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Google stellt Daydream auf der I/O 2016 offiziell vor

Daydream – Googles neue Mobile-VR-Plattform
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Auf der I/O-Konferenz 2016 hat Google zahlreiche Neuheiten – gerade im Bereich Mobile – vorgestellt. Dazu gehört auch Google VR Daydream, die neue Mobile-Virtual-Reality-Plattform, die sowohl Hard- als auch Software umfasst und mit Android Nougat funktionieren soll. Auf dem Google-Hardware-Event am 4. Oktober 2016 hat Google zudem mit Daydream View das erste Daydream-ready VR-Headset offiziell vorgestellt. Außerdem kommen nun nach und nach weitere Daydream-ready-Smartphones und weitere Daydream-Headsets auf den Markt.

Die neue Mobile-VR-Plattform soll vor allem eine fortgeschrittene Alternative zum ebenfalls von Google entwickelten Cardboard bieten. Im Gegensatz zu Google Cardboard, das mit fast jedem Device funktioniert, soll Daydream jedoch exklusiv für Next-Generation-Android-Smartphones zur Verfügung stehen.

Dafür arbeitet Google mit Hardware-Herstellern wie HTC, Samsung, LG, Xiaomi, Huawei, ZTW, Asus und Alcatel zusammen, die Devices mit entsprechenden Hardware-Komponenten wie hochauflösenden Displays und speziellen Sensoren herstellen wollen.

Doch damit nicht genug: Neben einem Daydream-fähigen Mobile Device wird auch Googles neues VR-Headset und der zugehörige Controller benötigt, die ebenfalls auf der I/O vorgestellt wurden – wenn zunächst auch nur in einem Referenzdesign (siehe Screenshot).

Headset und Controller Google VR Daydream

Headset und Controller Google VR Daydream, Quelle: Google

SDKs für Daydream

Da die benötigten Devices erst noch hergestellt werden müssen und auch die finale Veröffentlichung von Android N noch einige Zeit dauern wird, können Entwickler bisher nur eingeschränkt mit Google VR Daydream arbeiten. Aktuell unterstützen zudem nur das Unity SDK und das Android SDK Daydream; für die Zukunft will Google laut Adi Robertson und Ross Miller zur Entwicklung von Applikationen und Software aber auch mit Medienunternehmen wie etwa der Streaming-Plattform Netflix oder Spieleunternehmen wie Ubisoft und Electronic Arts zusammenarbeiten.

Darüber hinaus sollen auch die Google-eigenen Plattformen und Dienste YouTube, Street View, Play Movies, Google Photos und der Google Play Store als spezielle Virtual-Reality-Versionen zur Verfügung stehen. Entwickler können beide SDKs bereits jetzt vom Google VR Hub herunterladen und sich mit deren Nutzung vertraut machen.

Übrigens fehlen die Augmented-Reality- und Mapping-Optionen, die Project Tango mit sich bringt. Stattdessen liegt der Fokus von Daydream auf der Bereitstellung eines kompakten Hard- und Softwarepakets, das Usern eine neue VR-Experience vermitteln soll.

Mehr Informationen zu Google VR Daydream bietet auch die Projektseite. Informationen zum Preis der VR-Plattform gibt es derzeit noch nicht; Robertson und Miller vermuten, dass Daydream preislich vergleichbar zur Samsung Gear VR bei circa 99 US-Dollar liegen könnte – immerhin ist das Samsung-Headset der größte Mitbewerber in Sachen Mobile-VR-Plattform.

Aktuelle Smartphones sind nicht „Daydream-ready“

Als Google auf der I/O-Konferenz seine neue Virtual-Reality-Plattform Daydream VR vorgestellt hat, gab es im gleichen Zuge auch erste Informationen zu den Spezifikationen, die Smartphones zur Nutzung mit Daydream erfüllen müssen. Nun stellt sich heraus, dass wohl keins der aktuellsten Android-Smartphones die erforderlichen Minimal-Spezifikationen erreichen wird. Dazu gehören etwa:

  • High-Performance-Sensoren, die im Inneren des Smartphones angebracht sind und zum Erkennen der Device-Ausrichtung beitragen
  • hochauflösende, low-persistence Displays
  • Android N als Betriebssystem
  • mächtige, effiziente Prozessoren

Zwar empfiehlt Google aktuell das Nexus 6P als Gerät zur Nutzung des DIY-Daydream-Dev-Kits, allerdings soll, so erklärt Ben Lang in einem Artikel, wohl auch dieses nicht final als Daydream-ready eingestuft werden. Derzeit arbeiten verschiedene Smartphone-Hersteller an der Entwicklung von Daydream-ready-Devices, die ab Herbst zur Verfügung stehen sollen. Googles VR-Chief Clay Bavor sagte im obengenannten Interview mit Road to VR dazu:

I can tell you that there will most likely not be any „retroactively“ Daydream-ready phones.

