Kotlin für die Java-Entwicklung

Kotlin 1.2.20 erschienen: Updates für Gradle bringen Performance-Boost
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Kotlin 1.2.20 bringt durch gezielte Aktualisierungen eine Verbesserung der Performanz und Usability. Außerdem enthält das Sprachupdate die obligatorischen Bugfixes und neue Optionen für das Plug-in der IntelliJ IDEA.

Die Veröffentlichung von Kotlin 1.2 ist nun schon einige Monate her, Grund genug für das Kotlin-Team von JetBrains ein Bugfix- und Tooling-Update für die Programmiersprache herauszugeben. Neben der obligatorischen Behebung von Fehlern und Problemen stand dementsprechend auch die Implementierung neuer Features im Fokus. In Sachen Kompatibilität ist Kotlin 1.2.20 mit allen Versionen der IntelliJ IDEA von 2017.1 bis 2017.3 problemlos verwendbar; auch mit Android Studio 3.0 und 3.1 Canary ist es kompatibel.

Kotlin 1.2.20: Performance / Gradle

Eine möglichst schnelle Kompilierung ist logischerweise für jede Programmiersprache wünschenswert. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde in Kotlin 1.2.20 ein besonderes Augenmerk auf das Gradle-Plug-in gelegt, für das das Update einige Verbesserungen bereithält.

Die Unterstützung für Gradle Build Cache ist einer der unternommenen Schritte in Richtung bessere Performance. Nutzer von Gradle 4.3 können per --build-cache oder org.gradle.caching=true die Funktion aktivieren. Das Plug-in kann so Ergebnisse früherer Kompilierungen dann wiederverwenden.

Damit Kotlin bei Änderungen am Java-Code, die Kotlin nicht betreffen, nicht unnötig erneut kompiliert wird, hat das Team von JetBrains ein präziseres Tracking von Java-Dateien umgesetzt. Vorsichtig sollte man beim Einsatz dennoch sein, da das Feature noch experimentell ist. Auch Änderungen am Android-Layout-XML sollten zukünftig nun nicht mehr zur erneuten Kompilierung sämtlicher Kotlin-Sources führen.

Weitere Änderungen

Mit Kotlin 1.2.20 wird der offizielle Style Guide, den JetBrains vor Kruzem veröffentlichte und festlegte, vom Kotlin-Formatter vollständig unterstützt. Nutzt man für die Entwicklung die hauseigene Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA, können Verstöße gegen den Style Guide sehr einfach erkannt und mit Quick Fixes korrigiert werden. Die Anwendung des Style Guides muss allerdings manuell bestätigt werden – so soll vermieden werden, dass es zu ungewünschten Umformatierungen kommt.

Das Plug-in für die IntelliJ IDEA bringt zudem integrierte Hints (siehe Screenshot) für implizite Parameter von Lambdas und Werte, die von Lambdas zurückgegeben werden. Zu guter Letzt ist es ab sofort möglich, die Dead Code Elimination während der Entwicklung zu deaktivieren.

Integrierte Hints in Aktion / Quelle: JetBrains

Eine vollständige Änderungsübersicht gibt es auf GitHub.

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