox One Streaming App offiziell zur Verfügung. Sie ermöglicht es, Games auf einen virtuellen Bildschirm zu streamen, die dann mit der Oculus Rift gespielt werden können. Benötigt wird dafür neben der App, die auf Oculus Home zur Verfügung steht, ein Xbox One Gamepad, das standardmäßig mit der Oculus Rift ausgeliefert wird. Das folgende Video zeigt, wie das Xbox One Streaming auf die Rift aussieht:

Mehr Informationen zum Thema bietet ein Artikel von Jamie Feltham.

Oculus Parties und Oculus Rooms auf Gear VR verfügbar

Schon vor einiger Zeit hatte Oculus seine neuen SocialVR-Features Oculus Rooms and Parties angekündigt. Nun stehen sie für die Gear VR offiziell auf Oculus Home zur Verfügung. Die VR-Chat-Experience Oculus Parties ermöglicht es dem User sowie bis zu drei seiner Freunde, an einem Voice Call in der virtuellen Realität teilzunehmen. Rooms erlaubt es außerdem, sich mit Freunden in privaten virtuellen Spaces in VR zu treffen. Dazu heißt es:

[Rooms will] enable social activities that mirror how you may hang out with friends in real life.

Die beiden neuen Features sind, so sagt Joe Durbin, ein wichtiger Schritt für das Oculus-Ökosystem. Zum einen kommt nun endlich die Freundesliste in Oculus Home zu einem sinnvollen Einsatz, zum anderen sind sie ein signifikanter Fortschritt in Sachen SocialVR – ein Bereich, in dem sich Virtual Reality erst noch auf seine Funktionalität beweisen muss. Alle weiteren Informationen zur Verfügbarkeit von Oculus Rooms and Parties für die Gear VR bietet der oben genannte Artikel von Joe Durbin.

Samsungs Gear VR Killer App Contest: Sind das die nächsten Top-VR-Apps?

„A killer app turns a technology into a product“ – so oder ähnlich dürfte das Motto des Anfang des Monats von Samsung veranstalteten Gear VR Killer App Contest gelautet haben. Vorgestellt wurden neue Virtual-Reality-Apps und -Produkte, mit denen für leicht zugängliche und neuartige VR-Experiences gesorgt werden soll. Den Sieg für sich verbuchen konnte Virtual Reality Suite – eine von present4D entwickelte Multi-User B2B-Software zum Erstellen und Spielen von 360-Grad-VR-Präsentationen.

Daneben schafften es auch verschiedene andere Spiele (z.B. Apnea und SuperVektoroids) und Experiences in die Endrunde. Alle Informationen zu dem Contest bietet der zugehörige Artikel. Ob sich die darin genannten Apps allerdings tatsächlich zu Killer-Apps entwickeln, wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen …

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

BBCs VR-Film We Wait für Oculus Rift verfügbar

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich die BBC mit Virtual Reality als neues Entertainment-Medium. Mit „We Wait“ steht nun die erste immersive VR-Experience der BBC für die Oculus Plattform zur Verfügung. Der VR-Kurzfilm zeigt die dramatische Reise einer syrischen Flüchtlingsfamilie auf ihrem beschwerlichen und lebensbedrohlichen Weg nach Griechenland und will so Aufmerksamkeit auf das Leid vieler tausender Flüchtlinge lenken.

Für das Virtual-Reality-Projekt arbeitete die BBC mit Aardman Animationen, die unter anderem für die Produktion von Wallace & Gromit bekannt sind, zusammen und setzt dafür auf Stop-Motion-Animationen. „We Wait“ steht kostenlos für die Oculus Rift zur Verfügung. Mehr Informationen zu dem Projekt bietet etwa der zugehörige Artikel von Jonathan Nafarrete.

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