Docker – 10 Tipps für einen besseren Workflow
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Über kaum eine Technologie wird derzeit so viel diskutiert wie über Docker. Doch nur wenige ahnen, was sich mit Docker alles machen lässt und wie Docker die Art und Weise, wie wir Softwaresysteme bauen und betreiben, fundamental verändern wird.

Grundsätzlich gibt die Open-Source-Software dem Entwickler die Möglichkeit, Apps in portable Container zu verpacken, die überall laufen – vom heimischen PC über Server bis hin zu virtuellen Maschinen. Denn Docker baut auf Linux Container (LXC) auf, und diese enthalten alles, was die Applikation zum Laufen braucht. Probleme mit Abhängigkeiten sollen so der Vergangenheit angehören: Seit Version 0.7 läuft das Tool auf einem Standard-Linux-Kernel und kann so mit nahezu jeder aktuellen Linux-Distribution genutzt werden. Auch Docker-as-a-Service-Anbieter in der Cloud sind im Kommen.

Zu der Riege der Docker-Nutzer gehören u. a. Rackspace, Baidu, Yandex, ebay, Spotify, opentable, cloudflare, mailgun, relateiq, rethinkdb, Gilt, Yelp, und New Relic.

Nathan LeClaire, seines Zeichens Solutions Engineer bei Docker Inc., hat in einem Beitrag auf dem offiziellen Docker-Blog zehn Tipps und Tricks zusammengestellt, die einem den Workflow mit Docker erleichtern sollen. Natürlich ist LeClaire als Docker-Mitarbeiter etwas ‚befangen’, doch er vergleicht die durch Docker hervorgerufene Kreativität mit der kambrischen Explosion.

Docker – die Top 10 Workflow-Tipps

Seine Top Ten der besten Docker Tipps und Tricks sieht wie folgt aus:

  1. Docker auf einem Virtual Private Server laufen lassen Nutzt man beispielsweise einen kommerziellen VPS-Anbieter, erhält man eine höhere Bandbreite für Pulls und Pushes
  2. Das Docker Socket bind-mounten Bind-mountet man sein Docker Socket mit –v kann man Docker-Kommandos an die gleiche Instanz des Docker Daemons senden, die man auch auf dem Host nutzt.
  3. Container als frei verfügbare Entwicklungsumgebungen nutzen Eine hervorragende Methode, wenn man mal schnell etwas herumexperimentieren möchte: einfach ein Dockerfile anlegen, das eine bevorzugtes Entwicklungsumgebung im CLI definiert.
  4. Die Bash ist Dein Freund! Um sich bei häufiger Nutzung von Docker die Arbeit zu erleichtern, sollte man sich Shortcuts anlegen. Wie genau, erklärt LeClaire in seinem Beitrag.
  5. Insta-nyan Will man eine Nyan Cat (das Regenbogenkatzen-Meme) in seinem Terminal haben, braucht es nur eine Zeile Code: docker run -it supertest2014/nyan
  6. /etc/hosts/ mit der boot2docker IP-Adresse auf OS X editieren Mit der neuesten Version von boot2docker kann man mittels der IP-Adresse der boot2docker Virtual Machine auf Ports zugreifen;
  7. Voodoo mit dem Befehl docker inspect –f Der Befehl lässt sich für allerlei interessante Sachen einsetzen, um beispielsweise schnell Details über laufende Container zu extrahieren;
  8. Einfache In-Browser-Terminals mit wetty erstellen Mit dem JavaScript-basierten, In-Browser-Terminal-Emulator wetty lassen sich spannende Web-Applikationen erstellen;
  9. Nsenter Will man innerhalb von Containern, die bereits mit einem Prozess initialisiert wurden, ein Prompt ausgespuckt bekommen, sollte man nsenter nutzen;
  10. #docker Dabei handelt es sich nicht um einen Twitter-Hashtag, sondern um den Docker-Channel auf Freenode (IRC), dem laut LeClaire besten Ort, um mit anderen Docker-Fans ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen;

Wer von Euch hat sich bereits intensiv mit Docker beschäftigt und kann vielleicht den einen oder anderen Workflow-Tipp beisteuern?

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