Update für das beliebte Versionsverwaltungssystem

Git 2.8 verfügbar
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Das quelloffene, verteilte Versionsverwaltungssystem Git ist in Version 2.8 erschienen. Das Update ermöglicht u. a. parallele Fetchvorgänge und zielt auf eine einheitlichere User Experience ab.

Um den mitunter hohen Zeitaufwand beim Fetchen von Untermodulen zu begegnen, können in Git 2.8 mithilfe eines entsprechenden Parameters parallele Fetchvorgänge ausgeführt werden. git fetch --recurse-submodules –jobs=4 beispielsweise stößt vier gleichzeitige Fetchvorgänge an.

Eine weitere Neuerung gewöhnt Git das Raten ab: Nutzt man unterschiedliche E-Mail-Adressen für unterschiedliche Projekte (z. B. private quelloffene Projekte versus Arbeitsprojekte) kann es leicht passieren, dass man vor einem Commit vergisst, sie im entsprechenden Repository anzugeben. Git gibt in diesem Fall zwar eine Warnung aus, lässt den Commit jedoch trotzdem zu und trägt eine E-Mail-Adresse ein, die es aus dem lokalen System-Hostnamen ableitet. Von nun an kann Git allerdings auch angewiesen werden, den Nutzernamen sowie die E-Mail-Adresse nicht mehr zu „erraten“: Via config --global user.useconfigonly true ist eine Mitarbeit an einem Projekt nur noch dann möglich, wenn man beides angegeben hat.

Angleichung der User Experience

Zudem wurde für Git 2.8 an einer zunehmenden Angleichung der User Experience auf Windows-, Linux- und OS-X-Systemen gearbeitet. So wurden, um den relativ hohen Kosten von Windows-Prozessen entgegenzuwirken, zahlreiche Git-Befehle in C umgeschrieben. Des Weiteren wurden einige der zuletzt in das Projekt Git for Windows  ausgelagerten Windows-spezifischen Änderungen in Git reintegriert. Zudem akzeptieren Git-Befehle, die Textdateien als Input nutzen, nun auch LF- und CR-LF-Zeilenende.

Auch in Sicherheitshinsicht haben sich Änderungen ergeben. Git 2.8 enthält die erstmals im Rahmen von Git 2.7.4 verfügbaren Sicherheitsupdates für die Schwachstelle CVE-2016-2324. Diese ermöglicht zwar keine Exploits, kann beim Klonen eines schadhaften Repository jedoch zu willkürlichen Codeausführungen führen. Die Entwickler empfehlen deshalb allen Nutzern ein schnellstmögliches Upgrade auf Git-Versionen, die die entsprechenden Fixes enthalten (2.4.11+, 2.5.5+, 2.6.6+, 2.7.4+ und 2.8.0+).

Eine Übersicht über alle der rund 90 Bugfixes, UI- und Workflow-Updates und Features bieten die offiziellen Release Notes.

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