VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

HoloLens: Neue Version in 2019?, Oculus: Besseres QA-Testing & Augmented Climbing Wall
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Diese Woche dabei sind unter anderem Gerüchte zum Erscheinungstermin der nächsten HoloLens-Generation, Oculus Versprechen, Updates künftig einem besseren QA-Testing zu unterziehen und die Augmented Climbing Wall.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen, das diese Woche nicht nur Sportmuffel hinter dem Ofen hervorlocken dürfte.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

HTC steigt in Mobile-VR-Markt ein

Oculus hat es vorgemacht und mit der Oculus Rift und der Gear VR sowohl im PC- als auch im Mobile-Bereich zwei Virtual-Reality-Headsets herausgebracht. Bisher hat sich HTC mit der HTC Vive vor allem im PC-gebundenen VR-Bereich einen Namen gemacht, will aber, so berichtet Jamie Feltham, mit einer neuen Mobile-VR-Lösung nachziehen. Im Gegensatz zur Gear VR oder Googles Daydream View soll das neue Headset allerdings ohne die Hilfe eines Smartphones betrieben werden. Stattdessen soll es eine Standalone-Lösung repräsentieren, die auf On-Board-Computing und Inside-Out-Tracking zurückgreifen könnte. Detaillierte Informationen zu dem neuen Device gibt es natürlich noch nicht; auf dem Launch-Event des neuen HTC-Flagschiff-Smartphones HTC U ließ HTCs CFO Chia-Lin Chang jedoch verlauten, dass das Produkt noch in diesem Jahr erscheinen soll. Dann heißt es wohl erst mal: Abwarten und Tee trinken.

Microsoft HoloLens: Neue Version erst im Jahr 2019?

Vor gut zwei Jahren hat Microsoft sein Mixed-Reality-Headset HoloLens in einer ersten Version vorgestellt. Statt wie üblich eine zweite Version mit geringfügigen Änderungen zu veröffentlichen, könnte Microsoft möglicherweise direkt auf Version 3 der HoloLens springen. Das zumindest behauptet Brad Sams in einem aktuellen Artikel, laut dem die nächste HoloLens-Version erst im Jahr 2019 als neue HoloLens-Generation erscheinen soll. Dazu sagt Sams:

the company is making a bet that the advancements they are investing in today for the v3 version of HoloLens are significant enough and add enough value to the product that it will make sure they continue to lead the segment by getting that device to market earlier.

Das klingt durchaus sinnvoll, denn aktuell gibt es kaum wirkliche Konkurrenz für Microsofts HoloLens, zumal Magic Leap nach wie vor kein konkurrenzfähiges Device vorgestellt hat. Stattdessen, so sagt Sams weiter, könnte eine solche Entscheidung dafür sorgen, dass ein im täglichen Leben nutzbares Device früher erscheint, als die ursprüngliche Roadmap hoffen ließ. Microsoft hat sich übrigens bisher nicht zum Thema geäußert; ob eine neue HoloLens-Version tatsächlich erst in zwei Jahren erscheint, bleibt also erst mal abzuwarten.

Vive Tracker Dev Kits werden ausgeliefert

Wir erinnern uns: Vor einigen Wochen kündigte HTC an, 1.000 Vive Tracker Dev Kits an Entwickler auszuteilen, um schon vor dem offiziellen Launch ein „ecosystem of accessories and VR game implementations for the motion-tracker accessory“ aufzubauen. Rund 2.300 Bewerbungen gingen seitdem bei HTC ein, und ein Ende ist erst mal nicht abzusehen. So kündigte HTC an, den Bewerbungsprozess zunächst weiterlaufen zu lassen, auch wenn die ersten Dev Kits des Vive Tracker nun bereits ausgeliefert werden. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Ben Lang.

Microservices Summit 2019

Kubernetes Kickstarter

mit Jörg Müller (INNOQ)

In 7 Schritten zum Cloud-Native mit AWS

mit Matthias Rosenstock und Christian Schulz (OPEN KNOWLEDGE)

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Unreal Engine 4.15 mit PSVR-Aim-Controller-Support

Mit Unreal Engine 4.15 steht die neuste Version der Spieleentwicklungsengine zur Verfügung. Neben zahlreichen neuen Features und Verbesserungen bringt das Update auch speziell für VR-Entwickler wieder einige Neuerungen mit sich. Dazu zählen etwa Updates des Quick- und Radial-Menüs im VR-Editor, ein neuer Ziffernblock sowie Support für die PlayStation VR Aim Controller. Außerdem bringt das Update Monoscopic Field Rendering – ein experimentelles Feature, das vor allem für eine verbesserte Performance sorgen soll. Alle Änderungen sind im Unreal-Engine-Blog zusammengefasst.

Oculus kündigt besseres QA-Testing für nächstes Update an

Eigentlich sollte das aktuelle Update für die Oculus Rift die bei vielen Usern aufgetretenen Tracking-Probleme beheben. Tatsächlich führte die Aktualisierung bei einigen Nutzern aber eher zu noch mehr Problemen, sodass Oculus schon bald mit Version 1.12 nachbessern will. Für das kommende Rift-Update steht zwar noch kein Release-Datum fest, allerdings soll es zuvor durch umfangreiches QA-Testing ausführlich auf Herz und Nieren geprüft werden. Außerdem, so heißt es in einem Artikel von Jamie Feltham, plant man ein Early Preview Program, bei dem Rift-User die neusten Versionen vor dem offiziellen Launch testen können. Mehr Informationen dazu finden sich auch im Oculus Forum.

