Kommunikation ist der Schlüssel

GitHub als neue Chatplattform
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GitHub führt mit Team Discussions ein neues Feature ein, mit dem sich Entwickler mit dem Team direkt auf GitHub austauschen können. Die Tage der zugemüllten Issues oder Pull Request sollen damit gezählt sein. Das Problem der multiplen Kommunikationskanäle wird die neue Chatfunktion wohl kaum lösen.

Bisher fand die Kommunikation auf GitHub vor allem in Issues oder Pull Requests statt, oder direkt ganz wo anders in Chatprogrammen wie Slack oder HipChat. Die Kommunikation in den GitHub-eigenen Kanälen konnte schnell unübersichtlich werden. Themen- oder projektübergreifende Unterhaltungen fanden zufallsmäßig irgendwo statt. Um die Kommunikation zu zentralisieren, hat GitHub mit dem Feature Team Discussions Teamunterhaltungen eingeführt. Damit lassen sich Unterhaltungen zentral in Teams führen, inklusive der üblichen Chatfunktionen von Benachrichtigungen bis privaten Unterhaltungen.

Team Discussions – so funktioniert’s

Um eine Teamdiskussion zu starten, gilt es, zuerst auf das neue Menü „Your team“ zu klicken, dann das gewünschte Team auszuwählen und entweder einer Diskussion beizutreten oder eine neue zu beginnen. So lassen sich einfacher Unterhaltungen führen, die nicht direkt mit einem Projekt oder Repository zusammenhängen. Jede Diskussion bekommt einen eigenen URL. Damit kann man auch aus anderen Tools zu Diskussionen auf GitHub verlinken. Alle Mitglieder einer Organisation können in der Standardeinstellung alle Diskussionen lesen. Aber man kann Posts auch als privat markieren, wenn es um sensible oder sicherheitsrelevante Themen geht. Nur die Mitglieder des jeweiligen Teams können private Posts sehen und auf sie antworten.

Die Diskussionen verfügen auch über weitere klassische Chatfunktionen. Wenn in den Teams, in denen man Mitglied ist, Diskussionen gestartet werden oder auf Posts geantwortet wird, bekommt man eine Benachrichtigung. Ebenso, wenn der eigene Benutzername genannt wird oder wenn jemand auf einen Post antwortet, auf den man ebenfalls geantwortet hat. Die Benachrichtigungen lassen sich aber auch wie in jedem anderen guten Chatprogramm konfigurieren. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, was andere Teams so treiben, können GitHub-Nutzer auch die Diskussionen anderer Teams abonnieren. Damit es nicht zum Benachrichtigungs-Overflow kommt, kann man die Benachrichtigungen für einzelne Posts auch wieder stornieren. Natürlich geht das auch für die gesamten Diskussionen eines Teams.

Die Unterstützung für Teamdiskussionen ist sowohl für das GitHub API v3 als auch v4 sowie GitHub Enterprise geplant. Zur Doku geht es hier entlang.

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