Was macht die HoloLens von Microsoft für Entwickler interessant?

„Die HoloLens strahlt vom ersten Moment an eine eigene Faszination aus“
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Windows 10 läuft als erste Windows-Version mit dem gleichen Kern auf zahlreichen Devices. Das neueste und zukunftsweisende darunter ist die HoloLens – Microsofts AR- bzw. Mixed-Reality-Brille. Die HoloLens ist stark in das Windows-10- und Azure-Konzept von Microsoft eingebunden – daher sollte jeder .NET-Entwickler UWP-Apps dafür entwickeln können. Wir haben mit Roman Schacherl und Daniel Sklenitzka, softaware gmbh, über die HoloLens gesprochen.

Was macht die HoloLens für euch als Entwickler spannend?

Roman Schacherl/Daniel Sklenitzka: Die HoloLens strahlt vom ersten Moment an eine eigene Faszination aus – irgendwie ein Blick in die Zukunft, plötzlich Realität geworden. Wir beschäftigen uns auch in der klassischen Software Entwicklung gerne mit User Experience und der Gestaltung von Benutzeroberflächen – da steht man bei der HoloLens natürlich wieder ganz am Anfang.

Augmented Reality, Virtual Reality, Mixed Reality – da ist das Marketing gerade auch kräftig am Werkeln. Denkt ihr, dass Geräte wie die HoloLens in den Massenmarkt kommen und zur Alltags-Reality werden oder bleiben sie eher eine spannende Lösung für Spezialanwendungen?

Schacherl/Sklenitzka: Es wird auch in Zukunft noch Anwendungsfälle geben, wo wir mit 2D, Maus und Tastatur ganz gut aufgehoben sind. Und wir werden in den nächsten Jahren nicht alle mit spacigen Visierhelmen durch unsere Umgebung laufen.

Aber die Geräte werden vielfältiger und billiger – und das ermöglicht wieder mehr Lösungen, auch im Businessumfeld. Microsoft hat Windows Holographic gegenüber Drittanbietern geöffnet, man darf gespannt sein, welche Devices in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. Zumindest der Spielesektor wird dafür sorgen, dass Mixed Reality den Massenmarkt erreicht – wir sehen aber auch darüber hinaus viel Potential.

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Wo seht ihr den „sinnvollsten“ Einsatzbereich für die HoloLens?

Schacherl/Sklenitzka: Gelten Spiele bereits als „sinnvoll“? Die Spieleindustrie hat sicher ganz viele Ideen, mit Mixed Reality ein komplett neues Erlebnis zu kreieren.

Ansonsten sind wir gerade in der Phase, verschiedene Einsatzmöglichkeiten auszuprobieren: Wo bringt 3D wirklich Mehrwert? Wo genügt Augmented Reality, wo benötigt man Mixed Reality? Wie komplex kann die Navigation werden? Es sind noch viele Fragen zu klären und viele kreative Lösungen zu finden.

Wie hoch ist die Hürde für .NET-Entwickler, um für die HoloLens zu schreiben?

Schacherl/Sklenitzka: Es ist relativ einfach, ein fertiges 3D-Modell in der HoloLens anzuzeigen. Die .NET-Entwickler müssen sich dafür nur wenig Unity-Know-How aneignen, das geht rasch.

Aber: Um eine ernsthafte HoloLens-Anwendung zu bauen, ist die Hürde ungleich höher. 3D-Modelle und -Animationen, Sprachsteuerung, Navigationsdesign – hier warten viele Herausforderungen, in denen der typische .NET-Entwickler selten Erfahrung vorweisen kann.

roman_schacherlRoman Schacherl ist Gründer und Geschäftsführer der Firma softaware gmbh und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit moderner Softwareentwicklung vorwiegend im Microsoft-.NET-Umfeld. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er für seine Kunden individuelle Lösungen, wobei auf Benutzerfreundlichkeit und gute User Experience besonders Wert gelegt wird. Zusätzlich ist er Autor eines Buchs und mehrerer Fachartikel, nebenberuflich Lehrender an der FH Oberösterreich und als Sprecher auf Entwicklerkonferenzen im deutschsprachigen Raum tätig. Roman Schacherl ist Microsoft MVP für Windows Platform Development.
sklenitzka_danielDaniel Sklenitzka ist Gründungsmitglied und Gesellschafter der softaware gmbh und ist als Softwarearchitekt tätig. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Microsoft-Technologien, unterrichtet an der Fachhochschule Hagenberg nebenberuflich .NET und ist Autor mehrerer Fachartikel. Zur Softwareentwicklung fand er über die Spieleprogrammierung, die bis heute eine Leidenschaft geblieben ist.

 

Übrigens: In der BASTA!-Session „Holo, World! Entwickeln für HoloLens“ stellen Roman und Daniel den Einstieg in die Entwicklung für die HoloLens im Detail vor.

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