VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

HTC Vive Tracker Developer Guidelines, Oculus Rift: Version 1.11 ausgerollt & Portal mit der HoloLens
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal dabei sind unter anderem die HTC Vive Tracker Developer Guidelines, die Ausrollung des angekündigten Updates für Oculus Rift und Oculus Touch und eine Demo von Portal für die HoloLens.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Mit dabei sind unter anderem die Verkaufszahlen von Microsofts HoloLens, die deutlichere Trennung zwischen der Consumer- und Business-Edition der HTC Vive und die Veröffentlichung des VR-Benchmarking-Tools VRScore.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

HoloLens: Microsoft äußert sich zu Verkaufszahlen

Beeindruckendes Positionstracking, genaue Handgesten-Erkennung und ein relativer hoher Preis – all das trifft auf die von Microsoft entwickelte HoloLens zu. Vor allem letzterer sorgte jedoch dafür, dass die High-End-Hardware eher selten den Weg in die Hände der User fand. Nun äußerte sich Microsoft zu den Verkaufszahlen der HoloLens, die in „the thousands“ anzusiedeln sind. Was zwar erst mal nach gar nicht so viel klingt, scheint für Microsofts Entwickler aber wohl ausreichend zu sein. In einem Interview mit The INQUIRER erklärte HoloLens Commercial Lead Roger Walkden:

We’re happy with the levels of sales that we’ve got – I can’t tell you anything about the numbers, but it’s in the thousands, not hundreds of thousands, and that’s fine. That’s all we need.

Mehr Informationen zum Thema bietet zudem ein Artikel von Kyle Melnick.

HTC Vive Tracker Developer Guidelines veröffentlicht

Wie wir letzte Woche bereits berichtet haben, will HTC seinen neuen Vive Tracker schon vor dem offiziellen Launch an 1000 Entwickler schicken, damit diese damit bereits erste Acessoires und ersten Content erstellen können. Ab sofort können sich Entwickler aber auch abseits davon den Vive Tracker genau anschauen – und zwar in den HTC Vive Tracker Developer Guidelines. Diese stehen seit kurzem öffentlich auf der Vive-Website zur Verfügung und beschreiben die „Ins and Outs“ des neuen Trackers. Von Input/Output-Optionen über Design-Empfehlungen bis hin zu Field of View und weiteren Systemanforderungen ist alles dabei. Der Blick darauf lohnt sich – nicht nur für Entwickler, die in Zukunft mit dem Vive Tracker arbeiten wollen. Eine Zusammenfassung der Entwickler-Guidelines findet sich zudem im Artikel von Ben Lang.

Vive Business und Vive Consumer Versionen sollen unterschiedlicher werden

Seit 2016 ist die HTC Vive nicht nur als Consumer-Edition verfügbar, sondern auch als teurere Business-Edition. Diese basiert zwar auf dem gleichen System, bietet aber einen detaillierteren Support, eine erweiterte Garantie und vergünstigte Konditionen beim Kauf von höheren Kontingenten des Virtual-Reality-Headsets. Künftig soll es aber größere Unterschiede zwischen der Business- und der Consumer-Ausgabe der Vive geben, berichtet Ben Lang. So gebe es bereits mehrere Segmente in puncto Software, auf die sich HTC in Zukunft konzentrieren will – Viveport, Viveport Arcade und Viveport Enterprise – im Hardware-Bereich fehle es aber noch an einer deutlicheren Trennung. Dazu sagt etwa Alvin Wang Graylin (China Regional President of Vive) im Gespräch mit Lang:

There will be increasingly more distinction between the Vive [consumer] and [business] versions over time and more manageability features in the software that’s needed by enterprise/business use.

Auch bezüglich des Release-Zyklus des VR-Headsets gab Graylin eine Prognose ab: Neue Headsets könnten alle ein bis drei Jahre auf den Markt kommen. Was daraus wird, muss sich aber erst noch zeigen: eine Ankündigung für die nächste Generation der HTC Vive gibt es nämlich noch nicht.

9 Gründe, warum Entwickler auch weiter für Cardboard entwickeln sollten

Google Cardboard ist eine kostengünstige Einsteigeralternative für VR-Neulinge. Nachdem nun immer mehr Headsets auf den Markt kommen, rückt Cardboard immer weiter in den Hintergrund – erst recht seit der Veröffentlichung von Googles neuem VR-Headset Daydream View. Allerdings, so denkt Alvi Syahrin, sollten VR-Entwickler trotzdem weiterhin Applikationen für Google Cardboard entwickeln – warum, erklärt er in seinen 9 Reasons Why VR Developers Should Never, Ever Forget the Cardboard Platform.

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Kubernetes Kickstarter

mit Jörg Müller (INNOQ)

In 7 Schritten zum Cloud-Native mit AWS

mit Matthias Rosenstock und Christian Schulz (OPEN KNOWLEDGE)

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

VRScore: VR-Benchmarking-Software offiziell verfügbar

Wer seinen PC fit für die Nutzung mit Virtual-Reality-Headsets machen will, schaut am besten auf die Minimalanforderungen des jeweiligen Herstellers. Noch einfacher – und vor allem detailliert – geht es künftig mit der VR-Benchmarking-Software VRScore, die nun offiziell zur Verfügung steht. Das Tool analysiert unter anderem die PC- und HMD-Rendering-Performance und -Latenz und bringt dabei auch Support für DirectX 12 und DirectX 11 mit. Aktuell gibt es drei Versionen – Media, Corporate und Corporate Premium – in Zukunft sollen auch eine Professional sowie eine kostenlose Version verfügbar gemacht werden. Das folgende Video gibt einen ersten Eindruck von dem Benchmarking-Tool.

