Überblick über das Early Access Program von Rider

Die .NET-IDE Project Rider – eine Bestandsaufnahme
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Bei Project Rider handelt es sich um eine Cross-Plattform-IDE für C#, die auf Windows, Mac und Linux laufen soll. Sie basiert auf der IntelliJ-Plattform und der ReSharper-Technologie. Derzeit befindet sich die IDE im privaten EAP-Stadium und bekommt stetig neue Features spendiert. Zeit also, einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen in Rider zu werfen.

Seit Mitte des Jahres befindet sich die .NET-IDE Project Rider im EAP-Modus und wird mit immer mehr Features und Verbesserungen versorgt. Da sich das JetBrains-Team mit Posts zu Neuigkeiten zu Rider bislang recht zurückhaltend gezeigt hat, ist es nun an der Zeit, sich einen Überblick über die spannendsten Neuerungen zu verschaffen.

Dazu gehören unter anderem Verbesserungen der Kern-IDE-Features, NuGet-Support, eine überarbeitete Dateistruktur und die Solution Wide Analysis, wie Matt Ellis im JetBrains-Blog bekanntgibt.

Project Rider – ein Überblick über die EAP-Features

Kern-IDE-Features

Da es sich bei Rider um eine .NET-IDE handelt, benötigt sie ein breites Set an Funktionen, wie beispielsweise Projekterstellung, Debugging, Editing und Code-Navigation. So unterstützt die Entwicklungsumgebung das Öffnen von Visual-Studio-Lösungen, .csproj-basierten Projekten und .NET-Core-Applikationen (solange diese eine Solution und .xproj-Dateien aufweisen). Darüber hinaus ist es möglich, Projekte mit Project Templates zu erstellen.

Vor allem die Überarbeitungsfunktion in Rider kann glänzen, da sie auf die Eigenschaften von ReSharper und IntelliJ zurückgreifen kann: automatische Codevervollständigung, Tooltips, Parameter und Live Templates sind nur einige der Features. Auch die Navigation in Rider greift auf IntelliJ zurück: Das Search-Everywhere-Feature ermöglicht eine Suche nach Klassen, Symbolen und Dateien sowie nach IDE-Aktionen und -Einstellungen. Zusätzlich lässt sich via Strg + Klick zu Definitionen und File-Membern navigieren; natürlich ist auch eine Nutzung des Navigate To-Menüs möglich.

Da Rider auch ReSharper als einen Out-of-Process-Sprachserver nutzt, kann jede in ReSharper hinzugefügte Funktion auch in Rider genutzt werden (und umgekehrt). Dadurch bekommt Rider sofortigen Zugriff auf ReSharpers über 2.000 Inspections. Natürlich ist auch der von allen JetBrains-IDEs bekannte Shortcut Alt + Enter mit an Bord, mit dem sich Code sicher neu schreiben lässt. Während das Protokoll einen Rückgriff auf viele bereits bestehende Features erlaubt, zieht sich die Arbeit am Refactoring wohl noch etwas. Bereits zur Verfügung steht bereits rename.

NuGet-Support

Da NuGet das Referenzieren von Packages erheblich erleichtert, unterstützt Rider natürlich auch die Paketverwaltung. Das Grundgerüst wurde etwas aufpoliert, sodass die Implementation jetzt wesentlich schneller sein soll. Das geschieht zum einen durch das Zurückgeben von gecachten Suchergebnissen und zum anderen durch Ergebnis-Updates im Hintergrund, die dann asynchron geladen werden.

Das User Interface von NuGet sieht in Rider etwas anders aus: Das Tool-Fenster ist in drei Bereiche aufgeteilt; im ersten erscheint eine Ansicht der Solution und der Projekt-Hierarchien, im zweiten finden sich Packages und im dritten Package-Details. Auch oberhalb des Tool-Fensters gibt es eine Neuerung: Dort erscheinen nun die Tabs Packages, Sources, Options und Log.

Dateistruktur

Das File-Structure-Fenster zeigt eine Kurzdarstellung der aktuellen Datei im Editor. Bei einer C#-Datei werden dort Klassen angezeigt und unter jeder Klasse eine Liste von Klassenelementen. Ein Doppelklick auf eine Klasse oder Klassenelement navigiert den Editor direkt zum entsprechenden Punkt in der Quelle – stellt man den „Autoscroll from source“-Toolbar-Button ein, wird automatisch der passende Type Member hervorgehoben. Übrigens: Jedes Tool-Fenster, das eine Nummer am Anfang führt, kann über den Befehl Alt + Zahl direkt geöffnet werden; für Structure ist es Alt + 7.

 Solution WideAnalysis

Ein weiteres Feature, das Rider von ReSharper übernommen hat, ist die „Solution Wide Analysis“, also eine Analyse über die gesamte Solution hinweg. Auf diese Weise werden Dateien in einer Solution analysiert, anstelle diese einfach nur zu öffnen. Damit gehen weitere Features einher: So lassen sich beispielsweise Fehler in der Solution in einem eigenen Fenster darstellen, sortiert nach Datei. Ebenfalls wird über ein kleines Icon in der Statusleiste angezeigt, ob eine Solution Fehler wirft. Klickt man auf dieses, öffnet sich ein Kontexmenü mit nützlichen Features.

Solution Wide Analysis ist standardmäßig ausgeschaltet, da sie Einfluss auf die Ressourcennutzung hat. Deshalb rät das JetBrains-Team zu einer Aktivierung nur bei Bedarf, denn im richtigen Kontext angewendet ist dieses Feature ziemlich nützlich.


Ausführliche Informationen zu allen Neuerungen und Änderungen bietet der Blogbeitrag von Matt Ellis. Über ein genaues Release-Datum schweigt sich das JetBrains-Team noch aus, bislang ist lediglich von Herbst 2016 die Rede. Wer Project Rider schon einmal in der privaten EAP testen möchte, kann sich über die Projektwebsite anmelden.

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