Ist Fuchsia Androids Wachablöse?

Fast Forward: Googles neues Mobile-OS Fuchsia und Rust – Lost in Error Messages
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Zu Beginn des heutigen Tages begeben wir uns ins wüste Reich der Spekulation: Google entwickelt offensichtlich an einem neuen Open-Source-Betriebssystem – und keiner weiß mehr. Außerdem geht es Rusts wenig aussagekräftigen Fehlermeldungen an den Kragen, wir zeigen euch, wie man Webdesign in nur vier Minuten versteht und wie man ungenutztes Cloud-Potenzial entdeckt. Weiter geht’s mit dem richtigen Einsatz von Hooks und Filtern in WordPress. Zum Abschluss gibt’s noch ein paar Programmiererwitze, damit der Einstieg ins Wochenende leichter fällt.

Flache Witze für tiefes Verständnis?

A programmer puts two glasses on his bedside table before going to sleep. A full one, in case he gets thirsty, and an empty one, in case he doesn’t.

Kennt ihr noch diese Witz-Bücher, die es in den 90ern überall zu kaufen gab? So etwas gibt es jetzt auch über Programmierer. Nur irgendwie anders – und dann doch wieder nicht. Anna Sopova hat nämlich über 200 Programmierer-Witze gesammelt. Ihr Ziel: Sie wollte Entwickler, Nerds und all diese IT-Freaks da draußen besser verstehen. Hier ist noch ein Beispiel aus der Sammlung der PR- & Marketing-Fachfrau:

Once a programmer drowned in the sea. Many Marines where at that time on the beach, but the programmer was shouting „F1 F1“ and nobody understood it.

Ezequiel Bruni, Web- und UX-Designer und Blogger, hat einen genaueren Blick auf Sopovas Arbeit geworfen. Er kommt zu dem Schluss, dass die wichtigste Lektion dieser Witz-Kollektion wohl ist, dass jeder Mensch verstanden werden möchte – der Wunsch nach Verständnis stellt nämlich sowohl die Motivation zu dieser Untersuchung dar, als auch ein wichtiges Element vieler der aufgelisteten Witze. Das Problem ist daran allerdings: Wie genau sollen Vorurteile abgebaut werden, indem man sie wiederholt? Dennoch ist die Witz-Sammlung für sich genommen ganz unterhaltsam, auch wenn sie eher unvollständig zu sein scheint. Eine schnelle Suche im Dokument zeigt nämlich, dass es nicht einmal diesen Klassiker hier enthält:

Programmer: A machine that turns coffee into code.

Und wer nicht einmal das bedenkt, wenn er versucht den typischen Programmierer zu verstehen, muss etwas übersehen haben.

WordPress: Hooks und Filter

WordPress ist ausgestattet mit einer Fülle an Hooks und Filtern, mit deren Hilfe die Operationsweise von WordPress beeinflusst werden kann. Insbesondere Plugins und Themes besitzen solche Hooks, da ansonsten individuelle Anpassungen äußert schwerfallen. Häufig basieren Plugins und Themes deshalb auf einer objektorientierten Designmethode, bei der eine oder mehrere Klassen die Funktionen festlegen. Innerhalb dieser Klassen werden Hooks definiert, die entweder komplett entfernt oder durch eigene Funktionen ersetzt werden können. In seinem Artikel erklärt Simon Codrington sowohl den traditionellen Einsatz von Hooks als auch ihren Umgang innerhalb von Klassen und Objekten.

Ungenutztes Cloud-Potenzial entdecken

Verstehen Sie eigentlich noch ganz genau, was Ihre Cloud-Software-Lösungen so alles für Ihr Unternehmen kann und noch tun kann? Wenn Sie das mit einem absolut sicheren „ja“ beantworten können, gehören Sie einer Minderheit an. Die Meisten haben hier gewisse Wissenslücken – und verschwenden dadurch Potenzial, das ihnen bereits zur Verfügung steht. Wer sich jetzt selbst unsicher ist, ob er die Möglichkeiten seiner Cloud-Lösungen richtig ausnutzt, sollte eine Gap-Analyse in Betracht ziehen. Wie das geht, erklärt James O’Connor.

