Cross-Plattform-IDE für C#

JetBrains Rider: Erster EAP-Build offiziell verfügbar
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Erstmals wurde die Cross-Plattform-IDE für C#, Project Rider, im Januar vorgestellt. Im März folgte dann das private Early Access Program, das bereits mit vielen spannenden Features punkten konnte. Jetzt steht die IDE unter dem Namen Rider öffentlich im EA-Programm zur Verfügung.

Nachdem Project Rider mehr als ein halbes Jahr im privaten EAP-Stadium verbrachte, ist es nun soweit: Der erste EAP-Build von JetBrains Rider ist öffentlich verfügbar. Zum Start hat das JetBrains-Team eine eigene Projektwebsite, einen Issue Tracker und einen Survival Guide für Rider-Entwickler angelegt.

Ein kleiner Reminder: Bei Project Rider handelt es sich um eine Cross-Plattform-IDE für C#, die auf Windows, Mac und Linux läuft. Sie basiert auf der IntelliJ-Plattform und der ReSharper-Technologie. Das klingt schon einmal vielversprechend; werfen wir also einen Blick auf die Features des ersten EAP-Builds.

JetBrains Rider – das steckt drin

Rider setzt auf ReSharper, um Sprachfeatures anzubieten – praktischerweise kann so eine ganze Menge an ReSharper-Funktionalitäten direkt auf Rider übertragen werden. Rider unterstützt beispielsweise bereits ReSharpers reiche Navigation, Inspections, Context-Actions und Quick-Fixes. Da Rider aber eine IDE ist, hat sie auch Features implementiert, die ReSharper nicht bietet, wie etwa Build und Debug. Daneben gibt es eine ganze Menge weiterer Funktionalitäten; das JetBrains-Team beschränkt sich aber in Folge auf die Punkte .NET Framework, .NET Core sowie Xamarin und Utility.

Rider für .NET-Entwickler

Rider kann Standard-.NET-Framework- oder Mono-Projekte laden, versteht Visual-Studio-.sln-Dateien und unterstützt MSBuild-basierte Projekte. Zudem bietet Rider Support für Projekterstellung, Debugging, Editing und Code-Navigation. Auch Unit Testing für xUnit.net und NUnit ist möglich. Einsteigern bietet Rider verschiedene Keymaps, die Nutzern von Visual Studio und ReSharper bekannt sind.

Rider für .NET-Core-Entwickler

Neben .NET-Projekten unterstützt Rider auch .NET-Core-Projekte: So lassen sich beispielsweise bestehende Projekte aus einer project.json-Datei öffnen oder neue mit dem Project Wizard erstellen. Natürlich funktioniert das plattformübergreifend – Rider bietet auf Linux, Mac und Windows eine vollständige IDE. Des Weiteren unterstützt Rider die Paketverwaltung via NuGet sowie Unit Tests für .NET Core. Ebenfalls gibt es auch hier Support für Projekterstellung, Debugging und Editing.

Rider für Unity- und Xamarin-Entwickler

Abgesehen von ReSharper-Funktionalitäten bietet sich Rider auch zum Entwickeln von Unity3D- und Xamarin-Lösungen an. In puncto Xamarin-Support gibt es noch nicht allzu viel zu vermelden, Rider enthält lediglich ReSharpers bestehende Xamarin.Forms-XAML-Editing-Features.

Mit dem Unity-Support ist man schon etwas weiter: So lässt sich z. B. bereits der Unity-Editor einsetzen und das ReSharper-Unity-Plugin nutzen. Zudem kann Rider auch ein Unity-Projekt debuggen.

Und damit nicht genug: Rider übernimmt eine ganze Reihe Features von IntelliJ, darunter etwa den REST Test Client, Versionskontrolle und local History. Außerdem ist die Nutzung des Database-Toolings von DataGrip sowie von verschiedenen Plugins möglich.


Ein ausführlicher Überblick über alle Features in Rider EAP 1 findet sich im zugehörigen Blogpost; der erste EAP-Build kann über die Projektwebsite heruntergeladen werden. Im folgenden Video gibt Hadi Hariri einen ersten Einblick in Rider:

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