VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

HTC Vive: 72 Stunden!, E3: Playstation VR & virtuelle Whisky-Experience
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Virtual Reality könnte das Top-Thema des Jahres in der Entwicklerwelt werden. Grund genug also, einmal einen Rundumblick zu wagen.

In dieser neuen Reihe wollen wir euch künftig einmal pro Woche unter anderem über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht, informieren.

In dieser Ausgabe haben wir sowohl Neuigkeiten aus dem Bereich Hardware, aber auch Themen zur VR-Software und Neuerungen im Gebiet VR-Entertainment aufbereitet. Zum Auftakt mit dabei sind diese Woche unter anderem ein neues Oculus-Debug-Tool, mit dem die Bildqualität der Oculus Rift gesteigert werden kann, die Einführung von „In-VR-Einkäufen“ bei Samsung und eine virtuelle Whisky-Experience.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Weltweite Lieferung der HTC Vive innerhalb von 72 Stunden

Lieferschwierigkeiten bei den hochpreisigen High-End-VR-Headsets sind zwar ärgerlich, aber nichts Neues. Vor allem auf die Lieferung der Oculus Rift müssen User und Entwickler aktuell noch lange warten, doch auch bei HTC gab es anfangs einige Probleme mit der Auslieferung der HTC Vive.

Das soll nun anders werden: so soll das Headset nicht nur direkt in verschiedenen Retail-Locations (z.B. einigen Microsoft Stores, GameStops und Micro Centers) im US-amerikanischen Einzelhandel erwerblich sein, sondern bei Online-Bestellungen über den HTC-Shop auch innerhalb von 72 Stunden beim Kunden ankommen – und zwar, so berichtet Paul James, weltweit! Ein gewagter Schritt, der nicht nur dazu dienen soll, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, sondern auch, um dem nach wie vor von Lieferschwierigkeiten geplagten Konkurrenten Facebook einige Kunden streitig zu machen.

Playstation VR auf dem Show Floor der E3

Vom 14. bis 17. Juni findet in Los Angeles die E3 statt. Sony bringt dabei sein für den Herbst angekündigtes VR-Headset Playstation VR sowie zehn Spiele mit, die Entwickler und Interessierte auf dem Show Floor in Augenschein nehmen können. Ein durchaus geschickter Marketing-Zug – immerhin ist die Playstation VR nicht nur das günstigste High-End-VR-Headset, sondern angesichts der Verbreitung der Playstation auch das wohl massenkompatibelste. Zu den Spielen, die auf der E3 probeweise gespielt werden können, zählen auch zwei bereits bekannte Games, die nun in einer VR-Auflage neu herausgegeben werden sollen: Psychonauts und Rez. Die ganze Liste der Games findet sich im oben genannten Artikel.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Samsung bald mit In-VR-Kaufoption?

Live-Events wie Sportveranstaltungen und Konzerte per Virtual-Reality-Headset mitzuerleben, ist einer der größten Anziehungsfaktoren von Headsets wie der Samsung Gear VR. Samsung hat nun ein neues Patent angemeldet, das umfangreiche Weiterentwicklungen in dem Bereich verspricht – und gleichzeitig auf eine mögliche Einführung von sogenannten „In-VR-Purchases“ hindeutet. So sollen omnidirektionale Kameras zur Gear VR hinzugefügt werden, die die verschiedenen Perspektiven des Veranstaltungsorts verdeutlichen. User können die für sie passende Kameraperspektive auswählen und die Veranstaltung darüber in der Virtual Reality miterleben – zum Preis des normalen Stadionpreises. Das zumindest ist der Grundgedanke der In-VR-Käufe, erklärt Zeena Al-Obaidi:

This has a whole new implication of how VR can impact the music or sport industry in creating a solution to letting fans watch shows or games remotely but for a price that would suit the stadium.

