Kanton Bern empfiehlt Open-Source-Pflicht für steuerfinanzierte Software
Kommentare

Im Schweizer Kanton Bern soll man künftig Open Source Software gegenüber proprietärer Software vorziehen. Dies wurde mit Motion 2013.0783 „Synergien beim Software-Einsatz im Kanton Bern nutzen“

Im Schweizer Kanton Bern soll man künftig Open Source Software gegenüber proprietärer Software vorziehen. Dies wurde mit Motion 2013.0783 „Synergien beim Software-Einsatz im Kanton Bern nutzen“ nun offiziell zur Annahme empfohlen. Im Post im Blog Digitale Nachhaltigkeit wird dieser Vorstoß wie folgt zusammengefasst:

Der Vorstoss fordert den Kanton Bern bezüglich Software-Entwicklung zu mehr Zusammenarbeit mit anderen Behörden auf und verlangt, dass der Kanton eigene Fachanwendungen unter Open Source Lizenzen freigibt und sich an bestehenden Open Source Lösungen beteiligt.

Software, die mit Steuermitteln erschaffen wurden, soll der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stehen. Zusätzlich will man die Abhängigkeit der Behörden von Anbietern der Software reduzieren. Behörden untereinander erhoffen sich außerdem neue Synergien. Wirtschaftlich betrachtet geht man von einem erhöhten Wettbewerb der Informatik-Unternehmen aus.

Im „Open Source Observatory“ der Europäischen Kommission heißt es weiter, dass es im Zuge des Vorstoßes Kritik aus der IT-Branche gab, die sich von dem Vorhaben bedroht sieht. Die Berner Regierung habe jedoch betont, mit ihren Open Source Lösungen nicht in Konkurrenz zu proprietärer Software treten zu wollen. Von Seiten der Kantonsregierung heißt es, man wolle im Open Source Bereich insbesondere Nischenlösungen finden, die vorher für Hersteller proprietärer Lösungen nicht lukrativ waren. Was man jedoch tun will, wenn lokale Softwareanbieter tatsächlich aufgrund der jüngsten Entwickung in Existenzprobleme geraten, sei noch nicht geklärt.

Aufmacherbild: Federal Palace of Switzerland von Shutterstock / Urheberrecht: Simon Zenger

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -