Nur wenige Klicks: Microsoft Azure verbessert die Container-Integration

Docker Swarm Cluster auf Azure
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Microsoft Azure kann jetzt auch mit Docker Swarm Clustern arbeiten. Mit dem Azure Container Service Resource Provider wird es über den Azure Ressource Manager (ARM) möglich sein, Container aus Docker, Apache Mesos, Marathon und Docker Swarm in der Cloud zu verwalten, zu verwenden und zu Clustern zusammenzufügen. Für Docker Swarm gibt es darüber hinaus bereits ein Quickstart-Template, das die Verwendung der neuen Funktion in der Cloud vereinfacht.

Docker Swarm ist ein Tool, das es erlaubt, mehrere Docker-Engines zu einem Cluster zusammenzufassen, das wie eine einzige Docker-Engine behandelt wird. Das erhöht die Skalierbarkeit dezentraler Anwendungen massiv. Als Docker-Tool ist Docker Swarm natürlich leicht zu verwenden und vielen Anwendern bereits vertraut. Die damit erstellten Swarm Cluster können jetzt aber auch in Azure verwendet werden.

Dafür steht das neue Docker Swarm ARM Template zur Verfügung. Das Template ist auf GitHub und über die Azure-Template-Gallery erhältlich. Nach der Installation ist es in nur wenigen Schritten möglich, Swarm Cluster in der Azure Cloud zu verwenden.

Docker Swarm ARM Template

Das Template erstellt dazu drei Swarm Manager VMs, die statische, private IPs zugewiesen bekommen. Die Swarm Manager Nodes führen zwei Contaienr aus: den Swarm Agent und den Consul Container. Am eigentlichen Workload des Clusters sind sie nicht beteiligt. Über den Consul Container wird die Zahl der Worker Nodes im Swarm ermittelt; auch neue Worker Nodes verbinden sich auf diesem Weg mit dem Swarm Cluster. Da sich alle Nodes im selben virtuellen Netzwerk befinden, können sie miteinander kommunizieren. Die Worker Nodes leiten den eingehenden Traffic in die Container ihrer jeweiligen Docker Engine.

Worker Nodes erhalten in der Azure Cloud allerdings keine öffentlichen IPs. Um den Datenverkehr über die Worker Nodes zu konfigurieren, wird der Azure Load Balancer verwendet. Um direkt auf die Worker Nodes zuzugreifen, wird SSH verwendet.

Die virtuellen Maschinen werden mit dem bereits von Docker bekannten CoreOS betrieben. Der Swarm Endpoint kann über das Template per SSH ausgerufen werden.

Weitere Verbesserungen geplant

Durch diese Neuerungen seitens Microsoft Azure wird es nun noch einfacher, Container-Apps zu erstellen und zu verwalten. Da es sich um eine Implementierung anderer Softwarelösungen handelt, muss kein Entwickler mehr auf seine bevorzugte Container Orchestration verzichten. Über die Cloud sind die Daten dann aber immer und überall verfügbar und können auch lokal jederzeit weiter bearbeitet werden.

Microsoft plant, die Integration von Containern und Container-Clustern in die Cloud noch weiter zu verbessern. Einerseits soll es in Zukunft ein Virtual Machine Scale Sets geben, das es möglich macht, Gruppen gleicher virtueller Maschinen durch einen einzigen API-Call zu erstellen, bearbeiten oder löschen. Daneben sollen langfristig neben den zu Beginn genannten Containtertypen auch Windows Server Container unterstützt werden.

Aufmacherbild: Transport plastic containers, pile of boxes von Shutterstock / Urheberrecht: Meryll

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