Dass Live-Events per VR zum Geld verdienen genutzt werden würden, ist wenig überraschend, könnte aber zu einem großen Problem werden, denn eigentlich sollten User vor allem über die geringeren Preise zur Nutzung der Live-Event-VR-Experiences ermuntert werden. Allerdings gäbe es aber wohl laut des Patent-Beispielsdiagramms keine großen Sprünge zwischen den Ticketpreisen und es stünde auch eine kostenlose Option zur Verfügung, verspricht Al-Obaidi abschließend.

Bildqualität der Oculus Rift mit Oculus-Debug-Tool verbessern

So vielversprechend die Nutzung der Oculus Rift für eine verbesserte Gaming-Experience auch sein mag, die detaillierte Darstellung von Charakteren oder Landschaften lässt oft zu wünschen übrig. Abhilfe schaffen soll das im Oculus SDK enthaltene Debug-Tool, mit dem Performance-Probleme behoben oder Runtime-Rendering-Elemente wie Compositor Layers kontrolliert werden können. Das Tool erlaubt es außerdem, die Pixel-Density zu erhöhen und unterstützt darüber hinaus die Angabe von inkrementellen Zwischenwerten, wodurch die Bildqualität deutlich verbessert werden soll. Mehr Informationen dazu bietet der Artikel How to Boost Rift Image Quality with the Oculus Debug Tool von Paul James, in dem auch erklärt wird, wie man beim Debuggen vorgehen sollte.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuellen Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

BBC unternimmt erste Schritte in Richtung VR

Nicht nur im Gaming- sondern auch im Bereich TV und Film wird Virtual Reality zu einem immer größeren Thema. Jetzt unternimmt auch das BBC die ersten Schritte in Richtung VR und hat nun auf dem Sheffield Doc/Fest mit „We Wait“, „Easter Rising: Voice of a Rebel“ und „Home“ die ersten VR-Projekte vorgestellt. Alle drei Projekte unterscheiden sich laut Zeena Al-Obaudi zwar in Sachen Content, Design und Userbefriedigung, haben aber dennoch eins gemeinsam: sie kommen direkt aus dem Research and Development Lab des BBC und geben einen ersten Eindruck davon, in welche Richtung sich VR-Content für Entertainment-Zwecke entwickeln könnte.

Multiplayer-Virtual-Reality-Arcades: Gemeinsamer VR-Spielspaß

Das Team von Google Labs hat es in einem seiner Experimente bereits herausgefunden: VR-Games machen gemeinsam einfach mehr Spaß und erleichtern vor allem den Einstieg in die Gaming-Welt der Virtual Reality. Das haben auch einige Arcade-Betreiber in Australien erkannt und bieten in Melbourne eine VR-Halle, in der man sich in der virtuellen Realität bewegen und sich gemeinsam mit einem Team gegen Zombies behaupten kann. Zero Latency heißt der Spaß, der bei den australischen Besuchern durchaus gut anzukommen scheint – immerhin haben bereits über 10.000 Interessierte die Multiplayer-VR-Arcade ausprobiert.

Das hat auch den Spielehersteller Sega aufmerken lassen, der das Projekt nun auch nach Japan bringen will. Ab dem 16. Juli soll Zero Latency im Freizeitpark Joypolis in Tokio verfügbar sein, weitere Ableger – auch in den USA und Europa – sowie neue Multiplayer-Spiele sind bereits in Planung.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Virtueller Besuch einer Whisky-Destillerie

Wer sich für Whisky interessiert, aber die bekannten Destillerien in Schottland oder den USA nicht ohne weiteres besuchen kann, bekommt mit dem Projekt „Journey into the Mind of the Malt Master“ nun die Möglichkeit, einen Blick in die Destillerie von Glenfiddich zu werfen. Der Film mixt Techniken wie fotoreales 3D-CGI, Aufzeichnungen von Dronen-Flügen und Live-Action-Tracking-Kamera-Shots, die in ein CG-Environment übertragen werden. Glenfiddich will den VR-Film für Whiskyproben in Bars und Reisezentren weltweit nutzen, einen Eindruck davon vermittelt das folgende Video:

Na dann: Cheers!

 

Aufmacherbild: Glasses for virtual reality. Vector illustration. von Shutterstock / Urheberrecht: Julia Kopacheva

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