Repository-Verwaltung erhält Performance-Boost

GitLab 8.9 kommt mit File Locking, Universal-2nd-Factor-Support und CI-Verbesserungen
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Pünktlich im Monatstakt ist nun eine neue Version der Repository-Verwaltung GitLab erschienen: GitLab 8.9 hat eine ganze Menge Neuerungen im Gepäck. So soll es ab sofort wesentlich einfacher sein, mit anderen Entwicklern an komplexen Projekten zusammenzuarbeiten – dank der neuen Features File Locking, Priority Labels sowie neuer Workflow-Tools.

GitLab 8.8 befasste sich vor allem mit Pipelines, .gitignore-Templates und einer Verbesserung der GitLab Container Registry, bei GitLab 8.9 liegt der Fokus nun auf einer verbesserten und schnelleren Arbeitsumgebung. Seit dem letzten Release wurden 1761 Commits mit 1947 geänderten Dateien bearbeitet, wie Job van der Voort im GitLab-Blog erklärt.

GitLab 8.9 bringt File Locking

Die gleichzeitige Zusammenarbeit mehrerer Entwickler an einer Datei führt spätestens beim Merging zu Problemen. Um dieses Risiko zu minimieren, wurde in GitLab 8.9 die Möglichkeit zum File Locking geschaffen. Das Feature verhindert, dass Dritte eine Datei oder Verzeichnis modifizieren können – auf diese Weise soll Code-Chaos ausbleiben.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Gerade in der Spieleentwicklung arbeitet man meist im Team. Möchte man sich aber der Weiterentwicklung eines speziellen Levels widmen, kann dieses jetzt über das Interface gesperrt werden. Die Kollegen sehen so, dass gerade jemand an der Datei arbeitet und können gleichzeitig nicht selbst darauf zugreifen. Nach dem Merging der Änderungen lässt sich die Beschränkung einfach wieder entfernen.

File Locking in GitLab, Quelle: https://about.gitlab.com/2016/06/22/gitlab-8-9-released/

File Locking in GitLab 8.9, Quelle: https://about.gitlab.com/2016/06/22/gitlab-8-9-released/

GitLab CI und Priority Labels

Des Weiteren ist es mit GitLab 8.9 ab sofort möglich, Umgebungen in den CI-Konfigurationsdateien (.gitlab-ci.yml) der jeweiligen Projekte festzulegen. Damit können Deployments besser nachverfolgt und einzelne Prozesse genauer nachvollzogen werden. Zudem können jetzt sogenannte Priority Labels für Issues und Merging-Anfragen vergeben werden, sodass sich diese nach Dringlichkeit sortieren lassen. Diejenigen mit der höchsten Priorität stehen jetzt ganz oben:

Priority Labels in GitLab, Quelle: https://about.gitlab.com/2016/06/22/gitlab-8-9-released/

Priority Labels in GitLab 8.9, Quelle: https://about.gitlab.com/2016/06/22/gitlab-8-9-released/

Außerdem wurde der Einstieg in die Continuous Integration via .gitlab-ci.yml-Datei vereinfacht. Das GitLab-Team hat dafür neue Templates erstellt. Um mit einem Template .gitlab-ci.yml zu beginnen, muss lediglich eine neue Datei kreiert und .gitlab-ci.yml genannt werden. Dann erscheint ein Dropdown-Menü, aus dem das passende Template ausgewählt werden kann.

Universal-2nd-Factor-Support, überarbeitetes User Interface und Performanceverbesserungen

Mit GitLab 8.9 wird ab sofort die FIDO-Universal-2nd-Factor-Authentifizierung (U2F) unterstützt. User können jetzt auch YubiKeys der Firma Yubico zur Anmeldung nutzen. Anstatt wie bislang einen sechsstelligen Zahlencode einzugeben, kann man nun den USB-Schlüssel einstecken und die Session wird automatisch authentifiziert. Entwickler können U2F-Support über Yubicos Developer Resources zu ihren eigenen Applikationen hinzufügen. Mehr Informationen zu dieser Methode gibt’s übrigens im eigens dazu verfassten Blogpost.

Zudem wurde die Navigation weiter überarbeitet: Die Hauptnavigation innerhalb von Projekten befindet sich jetzt auf der Kopfleiste. GitLab 8.9 beinhaltet des Weiteren das erste Rouge-Release seit September 2015: Enthalten sind über 20 neue unterstützte Sprachen, Support für bestehende Sprachen und einige kritische Bug-Fixes. Auch Emojis machen vor GitLab nicht halt: Mit den kleinen Bildchen lassen sich nun Kommentare kommentieren.

Go for PHP Developers

mit Terrence Ryan (google)

Everything you need to know about PHP 7.2

mit Sebastian Bergmann (thePHP.cc)

Darüber hinaus hat das Team hinter GitLab seinen Fokus auf Performance-Verbesserungen gelegt. So wurde beispielsweise das Speicherlimit von 300-350 MB auf 450-600 MB pro Worker hochgesetzt. Das hat die Lebenszeit von Worker-Prozessen von sechs Sekunden auf knapp 20 Minuten verlängert. Auch die Planung von Mirroring in Sidekiq wurde verbessert. Zudem wurden einige kleinere Verbesserungen an der Leistung von GitLab vorgenommen, die alle im zugehörigen Blogpost nachzulesen sind.


GitLab 8.9 steht über die Download-Seite zur Verfügung; alternativ kann eine bereits vorhandene Version einfach aktualisiert werden. Einen Überblick über alle Neuerungen und Änderungen bietet der bereits angesprochene Blogpost.

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