Die Microsoft Cloud: An Azure führt kein Weg vorbei
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Am Donnerstag wird Microsoft einmal mehr seine wichtigsten Plattformstrategien für die kommenden Jahre verkünden – die PDC10 (Professional Developer’s Conference) gilt seit Jahren als die Leitkonferenz

Am Donnerstag wird Microsoft einmal mehr seine wichtigsten Plattformstrategien für die kommenden Jahre verkünden – die PDC10 (Professional Developer’s Conference) gilt seit Jahren als die Leitkonferenz für Microsofts Top-Entwickler und Architekten. Spannend wird es in diesem Jahr vor allem wegen Microsofts Cloud-Strategie – und deren Einfluss auf die Webentwicklung. Fassen wir die wichtigsten Punkte vorab zusammen:

Dawn of a New Day

Das ist der Titel des knapp über 3.400 Wörter langen Memos, mit dem Ray Ozzie, Microsofts Chief Software Architect, seinen Rückzug aus dem Unternehmen bekannt gibt. Wichtiger aber noch: Ray fasst zusammen, wie Microsoft sich während der letzten 5 Jahre in Hinblick auf die Herausforderung Internet Services geschlagen hat und kommt zu dem Ergebnis: recht ordentlich. Allerdings habe man auch ein paar Chancen verschlafen:

Certain of our competitors‘ products and their rapid advancement & refinement of new usage scenarios have been quite noteworthy. Our early and clear vision notwithstanding, their execution has surpassed our own in mobile experiences, in the seamless fusion of hardware & software & services, and in social networking & myriad new forms of internet-centric social interaction. Ray Ozzie, 2010

Vor diesem Hintergrund hat Ray Ozzie auch eine klare Vorstellung davon, welche Herausforderungen konkret auf das Unternehmen zukommen werden:

[…] to cope with the inherent complexity of a world of devices, a world of websites, and a world of apps & personal data that is spread across myriad devices & websites, a simple conceptual model is taking shape that brings it all together. We’re moving toward a world of 1) cloud-based continuous services that connect us all and do our bidding, and 2) appliance-like connected devices enabling us to interact with those cloud-based services. Ray Ozzie, 2010

Cloud-basierte Services und Connected Devices

Ob Ray einige der Ankündigungen, die Microsoft für die PDC10 plant, bereits vorweggenommen hat, werden natürlich erst die nächsten Tage zeigen. Aber seine Aussagen passen ins Bild. Vor kurzem erst ließ Cindy Bates, VP of US Small and Medium Business & Distribution bei Microsoft, auf der SMB Nation Conference durchklingen, dass meine seine Ausgaben für das Research & Development in Cloud-Technologie weiter anheben werde. Aktuell würden rund 70 Prozent der rund 9,5 Milliarden US-Dollar an R&D-Ausgaben in die Cloud fließen – geplant sei eine Anhebung auf 90 Prozent.

Viel Geld wird also fließen. Wirft man jetzt einen Blick auf den geplanten Ablauf des Cloud-Tracks der PDC10, erkennt man auch, wofür. Windows Azure ist das Stichwort, nicht ohne Grund wird die gemeinsame Keynote mit Bob Muglia (President of the Server and Tools Business) und Steve Ballmer (CEO) explizit im Ablauf genannt – ein klares Bekenntnis zur Azure-basierten Cloud darf wohl erwartet werden.

Das die PDC im Cloud Track auch eine Session zum Windows Phone 7 bringt, dürfte der Unternehmensstrategie zur Einführung des Gerätes geschuldet sein; die übrigen Sessions sind da schon feiner auf Azure abgestimmt. Themen wie Building, Deploying and Managing, Migration, Apps with Data oder auch High Performance Web Applications werden einen runden Überblick zum aktuellen Stand von Azure bei Microsoft geben.

Microsoft wird das Event und die Sessions per Webcast übertragen. Wir sind gespannt, welche Relevanz Azure für Webanwendungen spielen wird und welche Rolle Microsoft in cloudbasierten Umgebungen künftig wird wollen.

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