Versionsverwaltungssystem kommt mit kleineren Updates

Git 2.10 ist erschienen
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Das quelloffene, verteilte Versionsverwaltungssystem Git ist in Version 2.10 erschienen. Zu den spannendsten Neuerungen zählen Anpassungen bei Unterbefehlen wie git push und git clone sowie eine neue Konfiguration bei der Verifikation von GPG-Signaturen. Zudem ist Git für Windows in der Version v2.10.0 erschienen.

Das Release von Git 2.10 markiert keinen Meilenstein in der Entwicklung des Versionskontrollsystems, dennoch gibt es einige spannende Updates, wie Jeff King via Blogpost bekanntgibt. Werfen wir also einen Blick darauf.

Neues in Git 2.10

Zu den Highlights in Git 2.10 zählt das verbesserte Fortschrittsreporting für Pushes. Bislang wurden Entwickler nach Eingabe des Befehls git push darüber informiert, wie viele Objekte gesendet wurden, wie viele noch übrig sind und wie schnell sich die Daten bewegen. Doch was passiert eigentlich, nachdem die Daten an den Server übertragen wurden?

Diese Frage beantwortet Git 2.10 jetzt mit Fortschrittsreporten für diese sogenannten „post-receive Operations“. Damit wird sichergestellt, dass stets eine Netzwerkverbindung aufrechterhalten bleibt und man als Entwickler weiß, was gerade im Hintergrund passiert.

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git push, Quelle: https://github.com/blog/2242-git-2-10-has-been-released

Auch der Unterbefehl git clone gibt jetzt eine genaue Fortschrittsanzeige beim Überprüfen auf alle relevanten Objekte wieder.

Weiterer Bestandteil von Git 2.10 sind Verbesserungen in puncto Verifikation von GPG-Signaturen (GNU Privacy Guard). Neben Optimierungen unter der Haube wurde die neue Konfigurationsoption log.showSignature eingeführt, um Signaturen für jeden Aufruf von git log zu verifizieren. Zudem wurde das Ausgabeformat der Signatur-Verifikation geändert, um auch 64-Bit-GPG-Key-IDs anzuzeigen.

Darüber hinaus gibt es jetzt mehr Möglichkeiten, die Ausgabe im Terminal farblich hervorzuheben. Der Farbcode erkennt zudem kursive und durchgestrichene Attribute.

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Neue Ausgabeoptionen im Terminal, https://github.com/blog/2242-git-2-10-has-been-released

Ebenfalls wurden einige kleinere Verbesserungen vorgenommen, darunter zum Beispiel der überarbeitete HTTP-Transfer und die Möglichkeit, Daten über das Jahr 2100 hinaus korrekt anzuzeigen („Phew, fixed with only 84 years to spare.“).

Ausführliche Informationen zu allen Neuerungen und Änderungen bietet die Release Notes; Git 2.10 steht auf GitHub zum Download bereit.

Das ist neu in Git für Windows 2.10

Auch Git für Windows ist in der Version v2.10.0 erschienen und kann über diesen Downloadlink oder über die Produktseite heruntergeladen werden. Einhergehend mit dem neuen Release gibt es zahlreiche Neuerungen, die Johannes Schindelin vom Entwicklerteam in einem aktuellen-Blog-Beitrag vorgestellt hat.

Die Neuerungen betreffen unter anderem das interaktive Rebase, das nun deutlich schneller sein soll; Schindelin erläutert hierzu:

The end result is an interactive rebase that, according to a benchmark included in Git’s source code, runs ~5x faster on Windows, ~4x faster on MacOSX and still ~3x faster on Linux.

Die neue Git-für-Windows-Version bringt den neuen und verbesserten Code bereits mit, bis dieser auch in MacOSX und Linux implementiert wird, kann es allerdings noch etwas dauern.

Darüber hinaus ist ein neues Feature namens MinGit hinzugekommen: Damit gibt es ab sofort die Möglichkeit, .zip-Archive von allen Git-für-Windows-Anwendungen anzulegen.

Um Entwickler bei der Erstellung von Cross-Plattform-Projekten zu unterstützen, können Dateien unter Windows mithilfe der git add --chmod=+x-Option jetzt außerdem als  „ausführbar“ markiert werden.

Das waren die Highlights der neuen Version, alle weiteren Änderungen und ausführlichere Details zu Git für Windows v2.10.0 gibt es im Microsoft-Application-Lifecycle-Management-Blog.

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