VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Ganzkörper-Tracking mit Vive Tracker, Smartphone wird zum HoloLens-Controller & AR.js vorgestellt
Kommentare

In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal geht es etwa um das Ganzkörper-Tracking mit dem Vive Tracker, die Umwandlung eines Smartphones in einen HoloLens-Controller und die Vorstellung des Augmented-Reality-Toolkits AR.js.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Es geht unter anderem um die Erweiterung des HoloLens Agency Readiness Partner Programs, das Update 4.50 für die PS4, das auch Verbesserungen für die PlayStation VR mitbringt und Facebooks erste VR-App für die Gear VR.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware und deren Herstellern – von Oculus Rift über die PlayStation VR bis hin zur HTC Vive.

Frauen nutzen vor allem Mobile VR

Der Virtual-Reality-Markt wächst und gedeiht – und wird zumindest im Mobile-VR-Bereich nicht länger von Männern dominiert. Das zumindest zeigt laut eines Artikels von Rebecca Hills-Duty ein aktueller Bericht des Analyse-Unternehmens SuperData. Darin heißt es, dass zwar Männer zwischen 18 und 35 rund 37 Prozent des VR-Markts ausmachen, hier aber vor allem auf den PC- und Konsolen-Markt setzen. Im Mobile-VR-Bereich sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus. Dort nehmen Frauen insgesamt 41 Prozent des VR-Markts ein; 68 Prozent der Frauen zwischen 18 und 35 nutzen ein Mobile-Device als vorrangiges VR-Headset. In Zukunft könnten Frauen aber einen noch größeren Anteil des VR-Publikums ausmachen – insbesondere, wenn die Preise für die Headsets weiter sinken. Alle Informationen zu dem Bericht finden sich im oben genannten Artikel.

HoloLens Agency Readiness Partner Programm kommt nach Europa

Auf der //build 2016 hatte Microsoft die ersten zehn Agentur-Partner aus den USA und Kanada vorgestellt, die im HoloLens Agency Readiness Partner Program an der Entwicklung von Mixed-Reality-Experiences arbeiten sollten. Nun kommt das Partner-Programm auch nach Europa. In einem Blogpost hat Lorraine Bardeen (General Manager, Microsoft HoloLens und Windows Experiences) nun die ersten europäischen Partner angekündigt. Mit Zühlke ist auch ein deutsches Unternehmen dabei, weitere neue Partner sind Black Marble, Fundamental VR, Holoforge, Immersion und REWIND. Alle Informationen zum Thema bietet der oben genannte Blogpost.

Neues Google Patent für integrierte Mobile-Device-Verpackung und VR-Headset

Angemeldete Patente müssen nichts heißen, das wissen wir ja. Trotzdem ist das von Google angemeldete Patent für ein „Integrated Mobile Device Packaging und Virtual-Reality-Headset“ durchaus spannend. Das Konzept dahinter: Die Verpackung des Smartphones kann als VR-Viewer eingesetzt werden. Damit funktioniert das Konzept ähnlich wie Google Cardboard und könnte ein nettes Beilegsel beim Kauf eines neuen Android-Smartphones sein. Mehr Informationen zum Thema bietet etwa ein Artikel von Dominic Brennan.

☆ Tools & Co für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

HTC will Ganzkörper-Tracking mit dem Vive Tracker Open Source verfügbar machen

Der von HTC Anfang des Jahres vorgestellte Vive Tracker soll Entwicklern beim Erstellen von Virtual-Reality-Experiences viele neue Möglichkeiten bieten. So ist es zum Beispiel möglich, damit auch eine Art Ganzkörper-Tracking zu nutzen, was für eine neue Art der Immersion sorgen kann. Vorgemacht hat es zum Beispiel Cloudgate Studio mit Island 359, das für die VR-Experience Vive Tracker an den Füßen und der Hüfte des Users angebracht habt und ihm so neue Steueroptionen zur Verfügung stellt.

Wie Jamie Feltham in einem Artikel berichtet, will HTC aber auch selbst eine eigene Version des „Full-Body-Trackings“ Open Source bereitstellen. Nötig ist ein solches System allerdings nicht, Island 359 funktioniert zum Beispiel auch auf die herkömmliche Art und Weise mit zwei Vive-Controllern. Mehr Details dazu finden sich im oben genannten Artikel.