Denjenigen, die Googles neue VR-Plattform ausprobieren und sich ein neues Gerät zulegen wollen, rät Bavor darum, mit der Anschaffung eines neuen Geräts solange zu warten, bis die ersten Daydream-ready-Devices zur Verfügung stehen.

ZTE stellt erstes Daydream-ready Smartphone vor

Bereits Ende Mai hat der chinesische Smartphone-Hersteller ZTE mit dem Axon 7 sein neues Flagschiff-Device angekündigt. Schon rein von den Spezifikationen kann sich das Gerät sehen lassen, bringt es doch mit Snapdragon 820 einen überaus guten Prozessor und ein passendes WQHD-AMOLED-Display mit. Auch in anderen Bereichen wurden zahlreiche High-End-Spezifikationen erfüllt, die darauf schließen lassen, dass das Axon 7 das erste Daydream-ready Smartphone sein dürfte – wenngleich es vermutlich eher am unteren Ende der für Googles neue VR-Plattform nutzbaren Geräte einzuordnen ist.

So richtig Rückschlüsse darauf ziehen lassen, lässt sich allerdings nicht. Zum einen hat noch kein anderer Hersteller bisher ein ausgewiesenes Daydream-ready-Smartphone vorgestellt, zum anderen ist Android 7 Nougat – eine zwingende Komponente für die Nutzung eines Smartphones mit Google VR Daydream – noch nicht offiziell erschienen. Auch hat Google nach wie vor nicht die kompletten Voraussetzungen für Daydream-ready-Geräte herausgegeben, wodurch es zunächst weiter ein Rätsel bleibt, welche Geräte tatsächlich die VR-Plattform unterstützen werden.

Wahrscheinlich, so erklärt Alex Davies in seinem Artikel zum Thema, wird es verschiedene Daydream-VR-Experience-Ebenen geben, die von den Spezifikationen des jeweilig genutzten Smartphones abhängen; zudem sei es denkbar, „that Daydream VR experiences will all be optimized to run perfectly on the minimum Daydream-ready specification.

Wie auch immer die Lösung aussehen mag, man wird sich noch ein wenig gedulden müssen, bis man genaueres weiß.

Google VR SDK 1.0 mit Daydream-Support verfügbar

Langsam aber sicher dürfte die Veröffentlichung von Googles im Mai auf der I/O angekündigter VR-Plattform Daydream näher rücken; die ersten Daydream-ready Smartphones werden bereits produziert und vermutlich wird Google auf einem Presse-Event am 4. Oktober ein eigenes Daydream-Headset offiziell präsentieren. Developer, die für die neue VR-Plattform entwickeln wollen, dürfen sich aber bereits jetzt freuen: Das Google VR SDK mit Support für Daydream steht ab sofort in Version 1.0 zur Verfügung und schafft damit den Sprung aus der Beta-Phase.

Die neue Version des SDKs sorgt vor allem für eine Vereinfachung typischer VR-Entwicklungsaufgaben; zudem werden integrierte asynchrone Reprojections, High Fidelity Spatial Audio und Interaktionen mit dem Daydream-Controller unterstützt. Darüber hinaus arbeitet Google auch weiterhin mit den Spieleengine-Entwicklern Unity und Unreal zusammen. Das Google VR SDK bringt in der neuen Version darum eine native Daydream-Integration in Unity mit; außerdem wurden deutliche Verbesserungen bei der nativen Integration von Unreal Engine 4 vorgenommen.

Mehr Informationen zu den Neuerungen bietet der zugehörige Blogpost von Nathan Martz im Google-Entwicklerblog; Google VR SDK 1.0 steht auf der Projektwebsite zum Download zur Verfügung.

Daydream-App-Veröffentlichung bis 2017 nur für ausgewählte Entwickler möglich

Nach Google Cardboard ist Daydream die zweite VR-Plattform, mit der sich Google am Virtual-Reality-Markt ganz vorn etablieren will. Kann jedoch für Cardboard praktisch jeder Android-Entwickler Cardboard-Applikationen im Google Play Store veröffentlichen, sieht das für Daydream zunächst anders aus.

Wie jetzt bekannt wurde, sollen zumindest bis 2017 nur ausgewählte Entwickler Daydream-Applikationen im Play Store veröffentlichen können. Dazu erklärt Ben Lang in seinem Artikel zum Thema:

Only developers who are accepted into the Daydream Access Program (DAP) will be allowed to publish apps at this Falls’s Daydream launch. Everyone else will be allowed to publish apps „early next year“.

Entwickler können sich aktuell für das Daydream Access Program bewerben; benötigt werden unter anderem Informationen zu der entwickelten App und ob diese bereits für andere VR-Plattformen zur Verfügung steht. Entwickler, die in das DAP aufgenommen werden, erhalten Zugriff auf die neusten Updates der Daydream-Entwickler-Tools und können direkt mit dem Daydream-Entwickler-Team und der DAP-Community Kontakt aufnehmen.

Was genau die Gründe für die Einführung des DAPs sind, ist, so Lang, nicht eindeutig geklärt. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass Google damit sicherstellen will, dass „the initial Daydream offerings abide by VR best practices, show a good face for Google’s new VR initiative, and establish a foundation of initial high-quality apps for newer VR developers to learn from.“

Google stellt Daydream View vor

Gestern fand Googles Hardware-Event statt, bei dem nicht nur das neue Google-Smartphone Pixel vorgestellt, sondern auch Daydream View erstmals offiziell gezeigt wurde. Bei der Präsentation hob Googles VP of VR, Clay Bavor, vor allem das Design des VR-Headsets hervor, das für mehr Komfort beim Tragen sorgen soll. Daydream View ist mit weichem, atmungsaktivem Stoff überzogen und ist dadurch, so Bavor, 30 Prozent leichter als ähnliche Headsets. Außerdem wurde das Headset so designed, dass es problemlos über einer Brille getragen werden kann.

Ebenso betonte Bavor die leichte Bedienbarkeit. Ähnlich wie bei Google Cardboard wird das Daydream-ready-Smartphone in einer dafür vorgesehenen Klappe befestigt; die Verbindung zwischen Smartphone und Headset wird kabellos hergestellt. Das besondere daran: Daydream View kommt mit einem zugehörigen Controller, der bei Nicht-Benutzung in der Smartphone-Klappe verstaut werden kann.

Und apropos Controller: Dieser ist für die Interaktion mit der virtuellen Welt entwickelt worden und erlaubt es dank versteckter Sensoren, die Bewegung des Controllers aufzuzeichnen. Ausführbar sind zum Beispiel Wurfbewegungen, das Zeigen auf Gegenstände und sogar Malen soll mit dem Daydream-View-Controller möglich sein.

Experiences für Daydream View

Der Erfolg eines VR-Headsets steht und fällt mit dem Content, der für das Device zur Verfügung steht. Während des Google-Events wurden dementsprechend direkt zahlreiche spannende VR-Experiences für das neue Mobile-VR-Headset vorgestellt. So partnert Google zum Beispiel mit Warner Bros für eine exklusive VR-Experience zu J.K. Rowling’s „Wizarding World of Fantastic Beasts and Where to Find Them“, aber auch die New York Times, Netflix, Hulu und HBO zählen zu den Partnern, die Content für Daydream View bereitstellen wollen.

Auch im Gaming-Bereich sollen zahlreiche Spiele für Daydream View zur Verfügung stehen, darunter etwa Wonderglade, Gunjack 2, Need for Speed, EarthShape, DangerGoat, Home Run Derby und Hungry Shark World. Und natürlich dürfen auch die bekannten Google-Apps für Daydream View nicht fehlen: YouTube, Google Street View und Google Play Movies ermöglichen künftig allesamt den Content-Genuss in der virtuellen Realität.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis des Headsets ist eine Kampfansage an die Konkurrenz von Oculus und Co: Daydream View soll 69 Euro (79 US-Dollar) kosten und steht ab November im Google Store und bei der Deutschen Telekom zur Verfügung. Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Blogpost im Google-Blog; das folgende Video zeigt ein erstes „Hands On“ mit Daydream View:

Daydream Keyboard – Erste App für die Daydream-Plattform gelauncht

Noch gibt es weder Daydream-ready Smartphones noch das Anfang des Monats auf dem Google-Event vorgestellte Daydream View –aber die erste App für Googles Daydream-Plattform steht immerhin schon mal im Play Store zur Installation zur Verfügung. Daydream Keyboard, so der Name der App, ist dabei auf jeden Fall essentiell für die Nutzung der Mobile-VR-Plattform, denn manch andere Daydream-App wird sich ohne Daydream Keyboard nicht bedienen lassen. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Tastatur, die in anderen Applikationen geöffnet wird; das Tippen wird per Zeigebewegung mit den Motion Controllern erledigt.