VRScore steht auf der Produktwebsite zur Verfügung; mehr Informationen bietet auch der Artikel von Peter Graham.

Über 6 Millionen VR-Headsets in 2016 verkauft

Wie wir wissen, halten sich die Hersteller der High-End-VR-Headsets was die tatsächlichen Verkaufszahlen ihrer HMDs angeht, bedeckt. Trotzdem gibt es zahlreiche Berichte, die sich damit beschäftigen. So etwa auch der neuste Bericht von Super Data, laut dem im vergangenen Jahr insgesamt 6,3 Millionen Headsets verkauft wurden. Den Spitzenplatz dieser Auswertung sichert sich dabei Samsung Gear VR mit rund 4,5 Millionen verkauften Einheiten, auf Platz 2 folgt die PlayStation VR mit knapp 750.000 Headsets. Der dritte Platz geht an die HTC Vive mit 420.000 verkauften Einheiten. Wie gesagt: Genaue Aussagen zum Verkaufserfolg der Headsets kann man erst machen, wenn die Hersteller selbst offizielle Zahlen herausgeben, bis dahin bleiben einem leider nur solche Berichte wie der oben angesprochene Report von Superdata. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Joe Durbin.

Update für Oculus Rift und Oculus Touch wird ausgerollt

Wie kürzlich angekündigt, rollt Oculus aktuell das neuste Update für die Oculus Rift und Oculus Touch aus. Version 1.11 des Headsets und der Controller soll dabei vor allem eine Reihe Verbesserungen mit sich bringen – insbesondere, was den Roomscale-Support und das Guardian-Begrenzungssystem angeht. Einen Überblick über alle Neuerungen bietet etwa ein Eintrag im Oculus-Forum.

Während das erwartete Update aber vor allem Tracking-Verbesserungen mit sich bringen sollte, scheint es bei vielen Usern eher das Gegenteil zu bewirken. Eine aktuell laufende Umfrage auf Reddit zeigt, dass das Tracking in einem 3-Sensor-Setup bei rund einem Viertel der Teilnehmer schlechter wurde; knapp 14 Prozent meinen, es gäbe keine Veränderung. Es scheint also, als müsse Oculus da in den kommenden Updates noch mal nachbessern …

3D-Blu-Ray-Support für PlayStation VR

Im PlayStation-Blog wurde Ende letzter Woche das nächste System-Update für die PlayStation 4 vorgestellt. Version 4.50 steht ab sofort ausgewählten Testern als Beta zur Verfügung, mit dabei sind auch einige Neuerungen und Verbesserungen für User der PlayStation VR. So können PS4-User ihre Konsole künftig zum Abspielen von 3D-Blu-Ray-Discs nutzen und diese mithilfe der PSVR in stereoskopischem 3D ansehen. Außerdem soll es, so berichten zumindest die VR Nerds, auch Bild- und Trackingverbesserungen geben, allerdings fehlt dazu eine offizielle Meldung von Sony. Es bleibt also abzuwarten, worauf sich PSVR-Nutzer tatsächlich freuen dürfen, das Update soll aber wohl schon im nächsten Monat offiziell ausgespielt werden.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

PSVR: Das sind die meist heruntergeladenen Games in 2016

Im Oktober 2016 erschien Sonys Virtual-Reality-Headset, die PlayStation VR, offiziell. Seitdem wurden zahlreiche Games für das Headset vorgestellt und heruntergeladen. Welches das meist heruntergeladene Spiel für die PSVR in 2016 war, zeigt die offizielle PlayStation Store’s Top Downloads of 2016 Liste im PlayStation-Blog. Auf dem Siegertreppchen ganz vorn steht Job Simulator, auf den Plätzen folgen Batman: Arkham VR und Until Dawn: Rush of Blood.

Rock Band VR kommt im März für Oculus Rift

Sich einmal wie ein Rockstar fühlen – das soll bald mit Rock Band VR möglich sein. Die erste immersive Experience der beliebten Videospielreihe erscheint am 23. März 2017 für die Oculus Rift und kann bereits jetzt vorbestellt werden. Insgesamt soll das Spiel 60 Songs zum Nach- und Mitspielen mitbringen; welche das sind behält Rock-Band-Entwickler Harmonix aber weiterhin für sich. Mehr Informationen zum Thema bietet der Artikel von Joe Durbin.

Portal in der realen Welt – mit der HoloLens

Valves Portal-Spielreihe gehört zu den beliebtesten Games überhaupt. Noch besser wird es, wenn die ungewöhnlichen Mechaniken aus Portal in die reale Welt integriert werden – dachte sich zumindest Entwickler Kenny W, der das Ganze mit der HoloLens umgesetzt hat. Das Ganze ist schon reichlich beindruckend, wie das folgende Demo-Video zeigt:

Da kann man nur hoffen, dass auch Microsoft das gesehen hat. Ein cooler Launch-Titel für die Consumer-Version der HoloLens wäre es nämlich allemal.

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