Webdesign in vier Minuten verstehen

Webdesign kann ja so kompliziert werden! Immerhin muss das User Interface ja bis ins letzte Detail durchgestylt werden – oder? Manchmal tut es auch ganz gut, sich einfach mal auf die Basics zu besinnen und daran zu erinnern, dass es zuerst um den Content geht. Welche Auswirkungen schon kleinste Veränderungen darauf haben, wie der Inhalt einer Seite wahrgenommen wird, demonstriert Jeremy Thomas in nur vier Minuten und wenigen Schritten. Nicht vom ersten Eindruck abschrecken lassen, das muss so aussehen!

Fuchsia goes Open Source

Es gibt Meldungen, bei denen mit der Headline eigentlich alles gesagt ist: Googles Fuchsia goes Open Source. Fertig. Doch leider wirft das mehr Fragen auf als beantwortet werden würden. Also begeben wir uns einmal in das Reich der Spekulation …

Fuchsia ist ein neues Open-Source-Betriebssystem von Google, das auf Smartphones und PCs abzielt. Ist da etwa eine Wachablöse für Chrome OS oder gar Android in der Mache?

Was man bisher weiß, erschließt sich aus dem initialen Commit, der Datei namens fuchsia, die im Git-Repository zu finden ist. Ihr Inhalt könnte mysteriöser kaum sein: „Pink + Purple == Fuchsia (a new Operating System)

Sucht man etwas weiter, findet man die Dokumentation des Kernels, die geringfügig mehr Informationen bietet:

[…] Magenta targets modern phones and modern personal computers with fast processors, non-trivial amounts of ram with arbitrary peripherals doing open ended computation.

So weit, so gut. Ein IRC-Mitschnitt, der auf Hacker News zu finden ist, ist auch wenig hilfreich dabei, Licht ins Dunkel zu bringen:

[16:21] <ocdtrekkie_web> Why’s it public (mirrored to GitHub even) but not announced or even documented what it’s for?

[16:22] <@swetland> ocdtrekkie_web: the decision was made to build it open source, so might as well start there from the beginning

[16:22] <lanechr> ocdtrekkie_web: things will eventually be public, documented and announced, just not yet

[16:23] <@swetland> currently booting reasonably well on broadwell and skylake NUCs and the Acer Switch Alpha 12, though driver support is still a work in progress

[16:24] <@travisg> yeah and soon we’ll have raspberry pi 3 support which should be interesting to some folk

Zusammenfassend lassen sich die Fakten also ziemlich schnell auf den Punkt bringen: Google arbeitet an neuem Open-Source-Betriebssystem für Smartphones und PCs. Fertig. Wäre da nicht noch eine Kleinigkeit … nämlich die Tatsache, dass Leute mit an Bord sind, die an Kleinigkeiten wie NewOS, iOS oder webOS mitgearbeitet haben. Na, wenn das nicht noch spannend wird.

Via osnews

Rust – Lost in Error Messages

Rust ist bekannt dafür, eine beinahe unerschütterliche Sprache zu sein; dennoch kann es natürlich immer wieder zu Fehlern kommen. Genau hier jedoch liegt der Hung begraben: Die Fehlermeldungen in Rust sind zwar sehr detailliert, damit allerdings auch ausgesprochen umfangreich. Dementsprechend viel Zeit benötigt man, sich zurechtzufinden und dem Fehler auf die Schliche zu kommen. Genau das wird sich jetzt allerdings ändern.

Wer den aktuellsten Nightly Build testet, wird einige Neuerungen im Bereich der Error Messages entdecken. So wird man aktuell deutlich schneller auf die problematische Codestelle aufmerksam gemacht. Außerdem bieten die neuen Meldungen gleich Vorschläge, wie der Fehler aufzulösen ist. Darüber hinaus wurde das Design und – wichtiger – der Inhalt der erweiterten Fehlermeldungen überarbeitet.

War es bisher so, dass die Option –explain zum Teil mit generischen Beispielen aufwartete, die unter Umständen gar nichts mit den Fehlern im eigenen Code zu tun hatten, orientieren sich die Entwickler nun am ELM-Stil, der deutlich Nutzerfreundlicher ist. Dieses Feature befindet sich zwar noch in der Entwicklung, allerdings erhält man bereits einen guten Ausblick auf das, was Entwickler künftig erwartet.

Weitere Details zu den neuen Error Messages findet man im Blogpost des Rust-Teams.

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