Chef stellt sein neues Open-Source-Projekt Habitat vor

Habitat – Applikationen einfacher automatisieren
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Heutzutage hat eigentlich jedes Unternehmen eine umfangreiche digitale Präsenz – meist in Form verschiedener komplexer Custom-Applikationen, was das Managen solcher Applikationen meist schwierig macht. Hat bisher traditionell die Infrastruktur das Design der Applikation bestimmt, fährt das neue Open-Source-Projekt Habitat einen anderen Ansatz und stellt die Applikation in den alleinigen Vordergrund.

Habitat wurde von Chef Software, dem selbsternannten „Leader in automation for DevOps“ entwickelt und soll einen neuen Ansatz für die Automatisierung von Applikationen darstellen. So erlaubt das Tool es Applikationen, sowohl über unabhängige Infrastrukturen hinweg übertragbar zu sein als auch selbst die Infrastruktur-Features auszuwählen, die der Applikationen zugutekommen.

Damit können Applikationen einfacher über unterschiedliche Umgebungen – etwa Container, PaaS oder Cloud-Infrastrukturen – hinweg ausgeführt werden. Gleichzeitig, so erklärt Lucas Welch in der Vorstellung des Tools, können sich Unternehmen so besser auf den Business-Value und die Entwicklung neuer Features konzentrieren, als sich ständig um die Ansprüche bestimmter Runtime-Environments kümmern zu müssen.

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Habitat – das steckt dahinter

Mit Habitat deployte Applikationen sollen, so verspricht das Entwickler-Team, sich der Entwicklungsumgebung bewusst sein und auf sie reagieren können. Dazu sagt Welch:

Habitat’s novel approach to packaging allows the application to be independent of any particular infrastucture environment and fully utilize underlying infrastructure without custom optimization.

Außerdem bietet das Tool ein neuartiges Interface, das alltägliche Aufgaben vereinfacht darstellen soll. Applikationen, die in ein Habitat-Package gewrappt sind, können in jedem Environment ausgeführt werden; zudem lassen sich selbst Legacy-Applikationen in ein anderes Environment portieren. Genauso soll das Tool die Komplexität beim Managen von Containern im Production-Environment vereinfachen und sich auch leicht in den DevOps-Workflow von Chef integrieren lassen.

Im Vordergrund steht dabei die sogenannte Application Automation. Das heißt vor allem, dass alles, was eine Applikation benötigt – von Build-Dependencies über Run-Time-Dependencies bis hin zu Deployment-Strategies – direkt zur Applikation gehört, während Runtime und Infrastruktur nur als Support der Applikation dienen. Dazu sagt Adam Jacob in einem Blogpost im Chef-Blog:

The automation must travel with the application, rather than be provided by the platform.

So soll das Tool die Komplexität des Erstellens und Managen von Applikationen deutlich verbessern und letztendlich auch zu einer besseren User Experience beitragen.

Habitat steht Open Source auf der Projektwebsite zum Download zur Verfügung. Dort findet sich neben weiterführenden Informationen auch eine Demo, die die Arbeit mit dem Tool verdeutlicht.

Name Habitat
Hersteller Chef Software, Inc.
Projektwebsite https://www.habitat.sh/
GitHub https://github.com/habitat-sh/habitat

Aufmacherbild: von Shutterstock / Urheberrecht: Emiel de Lange

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