Dass es die ersten Daydream-Apps bereits im Play Store gibt, obwohl bisher weder Headset noch entsprechende Smartphones erschienen sind, ist übrigens nichts ungewöhnliches, sagt Jamie Feltham in seinem Artikel zum Thema. So könne Google noch letzte Tests durchführen und sichergehen, dass zum Verkaufsstart des Gesamtprodukts alles reibungslos klappt; zudem ist es noch mal ein deutliches Zeichen, dass Daydream View und die Pixle-Smartphones auf dem Weg sind und in Kürze erscheinen werden.

Google VR Services steht zur Verfügung

Am morgigen Donnerstag, 10. November 2016, erscheint mit Daydream View offiziell das erste Headset für Googles neue Virtual-Reality-Plattform. Um die vollständige Daydream-Experience genießen zu können, werden allerdings verschiedene Apps benötigt – wie etwa Google VR Services, das seit kurzem im Play Store zum Download zur Verfügung steht.

Die App sorgt für eine ganze Reihe wichtiger Funktionalitäten bei der Nutzung des VR-Headsets, etwa das Anzeigen von Benachrichtigungen während des Tragens des HDMs sowie das Aufrufen beziehungsweise Beenden von VR-Apps. Außerdem wird Google VR Services benötigt, um Daydream-ready-Headsets und die zugehörigen Remote Controls mit dem Daydream-ready-Smartphone des Users zu verbinden. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Peter Graham; die App kann im Play Store heruntergeladen werden.

Daydream View ist offiziell verfügbar

Seit gestern (10.11.16) steht mit Daydream View das erste Head-Mounted-Display (HDM) für Googles Mobile VR-Plattform Daydream VR offiziell zur Verfügung. Für die Nutzung wird ein Daydream-fähiges Smartphone benötigt; aktuell erfüllen allerdings nur Googles eigene Smartphones Pixel und Pixel XL die entsprechenden Anforderungen. Seit der Vorstellung von Daydream View Anfang Oktober konnten Interessierte das Headset vorbestellen; zudem wurde fleißig an einer Reihe von Applikationen zum Launch des VR-Headsets gearbeitet.

Neben den oben bereits vorgestellten Apps Daydream Keyboard und Google VR Services stehen aber vor allem vollständig immersive VR-Experiences auf der Wunschliste der Nutzer ganz oben. Hier hat Google zum Launch-Tag bereits einiges zu bieten: So wurden insbesondere beliebte Google-Apps wie YouTube und Street View mit entsprechenden VR-Versionen versehen, aber auch Google Photos, Google Play Movies und Google Arts & Culture können mit Daydream View in der virtuellen Realität genutzt werden.

Daneben stehen zahlreiche weitere Apps und VR-Experiences für das neue Headset zur Verfügung, darunter etwa von Zeitungen wie The Guardian und dem Wall Street Journal, dem Nachrichtendienst CNN und diversen Spieleherstellern. Einen Überblick über die verfügbaren Apps bietet etwa ein Artikel von Jamie Feltham.

Daydream View ist in Deutschland im Google Store sowie bei der Deutschen Telekom zum Preis von 69 Euro erhältlich; alle weiteren Informationen zum Launch des Headsets bietet der zugehörige Blogpost von Andrey Doronichev im Google-Blog.

Moto Z und Moto Z Force sind Daydream-ready

Seit gut zwei Wochen steht mit Daydream View das erste kommerzielle Daydream-Headset von Google zur Verfügung. Das funktionierte bisher allerdings nur mit Googles eigenem Pixel Phone – insbesondere, weil kein anderer Hersteller alle Anforderungen für die Nuzung mit Googles VR-Headset erfüllen konnte. Nun kündigte Motorola in einem Blogpost an, noch diese Woche das Update auf Android 7.0 Nougat für seine Smartphone-Reihe Moto Z und Moto Z Force auszurollen. Damit können beide Geräte künftig auch mit Daydream View genutzt werden und sind so die ersten Daydream-ready Smartphones außerhalb von Googles eigenem Daydream-Ökosystem. Dazu sagt Motorola:

These are the first smartphones from another manufacturer to be recognized by Google as Daydream-ready devices – a distinction given to phones that have been certified for the Daydream platform and are built for VR with high-resolution displays, ultra-smooth graphics and high-fidelity sensors for precise head tracking.

Allzu preisgünstig sind allerdings auch die Motorola-Smartphones nicht: das Moto Z kostet auf der deutschen Herstellerseite ab 699€, das Moto Z Force beginnt auf der US-Seite preislich bei 720 US-Dollar.

Minimalanforderungen für Daydream-ready-Smartphones in der Android-Dokumentation

Für jede Major-Version seines Mobile-Betriebssystems Android gibt Google ein detailliertes Compatibility Definition Document (CDD) heraus, in dem sämtliche Anforderungen an die Geräte definiert werden. Hersteller müssen sich strickt daran halten, damit ihr Gerät als Android-kompatibel eingestuft wird. Im CDD für die aktuelle Android-Version (Android 7.x „Nougat“) sind nun erstmals die Minimalanforderungen für Daydream-ready-Smartphones aufgeführt.

Dazu zählen etwa die Displayspezifikationen (Auflösung und Größe) sowie die Unterstützung für einen Low-Persistence-Modus und das Aufrechterhalten von mindestens 60Hz, wenn das Gerät im VR-Modus genutzt wird. Außerdem benötigen Devices mindestens zwei physische Cores, von denen einer exklusiv von der Virtual-Reality-App genutzt werden kann. Ebenso sind Support für OpenGL ES 3.2 und Vulkan Hardware-Level 0 nötig; empfohlen wird zudem Unterstützung für Vulkan Hardware-Level 1.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Anforderungen, die Daydream-ready-Smartphones erfüllen müssen. Sie können im CDD unter Punkt 7.9 nachgelesen werden. Alle weiteren Informationen zum Thema bietet ein Artikel von Dominic Brennan.

Huawei stellt neues VR-Headset für Daydream-Plattform vor [Update vom 9. Januar 2017]

Im November erschien mit Daydream View das erste Headset für Googles Mobile-VR-Plattform Daydream. Nachdem nun nach und nach immer mehr Daydream-ready-Smartphones auf dem Markt erscheinen, steht nun auch die Veröffentlichung des zweiten Daydream-Headsets bevor. Hergestellt wird es von Huawei und soll, so sagt Joe Durbin in seinem Artikel zum Thema, Ähnlichkeit mit einer älteren Generation der Samsung Gear VR haben. Ebenso soll das Headset sich auch den Google VR Motion Controller zunutze machen, der ein wichtiger Bestandteil des Daydream-Ökosystems ist.

Neben dem neuen Daydream-Headset stellt Huawei auch ein neues Daydream-ready-Smartphone vor; weitere neue Smartphones zur Nutzung mit Daydream gibt es außerdem bald von Asus (ZenFone AR) und ZTE (Axon 7). Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Blogpost im Google-Blog.

Google öffnet Play Store für alle Daydream-App-Entwickler [Update vom 25. Januar 2017]

Seit November ist Googles Mobile-VR-Headset Daydream View offiziell verfügbar – und damit auch entsprechende Daydream-Apps im Play Store. Allerdings konnten bisher nur ausgewählte Entwickler und Partner Daydream-kompatible Apps veröffentlichen. Das wird sich nun ändern: Wie Ian Hamilton berichtet, können ab sofort alle Entwickler Daydream-Apps im Play Store veröffentlichen – zumindest sofern sie sich an die Entwicklungs-Guidelines halten.

Wie immer gibt es dabei zwei Seiten: zum einen bedeuten mehr Apps natürlich mehr Auswahl für die User. Andererseits heißt das aber auch, dass guter Content künftig schwieriger zu finden sein wird – ein Problem, mit dem der Mobile-App-Markt generell zu kämpfen hat. Allerdings, so sagt Hamilton, dürfte die Öffnung des Play Stores für alle Entwickler von Daydream-Apps der Mobile-VR-Plattform gut tun. Mit Samsungs Gear VR trifft man nämlich weiterhin auf starke Konkurrenz, die sich zuletzt über fünf Millionen verkaufte Headset freute. Auch in puncto Weiterentwickung des Daydream-Ökosystems dürfte die Änderung förderlich sein – insbesondere, weil viele der bisher verfügbaren Apps nur geringe Installationszahlen aufweisen konnten.

Daydream Labs: Möglichkeiten der Virtual Reality entdecken

Die Entwicklung für Virtual Reality mag zwar noch am Anfang stehen, trotzdem hat die VR-Community bereits einen langen Weg hinter sich, was das Verständnis von gut funktionierender Hard- und Software sowie Videos im VR-Bereich angeht. Trotzdem gäbe es noch viel zu entdecken, erklärt Andrey Doronichev im Google-Entwicklerblog. Deswegen hat das Google-Team nun Daydream Labs vorgestellt – einen Hub, in dem die Möglichkeiten der VR-Entwicklung für Googles neue Mobile-VR-Plattform Google VR Daydream erforscht werden sollen.

Ein Fokus sind dabei Apps. So hat das Entwickler-Team alleine im letzten Jahr über 60 Apps entwickelt, die verschiedene Use Cases und Interaktionsdesigns untersuchen sollen. Natürlich sind nicht alle diese Experimente erfolgreich, trotzdem können sich einige der Ergebnisse durchaus sehen lassen. Etwa das virtuelle Drumkit, das HTC-Vive-Controller als Drumsticks einsetzt und das Schreiben in der virtuellen Realität vereinfacht. Das folgende Video gibt einen Eindruck, wie die Applikation funktioniert:

Das Ergebnis: das Schreiben mit den VR-Drumsticks klappt deutlich schneller als mit einem LaserPoint und sogar die geschriebenen Worte pro Minute lassen sich mithilfe eines passenden Spiels tracken.

Gemeinsame VR-Experiences steigern User Experience

Wie wirkt sich der soziale Aspekt auf die User Experience bei der Nutzung von Virtual-Reality-Plattformen wie Daydream VR aus? Das ist eine der Fragen, der das Team von Daydream Labs in seinen Experimenten nachgeht. Untersucht wurden dafür beispielsweise Multiplayer-VR-Spiele wie Bowling oder Puzzle-Collaborations.

Dabei stellte das Daydream-Labs-Team fest, dass es die VR-Experience deutlich verbessert, wenn man sich mit anderen Usern gemeinsam in der virtuellen Realität befindet – zumindest, wenn einige Aspekte bei der Erstellung solcher VR-Experiences bedacht werden. Dazu gehören etwa eine vereinfachte Repräsentation der User, die Verbindung aus „echter“ und virtueller Realität (sprich, Usern auch dann ein Gefühl des Connected-seins zu bieten, wenn sie sich alleine in der VR befinden) oder die Tatsache, dass es gerade für VR-Einsteiger einfacher ist, sich bestehenden Multi-Player-Experiences anzuschließen, als selbst welche zu starten.

Mehr Informationen zum Thema bietet der zugehörige Blogpost im Google-Entwicklerblog; dort finden sich auch einige visuelle Eindrücke davon, wie eine Multiplayer-VR-Experience aussehen könnte.

3D-Objekte in VR animieren

Egal, ob bei Spielen oder während des Ansehens von Videos – Virtual Reality erlaubt es Usern, eine neue Welt zu betreten und die Story darin fast persönlich mitzuerleben. Was passiert aber, wenn man selbst die Geschichte erzählen und sie nicht nur erleben will? Mit genau dieser Frage hat sich das Team von Daydream Labs beschäftigt und in einigen neuen Experimenten nach Wegen gesucht, wie die technische Komplexität beim Erstellen von Animationen in VR reduziert und die Arbeit mit Animationen auf spielerischere Art und Weise umgesetzt werden kann.

Vor allem drei Punkte sind dem Daydream-Labs-Team dabei aufgefallen:

  • der Bedarf an komplexen Metaphern verschwindet in VR
  • die Lernkurve sinkt auf null
  • User reagieren auf virtuelle Umgebungen genauso wie auf reale

Das folgende Video gibt einen Eindruck davon, wie Animationen in VR umgesetzt werden können – hier in Form eines Skeletts, dessen Hände, Füße und Kopf unabhängig voneinander bewegt werden können:

In einem Blogpost erklärt Rob Jagnow auch, dass diese Art von Animationssystem die bekannten professionellen Tools zwar nicht ersetzen wird, aber einige Use Cases intuitiver und natürlicher gestalten und so VR-Storytelling leichter zugänglich machen kann.

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

Python Summit 2019

Daten analysieren und transformieren mit Python

mit Doniyor Jurabayev (Freelancer)

Advanced Flow Control

mit Oz Tiram (noris network AG)

Aufmacherbild: virtual reality headset and smartphone on white background von Shutterstock / Urheberrecht: Iaremenko Sergii

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