SteamVR: 30 Apps bringen Einnahmen in Höhe von 250.000 US-Dollar

Mittlerweile stehen mehr als 1.000 Titel auf Steam zur Verfügung, die über Support für Virtual Reality verfügen – und es werden stetig mehr. Wer sich jetzt allerdings den großen Gewinn für seine VR-Entwicklung ausrechnet, könnte angesichts der deutlichen Worte von Valve-Präsident Gabe Newell enttäuscht sein. Gerade einmal 30 VR-Apps konnten Einnahmen von 250.000 US-Dollar oder mehr für sich verbuchen, bekannte Newell bei einem Presse-Event, zeigt sich in puncto Virtual Reality laut eines Artikels von Dominic Brennan aber weiter optimistisch. „It’s going in a way that’s consistent with our expectations“, sagt Newell – was immer das auch konkret heißen mag.

Ambiotherm: Realistische Wettersimulationen in Virtual Reality

Die virtuelle Welt nicht nur sehen, sondern auch fühlen – genau dafür soll ein von Nimesha Ranasinghe und seinem Team entwickeltes, Ambiotherm genanntes Device sorgen. Das Gerät wird an bestehenden Virtual-Reality-Headsets befestigt und simuliert mithilfe einer Custom-Mobile-Applikation die Temperatur und das Wetter einer VR-Anwendung. Zwei Lüfter, die vor dem User platziert werden, simulieren Wind, während ein auf dem Nacken des User platziertes Temperaturmodul sich je nach simulierter Umgebung aufheizt oder runterkühlt. Damit kann dem User eine deutlich intensivere Immersion geboten werden; Pläne für ein Release von Ambiotherm für den Consumermarkt gibt es allerdings noch nicht.

Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Kyle Melnick.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

AltspaceVR erhält Support für Google Daydream und Android

Die soziale VR-Experience AltspaceVR ermöglicht es Usern, sich mit Freunden in der virtuellen Realität zu treffen, mit ihnen zu sprechen oder mit ihnen Spiele zu spielen. Ab sofort steht die App auch für Android und Googles Daydream View zur Verfügung und schafft damit den Sprung auf zwei weitere wichtige Systeme. Vor allem der Support von Android spielt dabei eine wichtige Rolle – insbesondere dank der hohen Verbreitung von Android-Devices. Dazu sagt Joe Durbin:

Giving that many people a glimpse into a VR world, even if it’s a restricted experience, could provide a massive boost to VR’s adoption rate.

AltspaceVR bringt demnach in der neusten Version ein neues Mobile-View-Feature mit, mit dem AltspaceVR sogar ohne VR-Headset auf einem Android-Device genutzt werden kann.

Legend of Zelda VR Map

Nächste Woche erscheint Nintendos neuste Konsole Nintendo Switch. Viele User haben dabei gehofft, dass die Switch auch Support für Virtual-Reality-Content mitbringen würden, allerdings ist selbiger erst mal nicht geplant. Ein Grund, warum solch ein VR-Support bei einer Nintendo-Konsole durchaus wünschenswert wäre, ist für David Jagneaux die folgende VR-Nachbildung von Hyrule aus den Zelda-Spielen.

Die VR-Experience wurde von VRmy of Darkness entwickelt, wird allerdings aus Copyright-Gründen wohl nie als tatsächlich spielbares Game erscheinen, so die Entwickler. In einem Blogpost geben sie Einblick in die Erstellung der Experience; mehr Informationen zum Thema bietet der oben genannte Artikel.

LovinVR erleichtert erstes Date in Virtual Reality

Die Dating-Welt erreicht die virtuelle Realität. Mit LovinVR ist die erste VR-Dating-App erschienen, die Usern beim ersten Daten behilflich sein will. Nutzer können sich auf der zugehörigen Projektseite anmelden und ihr Profil hinterlegen; selbiges kann dann von anderen Nutzern in der Virtual Reality aufgerufen werden. Wie das funktioniert, zeigt das folgende Video; mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Tomislav Bezmalinovic.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Augmented Climbing Wall: Mehr Spaß beim Workout

Egal ob Multiplayer-Games oder tatsächliches Training – die vom finnischen Startup Augmented Climbing entwickelte Augmented Climbing Wall bietet einen ganz neuen Anreiz für das Workout. Die Kletterwand nutzt eine Kombination aus Tiefensensoren, einen fortgeschrittenen Projektor und „proprietary computer vision technology“ zur Übertragung von interaktiven Augmented-Reality-Experiences, die komplett mithilfe der Bewegungen des Nutzers kontrolliert werden. So stehen dem Nutzer viele verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung der Augmented Climbing Wall zur Verfügung – zum Beispiel das im folgenden Video gezeigte Climball:

Mehr Informationen dazu bietet sowohl ein Artikel von Kyle Melnick als auch die Projektseite.

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