Update 4.50 für die PlayStation 4 verbessert PSVR-Tracking

Mit Version 4.50 für die PlayStation 4 erschien vor kurzem ein wichtiges Update für die beliebte Konsole. Auch Nutzer der PlayStation VR sollten von der neuen Systemversion profitieren, heißt es im PlayStation-Blog. So bringt das Update einige Verbesserungen für das Tracking des VR-Headsets mit; zudem wird der Cinematic Mode verbessert. Eine Übersicht über die neuen Features haben die VR-Nerds zusammengestellt, dort gibt es auch noch mal einige Hintergrund-Informationen zum verbesserten Tracking der PSVR.

Smartphone in HoloLens-Controller umwandeln

Aktuell vergeht ja fast keine Woche, in der nicht der ein oder andere Entwickler neue Ideen und Use Cases für Microsofts HoloLens präsentiert. Besonders spannend ist dabei zum Beispiel die folgende Idee der Entwicklungsagentur AfterNow. Die dachte sich nämlich, dass Sprachsteuerung und die Steuerung über den Blick nicht genug sind und ein Controller ähnlich der Vive-Controller benötigt werden könnte. Zum Einsatz kommt dabei ein normales Smartphone, das in einen 6DOF (Degree of Freedom)-Controller umgewandelt wird. Wie das funktionieren soll, zeigt AfterNow im folgenden Video; mehr Informationen bietet der zugehörige Artikel von Jamie Feltham.

AR.js: Augmented Reality für das Web

Augmented Reality im Web – mit AR.js soll das schon bald problemlos klappen. Das AR-Toolkit ist eine Open Source zur Verfügung stehende Weblösung, die unter anderem auf three.js und dem ARToolKit aufsetzt und Emscripten und asm.js nutzt, um ARToolKit zu JavaScript zu kompilieren. AR.js basiert außerdem auf bekannten Standards und funktioniert mit jedem Smartphone, das WebGL und WebRTC unterstützt. Damit ließen sich laut Aussage des Entwicklers von AR.js, Jerome Etienne, auch auf älteren Smartphones die 60 Frames per Second, die für eine flüssige AR-Experience nötig sind, erreichen. Mehr Informationen bietet der zugehörige Artikel; einen ersten Eindruck von dem Toolkit bietet das folgende Video:

AR.js steht auf GitHub zum Download zur Verfügung.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment- und Bildungsbereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games, Film und Fernsehen sowie Schule und Studium.

Gear-VR-Update bringt Livestreaming und Oculus Events

Ende letzten Jahres hat Oculus seine Social-VR-Experiences Oculus Rooms und Oculus Parties gelauncht. Nun gab es mit Oculus Rooms 1.2 ein umfangreiches Update für Rooms auf der Gear VR; zugleich wurde mit Oculus Events ein neues Feature vorgestellt. Dies soll es einfacher machen, seine Freunde zu finden und mit ihnen eine VR-Experience zu beginnen. Neu ist auch die Möglichkeit, VR-Experiences per Livestream auf Facebook zu teilen – und zwar direkt von der Gear VR. Alle weiteren Neuerungen des Updates für Rooms auf der Gear VR hat das Oculus-Team in einem Blogpost zusammengefasst.

Facebook 360 App für Gear VR

Bleiben wir doch noch einen Moment bei Neuerungen für die Gear VR. So hat Facebook mit der Facebook 360 App für die Gear VR seine erste Virtual-Reality-App veröffentlicht. Damit können User 360°-Fotos und -Videos, die auf Facebook veröffentlicht wurden, mit der Gear VR betrachten. Angesichts der Menge der bereits geteilten 360°-Medien auf der Social-Media-Plattform dürfte der Content dabei so schnell nicht ausgehen. Die Facebook 360 App steht für die Gear VR über die Oculus-App oder auf  der Oculus-Website zum Download zur Verfügung. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Jonathan Nafarrete.

Giphy Arts VR App – das erste GIF-Museum

Wer ein GIF sucht, wird in der Regel bei Giphy fündig. Mit seiner neuen VR-App hat Giphy nun das erste Museum of GIF Art (MoGA) eröffnet. In der ersten Ausstellung, Loop Dream genannt, werden die Arbeiten von 20 Künstlern vorgestellt; User können sie über jedes Mobile-VR-Headset betrachten. Dazu sagt Jonathan Nafarrete in seinem Artikel zum Thema:

You gradually descend through a variety of customized and strange environments, exploring the artwork in an entirely new context.

Was genau man sich unter dem MoGA vorstellen kann, zeigt auch das folgende Video:

Na wenn das mal keine Alternative zum IRL-Museumsbesuch ist …

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -