Außerdem: „Crypto“-Provider bekommt Deprecated-Status in Android N

Fast Forward: Neues in Ember Data, Microsoft Edge WebGL-GLSL-Transpiler & Azure Batch
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Pünktlich zum Wochenende versorgen wir euch noch einmal mit einem ganzen Schwung Neuigkeiten. So sind Ember Data 2.6 und 2.7 Beta erschienen, ein Teil des WebGL-Renderers von Edge geht Open Source und der „Crypto“-Provider bekommt den Deprecated-Status in Android N. Außerdem setzt sich Mozilla für die Sicherheit von Open-Source-Projekten ein, mit Azure Batch lässt sich mit Docker-Software arbeiten und Microsoft Azure dehnt den Support für FreeBSD aus.

Ember Data 2.6 und 2.7 Beta sind da

Nachdem wir bereits gestern über die neuen Ember.js-Versionen berichtet haben, stehen nun auch für die Library Ember Data mit Version 2.6 und 2.7 Beta zwei Updates bereit. Viele Neuerungen sind allerdings auch hier nicht zu vermelden: Ember Data 2.6 erhält mit ds-serialize-ids-and-types ein einziges neues Feature, das vor allem bei polymorphischen Beziehungen, bei denen die Einbindung der ID des Records nicht ausreicht, nützlich ist.

Ember Data 2.7 Beta dagegen kommt mit einigen Neuerungen daher, die für eine Vereinfachung der Arbeit mit der Library sorgen sollen. Alle Änderungen sind in einem Blogpost im Ember-Blog sowie dem zugehörigen Changelog zusammengefasst; sowohl Ember Data 2.6 als auch Ember Data 2.7 Beta stehen auf der Produktwebsite zum Download zur Verfügung.

Teil des WebGL-Renderers von Edge geht Open Source

Microsoft hat einen Teil des WebGL-Renderers von Edge quelloffen gemacht. Genauer gesagt handelt es sich um den GLSL-zu-HLSL-Transpiler. WebGL nutzt die Shading-Sprache GLSL, um für die Darstellung von 3D-Grafiken auf die GPU zugreifen zu können. Microsofts Edge-Browser greift dagegen auf ein DirectX-Subsystem von Windows und damit auf die Windows-spezifische Shading-Sprache HLSL zurück. Der Transpiler verwandelt dementsprechend WebGL- in DirectX-Inhalte und stellt somit ein Kernstück in der WebGL-Funktionalität des Edge-Browsers dar. Wer nun hofft, Edge ginge komplett Open Source wird direkt enttäuscht: Es gebe derzeit keine Pläne, Microsoft Edge oder Edge HTML quelloffen anzubieten, so der Konzern. Schade.

„Crypto“-Provider bekommt Deprecated-Status in Android N

Entwickler, die für die Sicherheit ihrer Apps auf den „Crypto“-Provider zurückgreifen, müssen sich ab sofort um einen Ersatz bemühen. Sergio Giro, Software-Entwickler bei Android, hat in einem Blogposting bekannt gegeben, dass in Android N der Crypto-Provider als deprecated gekennzeichnet wird. Hintergrund ist die kryptographische Schwäche des SHA1PRNG-Algorithmus, den der leider vergleichsweise populäre Crypto-Provider nutzt. Temporär wird der Crypto-Provider noch für Android-SDK-Version 23 verfügbar bleiben, jedoch sollten Entwickler ihn nicht länger nutzen, da er in absehbarer Zeit vollständig entfernt werden soll.

Make Open Source Secure Again

In den letzten Jahren sind mit Shellshock und Heartbleed zwei gravierende Sicherheitslücken in Open-Source-Software entdeckt worden. Jedoch wurden in der Folge nicht genügend Anstrengungen unternommen, um Open Source sicherer zu machen – so zumindest die Ansicht der Mozilla Foundation. Um in Sicherheitsfragen auf ein höheres Niveau zu steigen, hat man dort jetzt als Teil des Mozilla-Open-Source-Support-Programms (MOSS) den Secure-Open-Source-(SOS)-Fund ins Leben gerufen. Ausgestattet mit 500.000 US-Dollar soll der Fund vor allem Sicherheitsprüfungen, Mängelbeseitigung und Verifikationstechnologien für wichtige Open-Source-Software bereitstellen.

Docker-Container mit Azure Batch

Mit Azure Batch hat Microsoft ein Batch-Verarbeitungssystem im Angebot, das über die Fähigkeit verfügt, im Verbund mit der Container-Software Docker zu arbeiten. Mit Azure Batch lässt sich bspw. ein Batch-Pool aus Compute Nodes erstellen, der dann in einen Docker-Swarm-Cluster verwandelt wird, oder Docker-Container werden schlicht als Tasks eines Batch-Pools gehandhabt. Für diese zwei Fälle hat Yiding Zhou, Senior Program Manager im Azure-Big-Compute-Team, entsprechende Muster auf GitHub hochgeladen und einen erklärenden Blogbeitrag verfasst.

Microsoft Azure dehnt Support für FreeBSD aus

Microsoft hat angekündigt, dass das Unix-ähnliche Betriebssystem FreeBSD ab sofort im Azure Marketplace bezogen werden kann. Dort steht es als gebrauchsfertiges Virtual-Machine-Image bereit und wird dementsprechend vom Microsoft-Support im Fall von Problemen betreut. Microsoft dehnt damit seinen Support für FreeBSD aus, das schon vorher als Gast-OS auf Hyper-V, der Virtualisierungsplattform von Azure, gelaufen ist.

Aufmacherbild: golden hamster or Syrian hamster, (Mesocricetus auratus) on the lawn (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: PhotoStock-Israel

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